Der oberste Sicherheitschef von Binance sagt, dass Quantencomputer derzeit keine unmittelbare Gefahr für Krypto-Halter darstellen. Seiner Meinung nach sind es vor allem Phishing, Schadsoftware und gestohlene Zugangsdaten, die aktuell Vermögenswerte stehlen.
Jimmy Su, Sicherheitschef bei Binance, äußerte sich dazu in einer Frage-und-Antwort-Runde des Unternehmens zum Thema Quantencomputing.
Was Binance als tatsächliche Gefahr für Kryptowährungen sieht
Su sprach eine häufige Sorge an, dass Quantencomputer bereits die Verschlüsselung von Blockchains brechen könnten. Er sagte, dass die Technik noch nicht weit genug entwickelt ist, um aktuell eine unmittelbare Gefahr für die Vermögenswerte der Nutzer zu sein.
„Quantencomputing ist ein echtes langfristiges Sicherheitsproblem, aber es ist keine unmittelbare Gefahr für Ihre Kryptowährung heute. Wichtig ist, dass wir uns darauf vorbereiten, bevor sich das ändert“, sagte er.
Seiner Aussage nach sind die größten Risiken die, mit denen Nutzer bereits täglich konfrontiert sind.
„Die Bedrohungen, die Ihre Kryptowährung heute am wahrscheinlichsten stehlen, sind weiterhin Dinge wie Phishing, Schadsoftware, Social Engineering, kompromittierte Zugangsdaten und schlechte Wallet-Sicherheit – nicht Quantencomputer“, so Su weiter.
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Wo Kryptowährungsverluste im Jahr 2026 herkamen
Daten aus der ersten Jahreshälfte 2026 bestätigen Sus Einschätzung. Angreifer nutzen weiterhin Schwächen im Betrieb, kompromittierte Infrastruktur und menschliche Fehler, statt Quanten-Sicherheitslücken.
Das Blockchain-Analyse-Unternehmen TRM Labs verzeichnete etwa 972 Millionen USD, die durch 207 Angriffe in der ersten Jahreshälfte 2026 gestohlen wurden.
Der größte Anteil des Geldes ging auf Infrastruktur- und betriebliche Kompromittierungen zurück. Sie sorgten für etwa 76% der Verluste, obwohl sie nur etwa 15% der Vorfälle verursachten.
Daten von SlowMist zeigen ebenfalls, wo Angriffe auf Kryptowährungen am häufigsten vorkommen. Es zeigte sich, dass Schwachstellen in Smart Contracts und Logik die meisten Vorfälle ausmachten. Der zweite Platz ging an kompromittierte Private Keys und Zugangsdaten. Angriffe auf Lieferketten belegten den dritten Platz.
Die Daten unterstreichen dieselben alltäglichen Gefahren, die auch Su nannte, und nicht Quantencomputer. Daher empfahl er, dass Nutzer weiterhin grundlegende Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit Kryptowährungen beachten sollten. Dazu gehören unter anderem:
- Die sichere Aufbewahrung von Wiederherstellungsphrasen und privaten Schlüsseln.
- Verwendung von vertrauenswürdiger Wallet-Software.
- Schnelles Installieren von Software- und Sicherheitsupdates.
- Begrenzte Wiederverwendung von Adressen, sofern möglich.
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