Die Blockchain Bill of Rights des WEF

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Das World Economic Forum, hat eine “Bill of Rights” für die Blockchain-Technologie erarbeitet. Die  Prinzipien zielen exklusiv Schutz der Nutzer ab. Jedoch bleibt die Blockchain Bill of Rights noch eine Willensbekundung.



Am 22. Mai 2020 veröffentlichte das World Economic Forum (WEF) ihre “Blockchain Bill of Rights”. Der Name borgt von der US-amerikanischen Bill of Rights, in der die Grundrechte der Bürger verankert sind.

Sheila Warren vom Weltwirtschaftsforum äußerte sich zur Veröffentlichung:



“Das Blockchain-Ökosystem benötigte eine Grundlage für die Rechte der Benutzer”

Die Forderungen der Blockchain Bill of Rights

Die Blockchain Bill of Rights stellt eine Liste von Forderungen (Presidio Principles) für Applikationen, die auf der Blockchain-Technologie aufbauen.

Demnach sollte ein Teilnehmer Zugang zu folgenden Informationen haben:

  • Wie ein Dienst betrieben wird
  • Verfügbarkeit des Quellcodes, der Regeln und Standards
  • Potenziellen Risiken und Vorteile der Verwendung der Blockchain-Technologie eines Dienstes
  • Die Verantwortung für die Service-Bereitstellung

Außerdem sollte ein Teilnehmer in der Lage sein:

  • Kryptografische Schlüssel zu erstellen, zu verwalten und zu speichern
  • Die Einwilligung für die zukünftige Datenerfassung zu widerrufen
  • Zugriff auf Informationen, um das Betreiben des Systems zu erleichtern
  • Die Daten gemäß international anerkannten technischen Sicherheitsstandards zu schützen
  • Tools von Drittanbietern zu überprüfen, ob die Vorgänge gemäß den Systemregeln abgeschlossen und bestätigt wurden. 

Tatsächlich zeige die Zustimmung aller Ratsmitglieder, dass ein  Werte-basiertes Dokument Brücken bauen kann. Darüber hinaus arbeitet das Forum mit führenden Vertretern zusammen, von Hyperledger über Ethereum bis hin zu Beratern. Folglich können diese Vertreter dann Entwicklern, Regierungen, Führungskräften helfen die Prinzipien umzusetzen.  

Early Adopters und Unterstützer

„Ich habe die Nominierung zur Co-Vorsitzenden des Global Blockchain Council angenommen“, erläuterte Elizabeth Rossiello, Geschäftsführerin von AZA Finance. „Weil ich glaube, dass trotz unterschiedlicher Philosophien die Blockchain-Community ein gemeinsames Gefühl hat”.

Die Grundsätze enthalten ein Menü mit Optionen, damit Organisationen oder Einzelpersonen Maßnahmen ergreifen können.

Die Entstehung dieser Idee kam während des ersten Treffens des Global Blockchain Council des Forums im Jahr 2019 auf. Die Inhalte wurde in Sitzungen auf der ganzen Welt entwickelt. Unter anderem auf dem Jahrestreffen in Davos 2020. Und zwar mit Mitgliedern der Blockchain-Community, Regierungen, Mitglieder der Zivilgesellschaft und Wirtschaftsführer.

“Als Treuhänder müssen wir die allgemeinen Zielen besser mit der Gesellschaft in Einklang bringen”, sagte Meltem Demirors, Chief Strategy Officer von CoinShares.

“Durch die Einbeziehung der Presidio-Grundsätze werden wir freiwillige Anlagerichtlinien für professionelle Vermögensverwalter einführen, die institutionelles Kapital in digitale Währungen und Blockchain-Netzwerke einteilen.”

Kritische Gespräche

“Da Open-Source- und dezentrale Systeme immer weiter voranschreiten, haben wir gesehen, wie schwierig es sein kann Richtlinien zu erstellen, die für verschiedene und sich entwickelnde Blockchain-Projekte gelten. Und die Teams dabei unterstützen, Probleme gemeinsam zu lösen”,

sagte Aya Miyaguchi, Executive Director von Ethereum Foundation. Weiter:

„Glücklicherweise und dank der harten Arbeit aller Beteiligten glaube ich, dass die Prinzipien einen Rahmen auf hoher Ebene bieten werden.  Diese kritischen Gespräche sollten  fortgesetzt werden.”

Joseph Lubin, Gründer von ConsenSys, klinkte sich ebenfalls ein:

„Dezentrale Protokolle sollen das Vertrauen und die Sicherheit durch Transparenz verbessern. […] Die Presidio-Prinzipien sind ein wertvoller nächster Schritt, um eine ökosystemweite Rechenschaftspflicht für diese Ziele zu schaffen.“

 

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Manfred interessiert sich schon seit einigen Jahren für den Krypto-Raum und setzt seine intensive Erfahrung im journalistischen Bereich mit unterschiedlichen Schwerpunkten um.

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