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DCG zieht Berater heran und erwägt Verkauf des Krypto-News-Outlets CoinDesk

2 min
Von Martin Young
Übersetzt Toni Lukic
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IN KÜRZE

  • DCG kaufte CoinDesk im Jahr 2016 für 500.000 Dollar.
  • Das Medienunternehmen hat eine Investmentbank zu Beratungen hinzugezogen.
  • Die Kryptomärkte zeigen sich nach dem jüngsten Aufwind in schwacher Form.
  • promo

Für die Digital Currency Group (DCG) verschärft sich die Lage weiter. Berichten zufolge könnte sie gezwungen sein, ihr Krypto-News-Outlet CoinDesk zu verkaufen.

Am 18. Januar berichtete CNBC, dass CoinDesk die Investmentbank Lazard engagiert hat. Das zur Digital Currency Group gehörende Unternehmen erwägt einen zumindest teilweisen Verkauf des Unternehmens.

In einer per E-Mail versendeten Erklärung sagte CEO Kevin Worth:

“In den letzten Monaten haben wir zahlreiche eingehende Hinweise auf Interesse an CoinDesk erhalten.”

CoinDesk wurde 2013 gegründet und brachte erstmals die Story von FTX und seiner zweifelhafte Bilanz. DCG erwarb das Medienunternehmen erst 2016 für 500.000 Dollar, berichtet das Wall Street Journal.

Der letztendliche Zusammenbruch des Krypto-Imperiums von Sam Bankman-Fried hat der Digital Currency Group von Barry Silbert viele Probleme bereitet. Die Holding ist auch die Muttergesellschaft des digitalen Vermögensverwalters Grayscale als auch des zuletzt in Schwierigkeiten geratenen Genesis.

Wolken verdunkeln sich für DCG

Das Vermögensverwaltungsunternehmen Lazard unterstützt nun das Medienunternehmen dabei, “verschiedene Optionen zu prüfen, um Kapital für CoinDesk zu erhalten. Dies kann einen partiellen oder sogar vollständigen Verkauf beinhalten”.

Die Probleme der DCG haben sich nach dem Scheitern von FTX verschärft. Tochterfirma Genesis z.B. steht am Rande des Konkurses, da es von einer Vielzahl nicht werthaltiger Forderungen betroffen ist. Dies hat sich auf die Kryptobörse Gemini ausgewirkt, deren Kundengelder in Höhe von 900 Millionen Dollar bei ihrem Renditepartner Genesis gebunden waren.

In einem Brief an die Aktionäre Anfang des Monats sagte CEO Barry Silbert, dass DCG Genesis Capital 447,5 Millionen Dollar und 4.550 BTC schulde. Das Darlehen wird im Mai 2023 fällig.

Investorenbrief von Barry Silbert
Barry Silbert Brief an die Aktionäre; Ein Bild von: DCG

Die DCG hält auch Anteile an Grayscale’s Bitcoin Trust (GBTC). Berichten zufolge hat das Unternehmen seit März 2021 GBTC im Wert von 722 Millionen Dollar gekauf – der Trust wird derzeit mit einem Abschlag von – 40 % auf den Nettoinventarwert verkauft.

Am 18. Januar teilte DCG in einem Schreiben an die Aktionäre mit, dass die vierteljährlichen Dividenden gestoppt werden, um Mittel einzusparen. Darüber hinaus schloss die Gruppe Anfang des Monats ihr Vermögensverwaltungsgeschäft und baute Personal ab.

Kryptomarkt mit Sand im Getriebe

Die Kryptomärkte sind heute rückläufig: Mit einem Rückgang der gesamten Marktkapitalisierung um 3,9 % verzögert sich die große Bullenrally für Erste. So fiel auch die Marktkapitalisierung wieder unter die 1 Billion USD-Marke.

Infolgedessen befinden sich alle großen Kryptowährungen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels im Minus. Bitcoin fiel im Laufe des Tages um 2,5 % auf 20.710 USD und Ethereum um 3,8 % auf 1.519 USD.

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Toni Lukic ist der Chefredakteur von BeInCrypto Deutschland. Seit 2022 ist er Mitorganisator des monatlichen Meetups "Crypto Invest Berlin" und spricht auf Konferenzen zu Krypto, Web3 und Blockchain. Außerdem ist er als Berater für Krypto-Startups tätig und ab April 2023 Mentor des DeFi Talents Kurses am Blockchain Center der Frankfurt School. An dieser Schule absolvierte er zuvor den NFT-Talents-Kurs und das Influencer by DNA-Programm. Im Jahr 2019 schloss er sein Studium der...
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