Bitcoin fiel um etwa 2% auf 68.500 USD im frühen Handel am Dienstag. Damit wurde der kurze Anstieg über 70.000 USD vom Montag vollständig ausgeglichen. Geopolitischer Druck, nicht Marktgrundlagen, ist der Auslöser für den Rückgang.
Die Rallye am Montag durch Short-Squeeze war von Anfang an strukturell schwach, und der Markt hat dies schnell bestätigt.
Dienstag: Frist sorgt für Risikoaversion über Märkte hinweg
US-Präsident Trumps Frist für den Iran, eine Einigung zu erzielen oder andernfalls mit ausgeweiteten Militärschlägen zu rechnen, wurde über Nacht zur konkreten Bedrohung. Teheran lehnte einen über Pakistan vermittelten Waffenstillstand ab und forderte stattdessen die Aufhebung von Sanktionen, Zusagen zum Wiederaufbau sowie ein dauerhaftes Ende der Feindseligkeiten. Märkte reagierten mit umfassender Vorsicht bei riskanten Vermögenswerten.
Der Ölpreis stieg auf über 113 USD je Barrel, nachdem US-Präsident Trump drohte, iranische Brücken und Kraftwerke bis Dienstagabend anzugreifen. Gold erreichte 4.654 USD je Unze, weil Investoren wieder in klassische sichere Häfen umschichteten. Die Kryptomärkte erholten sich teilweise, Bitcoin näherte sich erneut 68.957 USD und Ether stieg wieder auf 2.115 USD.
BNB verlor 0,6% auf 600 USD und XRP fiel in ähnlichem Maße auf 1,32 USD innerhalb von 24 Stunden. Die globale Marktkapitalisierung von Krypto lag weiterhin bei etwa 2,44 Billionen USD, nur 0,2% niedriger. Die Rallye vom Montag, ausgelöst durch mehr als 145 Millionen USD an erzwungenen Short-Liquidationen laut CoinGlass, bleibt der wichtigste Preistreiber, während neues Kapital bislang ausbleibt.
Bitcoin hängt in einem bekannten Muster fest
Bitcoin hat die Marke von 70.000 USD mehrfach nicht überwunden, seit Ende Februar erste Konflikte im Zusammenhang mit dem Iran die Risikobereitschaft beeinträchtigten. Jede Rallye in Richtung dieses Niveaus wird von Gewinnmitnahmen begleitet und trifft auf geringe Liquidität. Dieses Muster ist inzwischen absehbar.
Die Straße von Hormus steht aktuell im Mittelpunkt der Waffenstillstandsgespräche. Jegliche längere Störung der Energiezufuhr über diese Route würde die globale makroökonomische Lage erheblich verschlechtern. Kryptowährungen, die weiterhin eng mit anderen Risikoanlagen korrelieren, würden diesen Druck direkt aufnehmen.





