Digitaler Euro: Eine von vier strategischen Prioritäten der EZB

Artikel teilen
IN KÜRZE
  • EZB-Vorstandsmitglied Fabio Panetta hat den Digitalen Euro zu einem der vier vorrangigen Themen der Bank erklärt.

  • Laut Panetta wird der digitale Euro der Schlüssel zur Befriedigung der Verbrauchernachfrage und zur Wahrung der Souveränität Europas sein.

  • Er lobte die CBDC als „einfaches, kostenloses, risikofreies und vertrauenswürdiges“ Zahlungsmittel für die gesamte Eurozone.

  • promo

    Weitere Nachrichten und Updates teilen wir in unserer Telegram Gruppe. Trete uns bei und erhalte täglich Handelsideen und Analysen zu Kryptowährungen!

Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Fabio Panetta, Vorstandsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), lobte den vorgeschlagenen digitalen Euro als „einfaches, kostenloses, risikofreies und vertrauenswürdiges digitales Zahlungsmittel“. Der digitale Euro soll in der gesamten Eurozone allgemein akzeptiert werden. Panetta sprach am 22. Oktober in Frankfurt über den digitalen Euro als eine von vier Schlüsselstrategien, die die EZB künftig verfolgen wird.



Zu diesen Strategien gehören die fortgesetzte Bereitstellung von Bargeld und die Weiterentwicklung der europaweiten Zahlungsinfrastruktur für Privatkunden. Aber auch die einheitliche Überwachung der elektronischen Zahlungstechnologie und eben der digitale Euro.

EZB auf dem Weg zur CBDC-Annahme

Panetta hielt auf der EZB-Konferenz einen Vortrag mit dem Titel „Ein neuer Horizont für europaweite Zahlungen und digitalen Euro“.

Panetta gab Einblicke in den laufenden Übergang des digitalen Zahlungsverkehrs in Europa und stellte fest, dass die Bargeldtransaktionen von 54 Prozent des gesamten Transaktionswerts im Jahr 2016 auf 48 Prozent im Jahr 2019 zurückgegangen sind.

Er enthüllte auch, dass bargeldlose Transaktionen im gleichen Zeitraum von 19 Prozent auf 24 Prozent im Volumen und von 39 Prozent auf 41 Prozent im Wert gestiegen sind. Diese Verschiebungen seien Teil einer wachsenden Zahl von Beweisen, die darauf hindeuten, dass Europa für die Zukunft eine neue Zahlungsstrategie braucht, die für die Verbraucher kostenlos und risikofrei ist.

Seiner Ansicht nach unterstreicht die wachsende Bedeutung bargeldloser Transaktionen die Notwendigkeit von Kartenzahlungssystemen, die nahtlos über Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Vor diesem Hintergrund geht Panetta davon aus, dass der digitale Euro, eine von der EZB vorgeschlagene digitale Währung der Zentralbank (CBDC), eine Schlüsselrolle spielen wird.

Panettas Kommentare spiegeln die Gedanken wider, die kürzlich von einer Reihe hochrangiger EZB-Führungskräfte geäußert wurden.

BeInCrypto berichtete im September, dass EZB-Präsidentin Christine Lagarde den digitalen Euro als mögliche Ergänzung zu Bargeld bezeichnete. Im Gespräch mit der deutsch-französischen Versammlung schlug Lagarde vor, dass das CBDC die Entstehung eines europäischen „digitalen Binnenmarkts“ erleichtern könne.

Panettas mahnt zur Vorsicht

Panetta wies darauf hin, dass der Weg zur Emission des digitalen Euro noch lange nicht abgeschlossen ist. Er betonte, dass dies zwar mehrere Vorteile bieten würde, aber auch Herausforderungen im Zusammenhang mit der Cybersicherheit und unbeabsichtigten Folgen für die Geldpolitik, die Banken und die Finanzstabilität der Eurozone mit sich bringen könnte.

Panetta skizzierte die Schritte, die die EZB unternimmt, um die potenziellen Risiken zu mindern:

Als Emittent unserer Währung prüft das Eurosystem sorgfältig die wirtschaftlichen, technologischen, gesellschaftlichen und strategischen Auswirkungen der möglichen Emission eines digitalen Euro. Wir haben kürzlich unseren Bericht über einen digitalen Euro veröffentlicht und eine öffentliche Konsultation eingeleitet.

Ferner möchte Panetta das Feedback prüfen und in die Entwicklung des digitalen Euros miteinbeziehen. So soll der digitale Euro perfekt zu den Bedürfnissen der Europäer passen.

Auch Japan arbeitet auf Hochtouren an der ersten eigenen CBDC, wie BeInCrypto kürzlich berichtete.

Auf Englisch geschrieben von David Hundeyin, übersetzt von Alexandra Kons

Haftungsausschluss

Alle auf unserer Website enthaltenen Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Die journalistischen Beiträge dienen nur allgemeinen Informationszwecken. Jede Handlung, die der Leser aufgrund der auf unserer Website gefundenen Informationen vornimmt, geschieht ausschließlich auf eigenes Risiko.
Share Article

I first got into crypto at the University of Hull in 2010 when my friend Jacky and I ironically bought a few bitcoin thinking of it as some kind of internet-joke-thing. We both got rid of it soon after, but while I totally forgot about it and focused on building a career in television, he kept an eye on the crypto scene and a few years later back home in Hong Kong, he made a small fortune investing in Ethereum. That showed me! These days in addition to my writing and television career, I am now a busy crypto advocate because I believe cryptocurrencies and blockchain technology are a key driver of Nigeria's technological transformation, contributing in no small measure to Africa's unique leapfrogging phenomenon. <a href="mailto:editorinchief@beincrypto.com">Email me!</a>

MEHR ÜBER DEN AUTOR