Spot Bitcoin (BTC) Exchange-Traded Funds (ETFs) verzeichneten am 2. Juli Nettozuflüsse von 221,72 Millionen USD, nachdem es zuvor 10 Tage in Folge Nettoabflüsse gegeben hatte.
Dieser Umschwung hob das gesamte Nettovermögen aller Fonds auf 74,37 Milliarden USD an und beendete damit eine Phase, in der institutionelle Halter Kapital in großem Umfang abgezogen hatten – so stark wie seit dem Start der Produkte noch nie.
Eine Trendwende nach einem Rekordmonat voller Abflüsse
Der Zufluss erfolgte nach einer schwierigen Phase für die Fonds. In den vorangegangenen 10 Handelstagen hatten Spot Bitcoin ETFs mehr als 2,7 Milliarden USD verloren, da Kapital aus den Produkten abgezogen wurde.
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Diese Serie bildete den Abschluss des bislang schwächsten Monats. Bitcoin ETFs verzeichneten im Juni Nettoabflüsse von 4,5 Milliarden USD, der bisher größte Verlust seit dem Start im Januar 2024. Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock war für etwa 79% dieses Betrags verantwortlich und verlor allein 3,55 Milliarden USD.
Zudem bewegten sich wichtige Krypto-Fonds am selben Tag mit dem Bitcoin-Kurs. Ethereum (ETH) ETFs führten die Gruppe an und erzielten am 2. Juli Zuflüsse von 29,08 Millionen USD, nachdem bereits am Vortag mit 14,89 Millionen USD eine Serie von neun Tagen mit Nettoabflüssen beendet worden war.
Die Kursgewinne verteilten sich auf weitere Produkte. Hyperliquid (HYPE) ETFs legten um 2,24 Millionen USD zu und Solana (SOL) ETFs erzielten 2,2 Millionen USD. XRP (XRP) ETFs verzeichneten einen Zufluss von 6,55 Millionen USD, nachdem es zwei Tage in Folge Abflüsse gegeben hatte.
BTC-Kurserholung setzt sich fort: Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen sinkt
Der Zufluss erfolgte während einer breiteren Kurserholung. Bitcoin stieg am 1. Juli wieder auf 60.000 USD, nachdem Fed-Vorsitzender Kevin Warsh äußerte, „Inflationsrisiken haben abgenommen”.
Diese Rallye setzte sich am 2. Juli fort. Ein schwacher Arbeitsmarktbericht, der 57.000 neue Stellen auswies – etwa halb so viele wie von Ökonomen erwartet –, trieb den Bitcoin-Kurs auf ein Tageshoch von über 62.000 USD.
Die Daten veränderten die Erwartungen bezüglich Zinserhöhungen. Laut CME FedWatch sank die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Juli auf 17,6%, nachdem sie einen Tag zuvor noch bei 28,9% gelegen hatte. Trader rechneten daher weniger mit einer weiteren Straffung der Geldpolitik.
Ob der Zufluss am Donnerstag einen nachhaltigen Trend einleitet oder nur eine einmalige Entwicklung darstellt, bleibt jedoch abzuwarten.
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