Die US-Notenbank hat die Leitzinsen am 18. März bei 3,50% bis 3,75% belassen. Damit zeigt sie sich vorsichtig, da geopolitische Spannungen und anhaltende Inflation den geldpolitischen Ausblick erschweren.
Das FOMC erklärt, die wirtschaftliche Aktivität bleibe „solide“, während die Inflation weiterhin „etwas erhöht“ ist.
Die Entscheidungsträger weisen jedoch ausdrücklich auf den Nahost-Konflikt als neue Unsicherheitsquelle hin und betonen, dass seine wirtschaftlichen Folgen noch unklar sind.
Ein abweichendes Mitglied stimmte für eine Zinssenkung. Das zeigt, dass sich innerhalb der US-Notenbank neue Meinungsverschiedenheiten abzeichnen.
Die Entscheidung entspricht den Markterwartungen und unterstreicht: Die US-Notenbank hat es nicht eilig, die Geldpolitik zu lockern.
Steigende Ölpreise im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt könnten die Inflation weiter anfachen und schränken damit die Möglichkeiten der Notenbank ein, in nächster Zeit Zinsen zu senken.
Zudem könnten hohe Energiekosten das Wirtschaftswachstum bremsen, sodass die Notenbank zwischen verschiedenen Risiken abwägen muss.
Für die Kryptomärkte bedeutet das weiterhin Druck. Ein Zinsumfeld mit „länger höheren“ Zinsen stärkt normalerweise den US-Dollar und verknappt die Liquidität.
In der Vergangenheit waren solche Bedingungen bärisch für Bitcoin und Krypto. Allerdings kann geopolitische Instabilität und eine durch Öl getriebene Inflation das Narrativ von Bitcoin als Absicherung gegen makroökonomische Unsicherheit wieder stärken.
In Zukunft werden Trader weniger auf die heutige Entscheidung als auf den Ausblick achten. Da die kriegsbedingte Volatilität steigt und weiter Inflationsrisiken bestehen, bleibt der Weg zu Zinssenkungen im Jahr 2026 zunehmend unsicher.