Synthetix Network bereitet sich darauf vor, auf eine Layer 2 Lösung zu wechseln, um den steigenden Gaskosten auf Ethereum Herr zu werden. Auch der Gründer von Yearn Finance, Andre Cronje, machte erste Andeutungen, dass sein Projekt von dieser Möglichkeit Gebrauch machen könnte.

Diese Skalierungslösungen haben Vor- und Nachteile gegenüber dem Wechsel auf eine alternative Smart Contract Plattform wie beispielsweise Polkadot oder die Binance Smart Chain. Einerseits muss der Programmcode der Plattformen nicht für die neuen Blockchain umgeschrieben werden, allerdings sind Off-chain Transaktionen auf dem zweiten Layer weniger sicher.

Doppelschlag bei Synthetix

Synthetix Network führt gleich zwei Protokoll-Updates mit nur fünf Tagen Abstand durch. Das erste Update, genannt Formalhaut, ist bereits live. Es ermöglicht das Prägen der sUSD Stablecoin durch ETH-Einlagen. Dadurch soll sUSD mehr Liquidität erhalten, um zu verhindern dass ihr Kurs aufgrund hoher Nachfrage nach oben hin ausbricht. Gleichzeitig sorgt das Update für eine bessere Integration der Chainlink Oracles und bereitet den Umstieg auf ein Layer 2 Netzwerk (Optimistic Ethereum) vor.

Das zweite Update, genannt Deneb, ist für den 29. September geplant. Es verbessert die Skalierbarkeit auch auf dem ersten Layer und vereinfacht das Hinzufügen neuer synthetischer Assets. Laut Sythetix sind in der näheren Zukunft noch weitere Updates geplant.

Yearn macht erste Andeutungen für ein Update

Andre Cronje kündigte über Twitter an, dass es auf seiner DeFi-Plattform Yearn Finance einige Änderungen geben wird. Er startete eine Umfrage, ob eres zunächst ein Litepaper veröffentlichen, oder das Update einfach ausrollen soll.

Die Community sprach sich mit knapper Mehrheit für letzteres aus. Damit bleibt vorerst im Unklaren, welche neuen Features kommen werden, allerdings verriet Cronje bereits, dass Yearn ebenfalls Layer 2 Lösungen unterstützen wird.

ETH2 – Staking doch nicht sicher?

Während der Start des Stakings für Ethereum 2.0 immer näher rückt, ist eine hitzige Debatte über die Sicherheit des Proof of Stake Netzwerks ausgebrochen. Der Entwickler Chase Wright hat eine Liste von Schwachpunkten veröffentlicht. Er sagte, dass er aus diesem Grund vorerst nicht auf ETH2 staken wird.

Der erste Punkt den Wright anspricht ist die Tatsache, dass die meisten Staker auf dem Medalla Testnet aufgrund eines Bugs Verluste gemacht haben. Der Bug ist zwar mittlerweile gefixt worden, allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass es auch auf dem Mainnet zu ähnlichen Vorfällen kommen. Bislang ist es noch nicht gelungen, einen Fork erfolgreich durchzuführen, um solche Fehler notfalls ungeschehen machen zu können.

Ein weiterer Punkt ist, dass alle Ethereum-Testnets sehr zentralisiert sind. Das hängt auch damit zusammen, welchen Client die Staker verwenden. Der bereits angesprochene Bug trat im Client von Prysmatic Labs auf, welcher von der Mehrheit der Staker verwendet wird. Auch die Tatsache dass Staker mindestens 32 ETH brauchen führt wohl dazu, dass sich viele zentralisierte Staking-Pools bilden werden.

Da Staking-Guthaben über eine eine One-way Bridge auf die Beacon Chain von ETH2 übertragen werden, können Staker ihr Geld nicht wieder zurückziehen, falls es zu Problemen kommen sollte. Wright möchte daher erst abwarten, ob die Beacon Chain fehlerfrei funktioniert. Er hält jedoch alle angesprochenen Probleme für lösbar.

DeFi Firewall: Verwahrungsdienst für institutionelle Anleger

Der Verwahrungsdienstleister Trustology hat ein neues Produkt angekündigt. Dank der “DeFi Firewall“ sollen Nutzer die hinterlegten Assets schnell und einfach zwischen verschiedenen DeFi-Pools hin und herbewegen können.

Trustology richtet sich damit vornehmlich an institutionelle Anleger, welche nicht mit der eigenständigen Verwahrung privater Schlüssel vertraut sind oder aus regulatorischen Gründen auf einen Verwahrungsdienst zugreifen können. Zudem verspricht Trustology, Transaktionen schneller und sicherer zu machen. Falls institutionelle Investoren einen Zugang zu DeFi erhalten können, würde dies einen massiven Zustrom an Kapital für den noch jungen Sektor bedeuten.

Marktbericht

DeFiPulse berichtet derzeit ein Total Value Locked (TVL) von 10,36 Mrd. USD (+11,4 %). Der DeFiPulse Index steht bei 95,27 (+10,5 %).

Nachdem DeFiPulse das TVL für Maker DAO aktualisiert hat, hat Maker mit 1,91 Mrd. USD den ersten Platz im Ranking eingenommen. Dahinter folgen derzeit Uniswap (1,86 Mrd, +6,9 %), Aave (1,38 Mrd., +3,0 %) und Curve Finance (1,31 Mrd. USD, +2,7 %).

Laut CoinMarketCap haben Yield Farming Plattformen ein TVL von 4,17 Mrd. USD.  Die größten Plattformen sind Uniswap (1,46 Mrd.), Curve Finance  (698 Mio.), SushiSwap (441 Mio.) und yearn.finance (370 Mio.).

Stand: 25. September 2020, 1:33 Uhr.