Cosmos (ATOM) CEO Jae Kwon bricht zu neuen Ufern auf

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Jae Kwon wird nach einer Übergangsphase als CEO von Cosmos (ATOM) zurücktreten. Während er weiter mit Cosmos verbunden bleibt, wendet er sich in seiner Haupttätigkeit der Open-Source Initiative Virgo zu. Virgo setzt sich zum Ziel, weitreichende politische und ökonomische Veränderungen in der Struktur unserer Gesellschaft zu bewirken.



Wie der Telegram-Channel DailyDefi berichtet, plant der Cosmos-CEO Jae Kwon, sich neuen Aufgaben zuzuwenden. Sein erklärtes Ziel ist hierbei nichts geringeres, als die Rettung der Welt. Er tritt stattdessen dem Projekt Virgo.org bei. Der Cosmos-Chef erklärte, seinen Posten als CEO nach einer Übergangsphase niederzulegen, allerdings weiterhin für das Führungsgremium der Interchain Foundation (ICF) tätig zu bleiben.

Große Visionen mit unklaren Zielen

Virgo beschreibt seine Visionen in einem Manifest, welches auf der Crypto Economics Security Conference 2019 erstmals vorgestellt wurde. In typischer Manifest-Manier übt Virgo scharfe Gesellschaftskritik. Das Manifest spricht Probleme des Kapitalismus, wie globale Erwärmung und die Entstehung undemokratischer Strukturen an, ohne jedoch einen roten Faden erkennbar werden zu lassen. Dabei schwankt das Manifest zwischen marktwirtschaftlichen, sozialistischen und voluntaristischen Ideen.

Jae Kwon präsentiert das Virgo-Manifest auf der CESC 2019.

Virgo setzt sich für offene und freie Software, Hardware, Protokolle und Prozeduren und Daten ein. Dadurch soll es ermöglicht werden, intelligente kollektive Entscheidungen zum Ressourcenmanagement und menschlicher Kooperation geschaffen werden. Die Organisation sich selbst als offene Vereinigung von Individuen und Organisationen, die gemeinsam an der Schaffung von besseren Mitteln der Koordination in allen Lebensbereichen arbeiten. Als grundlegende Werte gibt Virgo Transparenz, Verantwortung, Offenheit, Voluntarismus, Umweltbewusstsein, Demokratie und Sicherheit an. Welche Schritte Virgo konkret unternehmen will, um diese Ideen gesellschaftlich umzusetzen liegt jedoch gänzlich im Unklaren.

Mehr Transparenz und Dezentralisierung für Cosmos

Indem sich Kwon als Galionsfigur von Cosmos zurückzieht, soll die PoS-Blockchain, deren Kryptowährung ATOM eine Marktkapitalisierung von stattlichen 832 Millionen US-Dollar aufweist, einen großen Schritt hin zu “radikaler Transparenz” machen.

Es wurden jedoch auch kritische Stimmen der Blockchain-Community laut, welche Kwon einen Exit-Scam vorwarfen. Andere sprangen Kwon zur Seite und begrüßten den Schritt hin zu einer dezentraleren Blockchain, welche unabhängig von einen “Babysitter” auskommt, welcher die Entwicklung zentral steuert. Während dieser radikale Schritt zwar kurzfristige Nachteile bringt, würden Blockchains auf lange Sicht davon profitieren.

Bisher hat Cosmos noch keine offizielle Mitteilung herausgegeben, indem sie sich zu dem geplanten Weggang ihres CEOs äußern. BeInCrypto hat um eine Stellungnahme gebeten.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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