Brian Armstrong, CEO von Coinbase, bekräftigte am 15. Juni seine langfristige Bitcoin-These und bezeichnete den Vermögenswert als „das neue digitale Gold”. Er erklärte zudem, dass er weiterhin langfristig investiert bleibt.
In seinem Beitrag auf X ging er direkt auf die aktuellen Turbulenzen am Markt ein und argumentierte, dass die Anlegerstimmung oft zu weit in beide Richtungen ausschlägt. Er beschrieb die momentane Lage als Teil eines Musters, das sich bereits in mehreren Zyklen wiederholt hat. Armstrong betonte außerdem, dass kurzfristige Volatilität seine Sicht auf die langfristige Entwicklung von Bitcoin nicht ändert.
Bitcoins 4-Jahres-Zyklus: Armstrong zur Bodenbildung
Armstrong stellte seinem Beitrag einen Chart mit dem Titel „Bitcoins 4-Jahres-Zyklen” bei. Darin sind die abwechselnden bullischen und bärischen Phasen seit 2011 dargestellt, jeweils etwa zwei Jahre lang. Ein Fragezeichen steht bei Mitte 2026. Armstrong sieht die aktuelle Phase als ein wiederkehrendes Kapitel, das Investoren bereits kennen, und nicht als Abweichung vom langfristigen Trend.
Er deutete an, dass Bitcoin möglicherweise bereits einen Boden gebildet hat. Allerdings gab er keine endgültige Einschätzung dazu ab.
„Mein Gefühl ist, dass wir den Boden wahrscheinlich inzwischen gesehen haben.”
Die Diskussionen um die Analyse des Vierjahreszyklus haben in diesem Jahr zugenommen. Der Analyst Benjamin Cowen sieht dieses Modell weiterhin als gültig an und rechnet mit einem möglichen Boden im vierten Quartal 2026. Andere argumentieren, dass institutionelles Kapital und Zuflüsse aus Spot-ETFs den bisherigen Zeitrahmen deutlich verändert haben.
Armstrongs Überzeugung für den Zyklus entspricht Positionen, die er bereits seit geraumer Zeit öffentlich vertritt. In der Vergangenheit hat er zudem die wirtschaftliche Rolle von Bitcoin in den USA betont und ihn als Wertspeicher mit Effekten jenseits des Handels beschrieben.
Armstrong über Bitcoins Reichweite und seine 2030-Prognose
Armstrong widersprach auch bärischen Narrativen rund um den aktuellen Kurs von Bitcoin. Er stellte fest, dass Stablecoins, Prognosemärkte und Derivate stark gewachsen sind, während Bitcoin weiterhin unter Druck stand. Die Branche, so Armstrong, reicht mittlerweile weit über Bitcoin hinaus. Marktbeobachter hätten diesen Wandel bislang nur langsam erkannt.
Trotzdem hob Armstrong die grundlegende Rolle von Bitcoin hervor. Er bezeichnete die aktuelle Situation als „einen von vielen Zyklen, die wir alle durchlaufen haben”. Außerdem beschrieb er Bitcoin als „so wichtig wie eh und je”. Diese Haltung steht im Einklang mit seiner früheren Prognose für den Bitcoin-Kurs, wonach Bitcoin irgendwann Bewertungen in mehrfacher Millionenhöhe erreichen wird.
Armstrongs Optimismus beschränkt sich nicht allein auf den Kurs. Er geht davon aus, dass bis 2030 zehn % des globalen BIP auf Krypto laufen werden. Diese Sichtweise spiegelt eine Überzeugung wider, dass Bitcoin als digitale Infrastruktur trotz kurzfristiger Kursschwankungen nicht an Bedeutung verloren hat.
„Ich bin wie immer optimistisch. Ich denke, dass wir 2030 einen deutlich höheren Kurs sehen werden, und ich setze langfristig auf Bitcoin.”
Ob der von Armstrong ausgemachte Boden tatsächlich Bestand hat, wird sich zeigen, wenn sich die makroökonomischen Bedingungen in der zweiten Hälfte von 2026 weiterentwickeln. Sein Beitrag sorgte für viel Aufmerksamkeit und macht deutlich, wie stark der Markt die Einschätzungen prominenter Branchenvertreter besonders gegen Ende eines Zyklus verfolgt.









