Die Ethereum Foundation gibt die Poseidon-Hashfunktion auf ihrer Basisschicht auf und wird auf Optionen wie SHA oder BLAKE umstellen, so Forscher Justin Drake.
Diese Veränderung passt Ethereums langfristige Pläne an, um künftige Quantencomputer widerstehen zu können. Drake verkündete die Entscheidung am 13. August. Damit endet eine achtjährige Forschungsphase.
Ethereum: Abschied von Poseidon für neue Post-Quanten-Sicherheit
Die Ethereum Foundation fördert seit 2018 „SNARK-freundliche Hashes“. Poseidon wurde 2019 eingeführt und entwickelte sich zum führenden SNARK-freundlichen Hash.
Allerdings sagte Drake, dass „bahnbrechende SNARK-Designs“ die Annahme in Frage stellen, dass spezialisierte SNARK-freundliche Hash-Funktionen wie Poseidon notwendig seien.
„Gängige traditionelle Hash-Funktionen wie SHA2 und BLAKE2s können jetzt bei SNARKs mit Poseidon mithalten. Rückblickend war nicht der SNARK-freundliche Hash entscheidend, sondern vielmehr der hash-freundliche SNARK“, sagte er.
Die Veränderung erfolgt durch neue Beweissysteme auf Binärfeldern, die direkt mit den bitweisen Vorgängen traditioneller Hashes arbeiten. Ältere Systeme arbeiteten mit großen Primzahlen, dadurch waren diese Vorgänge aufwendig darzustellen.
Drake würdigt die Binius-Forschung von Benjamin Diamond und Jim Posen aus 2023. Diese passte Beweistechniken an, um Standard-Hashes effizient zu nutzen, unterstützt durch weitere Arbeiten wie Flock.
Er erklärte, dass sich etwa eine Million traditionelle Hash-Vorgänge pro Sekunde auf einem Laptop beweisen lassen, nur rund 100-mal langsamer als direkt auf einer CPU gerechnet.
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Gründe gegen riskantere Strukturen
Drake erläuterte die Sicherheitsüberlegungen unter minimalen Annahmen und argumentierte, dass einfache Hashes Ethereum eine stabile Basis für Jahrzehnte bieten. Zudem hätten riskantere Ansätze Rückschläge erlebt.
„Da Künstliche Intelligenz immer besser in der Kryptanalyse wird, zahlt sich die vorsichtige Entscheidung gegen riskantere Strukturen wie Gitter und Isogenien sichtbar aus. Die letzten Wochen waren hart. Der gitterbasierte Signaturalgorithmus ‚HAWK‘ und der isogeniebasierte Algorithmus ‚SQIsign‘, beide aus NISTs Runde 3, haben Rückschläge erlitten. Vertrauenswürdige Quellen sagen, dass noch mehr Probleme kommen werden“, ergänzte er.
Dieser Ansatz macht es zudem unnötig, mehrere Jahre abzuwarten, bis Poseidon die Kryptanalyse besteht. So kann die Einführung beschleunigt werden. Der aktuelle Plan empfiehlt eine produktionsreife leanVM für 2027. Konsens-, Daten- und Ausführungs-Layer könnten 2028 folgen.
Der Schritt macht Poseidon nicht überflüssig und bestehende Projekte müssen nicht migrieren. Es handelt sich um einen geplanten Wechsel im Layer 1 von Ethereum, der künftig getestet wird, sofern Standard-Hashes diese Vorteile bei wachsendem System beibehalten.
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