Coinbase beendet die direkte Verbindung zwischen Fiatgeld und Krypto in Argentinien. Damit verliert die Community vor Ort einen wichtigen Weg, um ihr Geld wegen der anhaltenden hohen Inflation in stabile Coins wie USDC zu sichern.
Die US-Börse hat die Nutzer darüber informiert, dass ab dem 31. Januar alle Umtauschmöglichkeiten von Peso in Stablecoins sowie Überweisungen von und zu lokalen Banken ausgesetzt werden. Nutzer haben 30 Tage Zeit, um ihr Geld abzuheben.
Coinbase sperrt direkten USDC-Zugang für Sparer in Argentinien
Diese Entscheidung macht es für Menschen in Argentinien schwieriger, ihre entwerteten Pesos (ARS) gegen USDC, den wichtigsten regelkonformen digitalen Dollar von Coinbase, zu tauschen.
SponsoredCoinbase betont, dass dies kein dauerhafter Rückzug aus Argentinien ist. Das Unternehmen will damit seine Strategie neu bewerten und später ein nachhaltigeres Angebot machen.
Trotzdem ist dieser Schritt besonders wichtig, weil Argentinien weltweit stark Stablecoins nutzt.
Weil die Inflation die Kaufkraft verringert, sind digitale Werte längst keine Wette mehr, sondern eine notwendige Lebenshilfe für viele.
Branchenzahlen zeigen, dass Stablecoins bis zu 80 Prozent aller Krypto-Geschäfte in dieser Region ausmachen. Sie gelten immer mehr als Parallelwährung zum Sparen und für Zahlungen ins Ausland.
Allerdings zeigt diese „gezielte Pause“ von Coinbase, dass die Strategie nicht genau zum Bedarf passt.
Während Coinbase vor allem auf den regelkonformen Stablecoin USDC setzt, dominiert in Argentinien Tether USDT den Markt. Dieser Stablecoin wird vor allem auf lokalen Peer-to-Peer-Plattformen und bei vielen anderen DEXes gehandelt.
Mit dem Wegfall der direkten Bankverbindung verliert Coinbase einen zentralen Vorteil für Menschen, die ihr Geld schnell aus der Pesowelt bringen wollen.
Außerdem erschwert dieser Rückzug auch die Strategie von Präsident Javier Milei, der sich 2025 mit Coinbase-Führungskräften traf, um Argentinien als Zentrum für digitales Finanzwesen zu präsentieren.
Die Realität ist aber: Durch strenge Devisenkontrollen und einen Markt, der Wettbewerbern treu bleibt, muss sich ein großer US-Anbieter zurückziehen.
Krypto-zu-Krypto-Handel bleibt zwar bestehen. Ohne direkte Verbindung zum Bankensystem verliert Coinbase in Argentinien jedoch seine Hauptfunktion. In einem Land, das auf einfache Bankverbindungen angewiesen ist, droht die Plattform, von einem Rettungsanker zu einer Nischenbörse zu werden.