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Die WHO setzt in Afghanistan jetzt auf die Blockchain

2 min
Aktualisiert von Alexandra Kons
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IN KÜRZE

  • Die medizinische Versorgung in Afghanistan steht vor einigen Herausforderungen.
  • Die WHO plant den Einsatz der Blockchain-Technologie.
  • Und warum Fantoms Mainnet eine tragende Rolle spielt.
  • promo

Die WHO beklagt, dass die Mehrzahl, der in Entwicklungsländern im Umlauf befindlichen Medikamente, minderwertiger Qualität oder sogar gefälscht sind. In Afghanistan soll das Problem besonders gravierend sein. Deswegen setzt die WHO dort jetzt für die Qualitätssicherung im medizinischen Bereich auf die Blockchain-Technologie.
Das Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen (EASO) will herausgefunden haben, dass vor allem Afghanistans ländliche Bevölkerung nur unzureichenden Zugang zur grundlegenden medizinischen Versorgung haben. Der Bericht gibt einige Einblicke in die Lage vor Ort. So sollen lediglich 82,4 % der Afghanen weniger als 2 Stunden von einem Krankenhaus entfernt wohnen.

Die Blockchain-Technologie und das Tracking von Medikamenten

Hinzu kommt, dass ganze 20 % des Gesundheitssektors nicht über Elektrizität verfügt. Ferner sollen 40 % der Medikamente und medizinischen Geräte auf dem afghanischen Markt illegal sein. Die Lösung des Problems soll jetzt aus dem Krypto-Bereich kommen. Genauer gesagt, möchten die WHO und die afghanische Gesundheitsbranche mit einem ersten Blockchain-basieren Pilotprogramm starten. Das medizinische Tracking-Projekt wird im Hauptnetz von Fantoms Mainnet laufen. Michael Kong, der CIO von Fantom, erklärte heute gegenüber Forbes:
„Mit dem Ausbruch von COVID-19 haben wir eine plötzliche und dramatische Nachfrage nach medizinischen Produkten erlebt, was leider zu opportunistischen Kriminellen führt, die von der Katastrophe profitieren wollen. Seit 2018 haben wir einen Anstieg der Sicherstellungen von Virostatika um 18 % und der Sicherstellungen von Chloroquin um 100 % erlebt. Diese Probleme können durch die Einführung transparenter Lieferketten und der Technologie der verteilten Buchführung drastisch reduziert werden.“
Die Blockchain-Technologie.
Ein Bild von BeInCrypto.com

Intelligente Medizin auf dem Fantom Mainnet

Das Pilotprogramm sollte eigentlich längst starten. Doch die Corona-Krise machte dem afghanischen Gesundheitsministerium die Durchsetzung der Pläne schwer. Kong erläutert dahingehend:
„Da gefälschte Medikamente für Afghanistan ein riesiges Problem darstellen, unterzeichneten wir mit dem Gesundheitsministerium eine Absichtserklärung zur Durchführung eines Pilotprogramms – und organisierten mehrere Unternehmen zur Teilnahme an diesem Programm, um die Vorteile unserer Technologie unter Beweis zu stellen. Wir brauchten einige Monate, um dieses Pilotprogramm zu organisieren. Und es dauerte mehrere Monate länger, um das Programm zu beginnen. Leider wurde Afghanistan durch COVID-19 ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen, und infolgedessen kam es während der Pandemie zu Verzögerungen bei den medizinischen Transporten.“
Zunächst beschränkt sich das Pilotprojekt auf 80.000 Produkte. Fantom stellt Etiketten zur Verfügung, die an die teilnehmenden medizinischen Unternehmen vergeben werden. Der Scan der Etiketten ermöglicht dann das Tracking der Produkte. Die gescannten Daten werden über kryptografisches Verschlüsselungsverfahren und einem Zeitstempel auf der Fantom Blockchain gespeichert. Auf diese Weise können alle Beteiligten – nicht nur die Produzenten, sondern auch die Endkunden – die Authentizität der Medikamente und Geräte überprüfen.
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Alexandra Kons
Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.
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