Analyst: Der große Ausverkauf bei Bitcoin steht noch bevor

  • Ivan Liljeqvist warnt: Bitcoin bleibt bärisch, bislang kein bestätigter Boden in Sicht
  • Der Analyst meint, 60.000 USD waren nicht das Tief, er erwartet weiteren Rückgang.
  • MicroStrategy-getriebene Käufe stützen Bitcoin, scheitern aber an wichtigen Widerständen
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Krypto-Analyst Ivan Liljeqvist warnt, dass Bitcoin (BTC) seinen Zyklustiefpunkt noch nicht erreicht habe und noch ein starker Ausverkauf bevorstehe.

Diese Aussagen erfolgen, während der Bitcoin-Kurs nach dem Test der 76.000-USD-Marke am Dienstag weiter mit einem Anstieg lockt. Grund dafür sind unter anderem ein sich änderndes geopolitisches Sentiment und ein überraschender US-PPI-Wert, die zu einer kurzen Rallye geführt haben.

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Analyst warnt: Bitcoin-Tiefpunkt noch nicht erreicht

Liljeqvist meint, dass Bitcoin das, was er „den großen Flush“ nennt, noch nicht erlebt habe. Er ist der Ansicht, dass 60.000 USD nicht das Tief sei und dass der übergeordnete Trend weiterhin klar abwärts gerichtet ist.

Bitcoin (BTC) Kursentwicklung
Bitcoin (BTC) Kursentwicklung. Quelle: TradingView

„Ich glaube nicht, dass 60.000 USD das Tief waren. Sie können natürlich darauf hoffen, aber es wird nicht helfen. Der Trend ist weiterhin abwärts. Die wenigen % Anstiege sind im größeren Bild sehr klein“, schrieb er.

Außerdem weist der Analyst auf den STRC-Dividendenzyklus von MicroStrategy als Faktor für die aktuellen Kursbewegungen beim Bitcoin hin.

Der Kaufdruck auf STRC erreicht meist um den 15. eines jeden Monats den Höhepunkt. Dadurch kann das Unternehmen von Michael Saylor mehr Aktien ausgeben und Kapital für Bitcoin-Käufe aufnehmen.

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Allerdings betont Liljeqvist, dass MicroStrategy allein nicht in der Lage sei, Bitcoin über wichtige Widerstandsbereiche zu bringen. Er beschreibt das derzeitige Umfeld als „risk-off seit Oktober“ und rät zu Kapitalerhalt statt zu aggressiven Positionierungen.

Institutionelle Nachfrage könnte Kursrückgänge begrenzen

Trotz der bärischen Sichtweise könnte die Beteiligung institutioneller Halter massive Rückgänge wie in früheren Zyklen verhindern.

Fidelity Digital Assets stellte Anfang Juni fest, dass das Abwärtsrisiko im Jahr 2026 weniger dramatisch war als in vorherigen Zeiträumen.

Das Unternehmen erklärt dies unter anderem damit, dass mittlerweile etwa zwölf % des gesamten Umlaufangebots von BTC von börsennotierten Unternehmen und ETFs gehalten werden.

In früheren, vom Retail getriebenen Zyklen gab es deutlich stärkere Einbrüche. Der Bitcoin-Kurs fiel nach dem Hoch von 2017 um 82 % und nach dem Hoch von 2021 um 77 %. Der aktuelle Rückgang von etwa 40 % vom letzten Allzeithoch deutet darauf hin, dass sich die Struktur von Bärenmärkten verändert hat.

Ob institutionelle Kaufzonen haltbar sind oder doch noch stärkere Verkäufe folgen, bleibt die entscheidende Frage für Trader, die Bitcoin im zweiten Halbjahr 2026 beobachten.

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