Bisher war Monero bei vielen Krypto-Nutzern so beliebt, weil hier Datenschutz und Privatsphäre großgeschrieben werden. Jetzt hat aber die Blockchain-Sicherheitsfirma CipherTrace ein neues Monero-Tracking-Tool auf den Markt gebracht. So sollen Monero Transaktionen nun rückverfolgbar sein. Das würde dem Bereich Datenschutz und Privatsphäre natürlich einen gehörigen Dämpfer verpassen.

Die US-Behörden interessieren sich für CipherTrace

Die Neuigkeiten rund um das neue Tool verbreitete CipherTrace am 31. August auf Krypto-Twitter:

CipherTrace kündigt die weltweit ersten Monero-Rückverfolgungsfunktionen für Anbieter von Strafverfolgungs-, Regierungs- und virtuellen Asset-Diensten an.

Das US-amerikanische Heimatschutzministerium (DHS) hat bereits angekündigt das neue Tool von CipherTrace für sich zu nutzen. Ferner ist genau diese US-Behörde die treibende Kraft hinter dem Tracking Tool. Denn das DHS hat die Entwicklung des forensischen Toosl für die Strafverfolgungs- und Regierungsbehörden in Auftrag gegeben. Nun ist es für die Strafverfolgungs- und Regierungsbehörden möglich die Monero-Transaktionsströme für strafrechtliche Ermittlungen zu visualisieren.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Die Entwicklung des Tacking Tools hat ein Jahr gedauert

In einer Pressemitteilung vom 31. August erklärt Dave Jevans, CEO von CipherTrace:

Monero (XMR) ist eine der datenschutzorientiertesten Kryptowährungen. Unser Forschungs- und Entwicklungsteam hat ein Jahr lang an der Entwicklung von Techniken gearbeitet, um Finanzermittlern Analysewerkzeuge zur Verfügung zu stellen. Es gibt noch viel zu tun, aber CipherTrace ist stolz darauf, die weltweit erste Monero-Tracing-Funktion bekannt zu geben. Wir sind dankbar für die Unterstützung der Direktion für Wissenschaft und Technologie des Heimatschutzministeriums bei diesem Projekt.

Zu dem Tool gehören die Features Transaktionssuche, -erkundung und -visualisierung für Monero-Transaktionsabläufe. Ferner unterstützt es Kryptowährungsbörsen, OTC-Handelsschaltern, Investmentfonds und Verwahrstellen dabei sicherzustellen, dass sie Monero nicht aus möglicherweise illegalen Quellen akzeptieren.

Zurückzuführen sind diese Bedenken darauf, dass laut CipherTrace rund 45% aller Darknet-Märkte Monero als Zahlungsmittel verwenden. Somit sollen die Strafverfolgungsbehörden mit dem Tool gewappnet sein, um Kriminelle besonders gut aufspüren zu können.

Wie sieht Moneros Zukunft aus?

Um selbst möglichst unbehelligt zu bleiben, verwendet das Tool Ringsignaturen für die Transaktionsmischung. Das heißt, dass das Tool es so aussehen lässt als würden viele Benutzer an einer Transaktion teilnehmen, sodass die wahre zu identifizierende Quelle geheim bleibt. Die Anwender des Tools schützen ihre Identität also.

In der Zukunft soll im Rahmen dieses Projekts aber noch einiges mehr kommen. Denn das Tool soll später die Grundlage für die zukünftige Implementierung von Clustering von Unternehmenstransaktionen sein. Ferner geht es um die Identifikation von Wallets und anderen Funktionen, die das Leben der Strafverfolgungsbehörden erleichtern soll.

Sollte sich das CipherTrace Tracking-Tool großflächig durchsetzen, werden die Monero Entwickler sicherlich mit einer passenden Gegenantwort punkten.