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Die wahre Geschichte hinter dem 10-Prozent-Crash beim Bitcoin-Kurs – Darum folgten die Liquidationen erst später

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Geschrieben von
Ananda Banerjee

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Redigiert von
Phil Haunhorst

30 Januar 2026 14:22 CET
  • Langfristige Halter verkaufen nahe 84.600 USD – wichtiger Support bricht, starker Kursrutsch folgt
  • Starker Spot-Verkauf und URPD-Cluster-Ausbruch lösen 10-Prozent-Korrektur beim Bitcoin-Kurs aus
  • Die Rückeroberung der 84.600-USD-Marke ist entscheidend, da das Risiko eines Rückgangs auf 75.000 USD bleibt.
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Der Bitcoin-Kurs fiel um mehr als zehn Prozent von seinem Hoch Ende Januar. Kurzzeitig rutschte er unter 81.000 USD, bevor er sich über 82.300 USD stabilisierte. In nur vierundzwanzig Stunden verzeichnete der Markt über 1,7 Mrd. USD an Liquidationen. Davon entfielen fast 800 Mio. USD auf Long-Liquidationen bei Bitcoin. Der Kurs von Bitcoin liegt weiterhin über sechs Prozent im Minus im Vergleich zum Vortag.

Die meisten Trader machten die Hebelwirkung dafür verantwortlich. Die Daten zeigen jedoch, dass die Derivate diesen Crash nicht ausgelöst haben. Sie haben ihn nur beschleunigt. Der eigentliche Einbruch begann früher, in der Nähe einer wichtigen On-Chain- und Strukturzone.

Starkes Handelsvolumen, verlorene Unterstützung und die 84.600-USD-Bitcoin-Falle

Die erste Warnung kam vom Tageschart. Bitcoin zeigte die größte rote Volumenkerze seit Anfang Dezember. Eine rote Volumenkerze bedeutet starken Verkaufsdruck, wobei Verkäufer die Käufer übertreffen.

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Das letzte Mal, als das Volumen dieses Niveau erreichte, im Dezember, fiel Bitcoin um fast neun Prozent.

Damals griffen Käufer sofort ein. Diesmal war das nicht so. Stattdessen fiel der Kurs von Bitcoin unter 84.600 USD, eine wichtige Unterstützungszone, und sank weiter Richtung 81.000 USD.

Bitcoin-Kursabsturz
Bitcoin-Kursabsturz: TradingView

Gleichzeitig erreichte Bitcoin eine seiner wichtigsten On-Chain-Zonen.

Hier spielt die UTXO Realized Price Distribution (URPD) eine Rolle. URPD zeigt, bei welchem Kurs das vorhandene Bitcoin-Angebot zuletzt gekauft wurde. Große Cluster sind Bereiche, in denen viele Coins zuletzt den Besitzer gewechselt haben, und wirken oft als starke Unterstützungs- oder Widerstandsbereiche.

Zwei der größten Cluster lagen laut Chart bei:

  • 84.569 USD (3,11 Prozent des Angebots)
  • 83.307 USD (2,61 Prozent des Angebots)
Wichtige URPD-Niveaus
Wichtige URPD-Niveaus: Glassnode

Zusammen bildeten diese eine der dichtesten Zonen von Besitzern in diesem Zyklus.

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Als Bitcoin unter 84.600 USD fiel, betrat der Kurs diese Cluster-Zone. Dort begannen die Probleme, als der erste Cluster gefährdet war.

Laut Glassnode-Daten begannen Langzeit-Halter, Coins, die oft mehrere Monate bis zu einem Jahr gehalten wurden, auf diesem Niveau zu verkaufen. Am 29. Januar fiel ihre Netto-Position über dreißig Tage auf minus 144.684 BTC – das ist der größte monatliche Nettoabfluss dieser Periode.

Langzeit-Halter
Langzeit-Halter: Glassnode

Langzeit-Halter verkauften nahe 84.600 USD, ganz in der Nähe des größten URPD-Clusters. Wenn starker Verkaufsdruck auf eine große Kosten-Zone trifft, bricht die Unterstützung. Nachdem dieser Boden gefallen war, befand sich ein großer Teil des Angebots im Verlust. Erst nach diesem Einbruch stieg der Liquidationsdruck deutlich an.

Warum On-Chain-Daten bullisch wirkten, während Risiken stiegen

Viele Trader waren von diesem Kurssturz bei BTC überrascht, weil die oberflächlichen Kennzahlen stabil wirkten.

Der Nettoposition-Index der Hodler blieb positiv – etwa plus 16.358 BTC wurden in dreißig Tagen hinzugefügt.

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HODLer kaufen weiter
HODLer kaufen weiter: Glassnode

Auch die Bestände der Wale stiegen an. Große Wallets verkauften nicht aggressiv. Auf dem Papier fand eine Akkumulation statt.

BTC-Wale
BTC-Wale: Glassnode

Diese Kennzahlen vermischen jedoch verschiedene Investoren-Gruppen.

Mittelfristige Halter und große Wallets kauften weiterhin. Allerdings verteilten Langzeit-Halter in Ruhe ihre Bestände. Wenn erfahrene Halter nahe großer Kosten-Cluster verkaufen, deutet das auf ein risikobewusstes Verhalten hin – auch wenn die Gesamtsalden stark aussehen.

Deshalb haben die meisten Anleger die Warnung nicht gesehen. BeInCrypto-Analysten haben auf dieses Risiko schon vor einer Woche aufmerksam gemacht. Der Markt wirkte gesund. Doch unter der Oberfläche wurde die stärkste Unterstützung abverkauft.

Als dieser Verkauf die 84.600-USD-Zone schwächte, wurde der Einsatz von Hebel riskanter. Fiel der Kurs noch weiter, wurden viele Long-Positionen geschlossen. Daten von CoinGlass zeigen, dass in 24 Stunden fast 800 Mio. USD an Bitcoin-Longs verloren gingen.

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Liquidationszahlen
Liquidationszahlen: Coinglass

Derivate haben keine Schwäche erzeugt. Sie haben nur darauf reagiert.

Strukturbruch beim Bitcoin: Droht jetzt das Kursrisiko?

Die technische Situation hat sich jetzt verschlechtert. Bitcoin ist unter die Nackenlinie einer Kopf-Schulter-Formation im Tageschart gerutscht. Das ist ein bärisches Umkehrmuster, das oft vor längeren Korrekturen zu sehen ist.

Nach diesem Muster drohen weitere zwölf Prozent Verlust vom Bruchpunkt aus. Das Risiko liegt dann nahe der 75.000-USD-Zone, wenn der Abverkauf weitergeht. Die 81.000-USD-Marke ist nun eine wichtige Unterstützung.

Verliert Bitcoin dieses Niveau erneut, kann sich die Abwärtsdynamik verstärken. Hält die Marke, bleibt Stabilisierung möglich.

Bitcoin-Kursanalyse
Bitcoin-Kursanalyse: TradingView

Eine Erholung hängt davon ab, ob wichtige on-chain- sowie Chart-Zonen zurückgewonnen werden. Die erste wichtige Bitcoin-Kurszone liegt bei rund 83.300 USD, dort befindet sich der zweitgrößte URPD-Cluster. Ein Anstieg darüber zeigt, dass Käufer frühere Besitzbereiche verteidigen.

Die Hauptmarke bleibt 84.600 USD. Dort haben Langzeitinhaber verkauft. Dort gibt es zudem den größten URPD-Cluster. Bis Bitcoin klar über 84.600 USD schließt, bleiben Gegenbewegungen anfällig.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust-Projekts dient dieser Preisanalyse-Artikel nur zu Informationszwecken und sollte nicht als Finanz- oder Anlageberatung angesehen werden. BeInCrypto verpflichtet sich zu einer genauen, unvoreingenommenen Berichterstattung, aber die Marktbedingungen können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Führen Sie immer Ihre eigenen Nachforschungen durch und konsultieren Sie einen Fachmann, bevor Sie finanzielle Entscheidungen treffen. Außerdem bietet die vergangene Performance keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

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