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Bitcoin-Kurs-Prognose: Das erwartet dich im März 2026

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Geschrieben von
Ananda Banerjee

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Redigiert von
Phil Haunhorst

02 März 2026 08:44 CET
  • Bärenflagge bei Bitcoin: Droht ein 39-Prozent-Absturz? Verkaufsdruck lässt rasant nach
  • Wale kaufen weiter – ETF-Abflüsse brechen ein: Kommt jetzt ein kurzfristiger Kurs-Anstieg?
  • März: Hält die 62.300-USD-Unterstützung oder knackt der Kurs die 79.000-USD-Marke? Entscheidung fällt bald!
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Der Bitcoin-Kurs startet angeschlagen in den März. Im Februar verzeichnete Bitcoin Verluste von fast 15 Prozent. Das erinnert an den letzten Februar, als der Bitcoin-Kurs sogar um mehr als 17 Prozent gefallen war.

Seit Oktober 2025 gab es jetzt fünf Monate am Stück mit roten Zahlen. Im März lag die mittlere Rendite bisher bei minus 1,31 Prozent. Doch im Hintergrund könnte sich etwas ändern.

Bitcoin-Kurs verhält sich weiterhin wie eine Risikoanlage

Eines der größten Probleme für den Bitcoin-Kurs ist die enge Verbindung zu US-Aktien. Die Vergangenheit zeigt: Ein schwacher S&P 500 führte im Februar zu einem schlechten Ergebnis für Bitcoin.

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Kursverlauf
BTC Kursverlauf: CryptoRank
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Am 1. März lag die 30-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 bei 0,55. Im Oktober 2025 lag sie noch bei etwa 0,50.

Korrelation mit US-Aktien
Bitcoin vs. US-Aktien Korrelation: Newhedge

Dies zeigt: Der Bitcoin-Kurs bewegt sich weiterhin sehr ähnlich wie die Aktienmärkte. Dadurch ist Bitcoin im Moment weniger als Absicherungsinstrument gegen Risiken an den klassischen Märkten geeignet. Zudem sorgen Trumps neue globale Zölle für mehr Druck bei den Aktien. Auch der mögliche Militärkonflikt zwischen den USA und Iran drückt auf die Risikobereitschaft. Wegen dieses „Risikoverhaltens“ bleibt Bitcoin anfällig.

Kevin Crowther, Gründer von KC Private Wealth, betont diese Entwicklung.

„Bitcoins hohe Korrelation zu Software-Aktien schwächt seine Rolle als Absicherungs-Asset in unsicheren Zeiten. Wenn Trump also weiterhin für wirtschaftliche Unsicherheit sorgt, ist anhaltende Schwäche beim Bitcoin-Kurs zu erwarten”, sagte Crowther.

Gleichzeitig steigen Gold und Silber weiter, während Bitcoin an Wert verliert. Sollten die geopolitischen Spannungen, besonders beim Thema Iran, allerdings nachlassen, könnte sich die Risikostimmung ändern. Wenn dann zu viele Anleger in Gold und Silber investiert sind, könnten wieder mehr Gelder in Bitcoin als noch wenig genutzte Alternative fließen. Dafür müsste sich aber die Beziehung zu den Aktienmärkten lösen.

Bitcoin-ETF-Abflüsse gehen zurück: Unauffällige Wende

Trotz des schwierigen Umfelds zeigen die Daten zu Bitcoin-ETFs ein anderes Bild. Im Februar gab es den vierten Monat in Folge Nettoabflüsse. Doch der Trend verändert sich deutlich.

Historische ETF-Daten
Historische ETF-Daten: SoSoValue

Im November 2025 verzeichneten ETFs Abflüssen von 3,48 Mrd. USD. Im Dezember waren es 1,09 Mrd. USD, im Januar 1,61 Mrd. USD. Im Februar lag der Abfluss nur noch bei 206,52 Mio. USD – das waren 94 Prozent weniger als noch im November.

Orkun Mahir Kılıç, Mitgründer von Citrea, erklärt, dass diese Abflüsse eher mit Anpassungen und weniger mit einem kompletten Rückzug zu tun haben.

„Die ETF-Abflüsse deuten mehr auf Entschuldung als auf einen Ausstieg der Großanleger hin. Damit sich die Bewegungen klar umkehren, braucht es mehr Klarheit bei den Märkten und weniger Schwankungen”, erklärte Kılıç exklusiv gegenüber BeInCrypto.

Nima Beni, Gründer von Bitlease, geht noch direkter auf die Bedeutung der Daten ein, gerade auch mit Blick auf die Abflüsse beim BlackRock IBIT:

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„ETF-Abflüsse zeigen Panik unter Kleinanlegern und bieten Chancen für die Institutionen. Die 2,13 Mrd. USD Abfluss beim BlackRock IBIT sind weniger wichtig als die Tatsache, dass trotz maximaler Angst 94 Prozent der ETF-Bestände in Bitcoin geblieben sind. Das zeigt Überzeugung der Institutionen, keine Aufgabe”, so Beni.

Insgesamt zeigten sich die Experten wenig beunruhigt über die Serie der ETF-Abflüsse.

Verkaufdruck lässt überall nach – Startet jetzt die Kurserholung?

Neben den ETFs zeigt sich auf der Chain, dass sowohl Langzeithalter als auch Bitcoin-Miner zuletzt immer weniger verkaufen.

Langzeit-Halter, deren Wallets mindestens 365 Tage Bitcoin besitzen, sind besonders wichtig für den Trend. Wenn diese Gruppe nicht mehr verkauft, bleibt der Bitcoin-Kurs oft stabil und kann sich erholen. Im Februar haben diese Halter deutlich weniger verkauft als vorher. Am 5. Februar lag die 30-Tage-Nettoveränderung bei minus 243.737 BTC. Bis zum 1. März sank die Zahl auf minus 31.967 BTC – ein Rückgang um 87 Prozent.

Nettoposition-Änderung von langfristigen Haltern
Nettoposition-Änderung von langfristigen Haltern: Glassnode

Das Verhalten der Miner spiegelt diesen Trend wider. Bitcoin-Miner verkaufen BTC, um ihre laufenden Kosten zu bezahlen. Um den 8. Februar herum haben viele Miner beim Verkaufen ihren Höhepunkt erreicht, als der Nettoverkauf −4.718 BTC lag. Bis zum 1. März verringerte sich dieser Wert auf −837 BTC. Das ist ein starker Rückgang und zeigt, dass die schlimmste Phase bei den Verkäufen der Miner wahrscheinlich vorbei ist.

Netto-Positionsänderung der Miner
Netto-Positionsänderung der Miner: Glassnode

Han Tan, Chef-Marktanalyst bei Bybit, macht hier einen wichtigen Unterschied und bezieht das negative Wachstum der Hashrate ein.

„Die Bitcoin-Miner kapitulieren nicht; sie diversifizieren ihre Strategien gezielt. Der Rückgang der Hashrate ist wegen des Preissturz von Bitcoin zu erwarten, bedeutet aber keine echte Kapitulation”, sagte Tan.

Wenn das Wachstum der Hashrate negativ ist, sinkt die gesamte Rechenleistung, die Bitcoin absichert, anstatt zu steigen. Das passiert oft, wenn Miner ihre Geräte abschalten, weil das Mining weniger profitabel wird. Gründe dafür sind meist niedrigere Bitcoin-Kurse oder höhere Stromkosten. Dieser Grund passt zu Tans Aussage.

Whales kaufen verstärkt nahe der 20-Tage-SMA

Während die Verkäufe schwächer werden, kaufen große Investoren leise hinzu. Wallets mit 100.000 bis 1.000.000 BTC haben ihre Bestände etwa zwischen 19. und 20. Februar von 676.540 auf 690.000 BTC erhöht, als der Kurs kurz um 4,06 Prozent stieg. Wichtig ist: Sie haben seitdem nichts mehr verkauft.

Zur selben Zeit haben kleinere Wale mit 1.000 bis 10.000 BTC ab dem 25. Februar angefangen, mehr zu kaufen. Ihre Bestände wuchsen von 4,222 Mio. auf 4,23 Mio. BTC.

BTC-Wal-Bestände
BTC-Wal-Bestände: Santiment

Warum halten Wale ihre Coins?

Ein möglicher Grund ist der 20-Tage-gleitende-Durchschnitt (SMA), ein kurzfristiger Trend-Indikator. Er glättet den Kurs von Bitcoin über 20 Tage. Aktuell liegt der Bitcoin-Kurs knapp unter dem 20-Tage-SMA bei 67.100 USD. Das letzte Mal, als diese Marke klar überschritten wurde – am 1. Januar – stieg Bitcoin um mehr als 12 Prozent. Viele Wale bereiten sich wahrscheinlich auf einen ähnlichen Ausbruch vor.

Wichtige Kursmarken
Wichtige Kursmarken: TradingView

Das langfristige Bild braucht jedoch mehr Bestätigung. Der 50-Tage-SMA liegt bei 77.200 USD. Der 200-Tage-SMA, der eine echte bullische Umkehr anzeigen würde, ist deutlich höher und liegt bei 96.800 USD.

Han Tan von Bybit betonte die Bedeutung solcher Marken:

„Bitcoin muss über den 50-Tage-SMA steigen und die psychologische Marke bei 80.000 USD zurückerobern, bevor sich wieder mehr Käufer engagieren”, sagte er.

Warnsignal für Bitcoin-Kurs: Droht jetzt der Absturz?

Im Drei-Tage-Chart bewegt sich der Bitcoin-Kurs innerhalb einer „Bear Flag”. Das ist ein bärisches Muster, bei dem sich der Kurs nach einem starken Fall leicht nach oben bewegt, aber zwischen parallelen Linien bleibt. Der Flaggenmast zeigt einen Rückgang von etwa 39 Prozent. Deshalb könnte ein Bestätigen dieses Musters einen weiteren starken Kursrutsch bedeuten.

Dazu kommt eine versteckte bärische Divergenz im Relative Strength Index (RSI), einem Indikator für Marktdynamik. Zwischen dem 6. und dem 24. Februar machte der Bitcoin-Kurs ein tieferes Hoch, während der RSI ein höheres Hoch erreichte. Diese Kombination zeigt, dass trotz Erholung die Kursbewegung eher nach unten geht.

Bärische Kursstruktur
Bärische Kursstruktur: TradingView

Die wichtigen Kursmarken sind klar. Nach oben ist 71.300 USD der erste große Widerstand. Ein Anstieg über 79.000 USD würde die Bear Flag „ungültig” machen. Wenn sich der Bitcoin-Kurs weiter erholt, entsteht vielleicht ein aufsteigender Kanal, der bullisch ist. Die nächsten Drei-Tages-Kerzen sind also entscheidend dafür, ob das Muster hält oder nicht.

Fällt der Kurs dagegen unter 62.300 USD, gibt es Fibonacci-Unterstützungen bei 56.800 USD, 52.300 USD, 47.800 USD und im Extremfall bei 41.400 USD.

Bitcoin-Kurs Analyse
Bitcoin-Kurs Analyse: TradingView

Crowther denkt, dass das wahrscheinlichste Ergebnis ein eher ruhiger Verlauf ist, wobei ein kleiner Anstieg möglich ist.

„Flache oder leicht positive Kursbewegungen im März sollten aus Sicht der Investoren zurzeit das Basisszenario sein“, sagte er.

Kılıç sieht das nicht so negativ und stimmt mit der Hoffnung auf Nachlassen des Verkaufsdrucks und einen Anstieg nach On-Chain-Daten überein:

„Extreme Angst und der stärkste ETF-Abfluss seit einem Jahr sind keine schlechten Zeichen. Das ist für mich eher ein Zeichen klassischer Kapitulation, bei der schwache Hände aussteigen und das Angebot knapper wird“, sagte er.

Die wahrscheinlichste Entwicklung im März ist also ein lokaler Anstieg, ausgelöst durch nachlassenden Verkaufsdruck und den Kauf von Walen. Danach könnte es aber wieder zu Verkäufen kommen, wenn das große bärische Muster weiter besteht. Zwar wird weniger verkauft, aber der Verkaufsdruck ist noch da. Ein lokaler Boden ist aber nicht das gleiche wie ein Zyklus-Tief. Ob im März die Unterstützung bei 62.300 USD hält oder zuerst der Widerstand bei 79.000 USD durchbrochen wird, dürfte den Monat bestimmen.

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