Ehemaliger nChain-CEO soll im Verfahren Kleiman gegen Wright aussagen – Vorladung jedoch fehlgeschlagen

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Die derzeitige Klage von David Kleiman gegen Craig S. Wright, den ehemaligen Geschäftspartner seines verstorbenen Bruders Ira Kleiman, nimmt weiterhin überraschende Wendungen. Kleiman gab vor Gericht an, dass einige Schlüsselpersonen, wie der ehemalige nChain-CEO Jimmy Nguyen zu eidesstattlichen Aussagen geladen werden sollten.



Nach den Dokumenten des Gerichts konnte der Kläger den jetzigen Präsidenten der Bitcoin Association und Verfechter von Bitcoin SV nicht ausfinding machen und ihm auch keine Vorladungspapiere zustellen.

So wie es aussieht, nimmt nChain eine wachsende Rolle in dieser Klage mit einem Streitwert von 1,1 Millionen BTC ein. Die Dokumente weisen darauf hin, dass der Kläger ein Rechtshilfeersuchen stellen wird. Damit sollen Dokumente von nChain beschafft werden, da Kleiman nach der Sichtung einiger von Wright eingebrachten Dokumente glaubt, dass nChain über einige Vermögenswerte Wrights verfügt.

Rechtsstreit noch lange nicht vorbei

Die Grundlage für diesen Rechtsstreit bilden die Vermögenspositionen von über einer Million Bitcoins, die teilweise der Kleiman-Familie zustehen. Allerdings gibt Wright weiterhin an, dass er keinen Zugriff auf diese Vermögenswerte hat, die treuhänderisch im so genannten “Tulip Trust” verwahrt werden, welchen Wright nicht kontrolliert.

Wie es aussieht, glaubt jedoch auch der Richter Bruce Reinhart nicht an Wrights Aussagen, da dieser sich in Widersprüche, gefälschte Dokumente und andere Anschuldigungen verstrickt hat. Wenn man betrachtet, dass es in dem Rechtsstreit um mehr als eine halbe Million Bitcoins mit einem Gegenwert von mehreren Milliarden US-Dollar geht, ist es natürlich verständlich, dass Wright nicht mit den privaten Schlüsseln des Tulip Trusts in Verbindung gebracht werden will.

nChain und dessen Rolle in dem Fall

nChain, das Unternehmen, welches Nguyen ehemals leitete, wurde von Wright gegründet. Tatsächlich war dieses Unternehmen ein wesentlicher Bestandteil von Wrights Arbeit in der Kryptowirtschaft. Dabei wurden 95% seiner Patente im Namen der nChain Holdings Ltd. eingereicht.

In dieser Hinsicht ist die Vermutung der Klageseite, dass nChain sich einige Vermögenswerte Wrights angeeignet haben könnte, auf keinen Fall weit hergeholt. Dies würde jedoch Wrights Aussage widersprechen, dass er jeglichen Zugriff auf den Tulip Trust verloren hat.

Nguyen könnte als ehemaliger CEO des Unternehmens sicherlich etwas Licht auf die Sache werfen, allerdings konnte er bislang nicht ausfindig gemacht werden. Das bedeutet jedoch nicht notwendigerweise, dass er sich auf der Flucht befindet, oder sich dem Gerichtsverfahren entziehen will, da Nguyen auf der Bühne der CoinGeek Conference am 20. Februar auftrat.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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