Fractional Stablecoins: Die beste Kombination aller Stablecoins?

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IN KÜRZE
  • Vor welchen Problemen steht der Markt der Stablecoins?

  • Wie lassen sich diese Probleme lösen?

  • Und welches Potenzial haben Fractional Stablecoins?

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Der Markt der Stablecoins steht vor großen Herausforderungen. In den letzten Jahren konnten wir beobachten, wie sich verschiedene Arten von Stalbecoins entwickelt haben. Es gibt gesicherte Stablecoins, algorithmische Stablecoins und einige Zwischenvarianten. Und genau um eine der Zwischenvarianten geht es: Fractional Stablecoins.

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Eine Lösung für diese Herausforderungen des Stablecoin-Marktes versprechen Fractional Stablecoins. Sie sind eine völlig neue Form von Stablecoins und Kryptowährungen. Ein Fractional Stablecoin ist ein Stablecoin, der auf zwei Arten abgesichert ist: einerseits durch finanzielle Sicherheiten und andererseits durch algorithmische Verfahren. Mit anderen Worten: nur ein Bruchteil des Gesamtangebots ist durch monetäre Sicherheiten gedeckt! Dadurch, dass der Absicherungsgrad weniger oder gleich 100% beträgt, muss der Stablecoin nur mit einem Bruchteil an realen Dollars oder Kryptowährungen abgesichert werden.

Diese Methode verbessert die Kapitaleffizienz, da weniger Dollar als nicht nutzbare Sicherheiten benötigt werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels liegt z.B. das Sicherheitenverhältnis von Frax seit mehreren Monaten bei 80-85 %. Die anderen ~15 % werden durch einen nicht stabilen Governance-Token namens FXS gesichert.

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Die vielfältigen Variationen dieses Modells

Es gibt viele Varianten des Fractional Stablecoin-Modells. Dazu gehören die teilweise Unterlegung mit Liquidität oder die Zulassung von Rückkäufen. Der Grundgedanke ist jedoch immer derselbe: der Herausgeber des Stablecoins bringt mehr Token im Umlauf als Sicherheiten zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass es nicht möglich wäre, jeden einzelnen Stablecoin-Token gleichzeitig gegen echtes Geld einzulösen. Es gäbe einfach nicht genügend finanzielle Reserven, um echtes Bargeld auszugeben.

Nahezu alle Fractional Stablecoins enthalten daher algorithmische Mechanismen, die durch wirtschaftliche Anreize Bank-Runs verhindern sollen. Diese Mechanismen werden auch als Algorithmic Market Operations Controllers (AMOs) bezeichnet. Steigt z. B. der Preis über 1 US-Dollar, produzieren die AMO-Systeme neue Stablecoins, bis der Preis wieder bei 1 US-Dollar liegt. Ist der Stablecoin dagegen zu hoch abgesichert, funktioniert der Prozess umgekehrt: die verfügbaren Stablecoins oder Token werden verbrannt und es werden Sicherheiten zurückgegeben. Seit seiner Einführung ist das AMO-Fractional-Stablecoin-Modell der einzige Fractional Stablecoin, der seine 1-US-Dollar-Bindung beibehält.

Die AMOs investieren auch in Protokolle wie Aave, Compound und Yearn (sowie in Stake-Pools wie StakeDAO und Convex). Investierte Sicherheiten können sofort und ohne Wartezeit ausgezahlt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Stablecoin stabil bleibt und genügend USDC zur Verfügung stehen, um einen “Bank Run” zu verhindern. AMOs stärken den Coin, indem sie Liquidität bereitstellen, Erträge erzielen und die Kursbindung stärken. Vergleichbar ist dieser Prozess mit dem Verdienst von Banken bei Krediten und Investitionen.

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Wie funktionieren diese AMOs?

AMOs können am besten mit Entscheidern im traditionellen Finanzsystem verglichen werden. Der AMO, ein programmierter Smart Contract, entscheidet, wie die Geldmenge eines Stablecoins am besten angepasst werden muss, um den Wechselkurs bei Anstieg oder Rückgang stabil zu halten.

Ein AMO ist ein dezentrales und autonomes Instrument, das über die Geldpolitik für eine Währung entscheidet. AMOs bieten Skalierbarkeit des Algorithmus und ermöglichen Dezentralisierung und Transparenz für das Absicherungsmodell. Eine Stablecoin-Lösung, die nicht komplett durch andere Währungen abgesichert werden muss, könnte schneller eine Akzeptanz im breiten Markt bekommen. Im Gegenzug dazu ist ein Stablecoin, der vollständig abgesichert ist, durch die Fähigkeit des Emittenten begrenzt, entsprechende Finanzmittel zur Absicherung zu beschaffen.

Ein AMO, der die Geldpolitik zuverlässig steuern kann, ist eine praktikable Alternative zu den heutzutage in Regierungen üblichen zentralisierten Organisation. Der Einsatz eines Algorithmus würde die Politik aus dem Prozess der Geldpolitik ausschließen und menschliche Fehler oder Manipulationen unmöglich machen. Somit wären die drei häufigsten Probleme der traditionellen Finanzstrukturen eliminiert.

AMOs im Detail

Bei zentralisierten Stablecoins wie Tether und USDC werden alle Entscheidungen zur Geldpolitik intern vom Herausgeber des Stablecoins getroffen. Im Zuge der Dezentralisierung sollte diese Aufgabe einem Smart Contract übertragen wird. Der AMO verändert das im Umlauf befindliche Angebot des Stablecoins so, dass der Preis auf dem angestrebten Niveau bleibt.

Um eine dezentralisierte Kontrolle über den Wechselkurs und die im Umlauf befindliche Menge an Coins zu ermöglichen, muss es eine Form von externem Anreiz geben. Anleger können damit dazu bewegt werden, den Stablecoin zu verkaufen, der dann verbrannt wird und somit den Preis reduziert oder ihn zu kaufen, um den Preis zu erhöhen. Dieser externe Anreiz kommt in Form eines Seigniorage-Tokens. Stablecoins im Seigniorage-Stil sind so konzipiert, dass sie über eine flexible Geldmenge verfügen, die von AMOs gesteuert wird, indem sie automatisiert Tokens eines Stablecoins kauft und verkauft. Diese Tokens geben oft eine einlösbare Anleihe oder einen Coupon aus, um einen Anreiz für die Käufer zu schaffen, den Stablecoin zu kaufen, wenn dieser unter den Nennwert fällt. Infolgedessen bleibt der Tokenpreis in der Nähe des beabsichtigten Wechselkurses. Dieser einlösbare Token wird als Seigniorage-Token bezeichnet.

Ein Bild von BeInCrypto.com

Seigniorage-Token: Mitsprache bei Fractional Stablecoins

Seigniorage-Token werden nicht nur dazu verwendet, das Angebot zu vergrößern und zu verkleinern, um damit den Preis in der Nähe der festgelegten Schwelle zu halten. Sie dienen weiterhin auch als Governance-Token für Entscheidungen, die der DAO-Governance-Struktur  vorgelegt werden. Der Seigniorage-Token fungiert als “Stimme” in der Governance-Struktur der DAO. Er gibt den Nutzern des Protokolls ein Mitspracherecht bei zukünftigen Entscheidungen, die über den weiteren Weg des Fractional Stablecoins bestimmen.

AMOs haben vier Schlüsselfunktionen, die sie in Abhängigkeit ihres Absicherungsgrades erfüllen. Dieses Verhältnis bezieht sich auf die Menge an Sicherheiten, die pro Stablecoin-Einheit vorhanden ist.

Zum Beispiel hat ein Stablecoin, der 0,50 US-Dollar Sicherheiten für jede 1 US-Dollar Einheit hat, ein Verhältnis von 50%. Das Absicherungsverhältnis wird vom AMO angepasst, um eine Arbitragemöglichkeit für Token-Inhaber zu schaffen. Betrachten wir dies einmal praktisch im folgenden Beispiel:

Der Stablecoin wird mit X bezeichnet. Der zugehörige Seigniorage-Token trägt die Bezeichnung Y. Das Absicherungsverhältnis wird abgekürzt mit AV

Absicherung reduzieren: Wenn der Preis von X über 1 USD liegt, wird das AV gesenkt.

Dies wird dadurch erreicht, dass den Inhabern von Y überschüssige Sicherheiten angeboten werden, die sie dann gegen Y einlösen können. Bei Einlösung verbrennt der AMO die entsprechende Anzahl Y. Dies erhöht den Wertzuwachs für die Inhaber von Y.

  • Gleichgewichtszustand: Beibehaltung des AV, da der Preis von X gleich 1 USD ist. Dies ist der Idealzustand.
  • Absicherung erhöhen: Wenn der Preis von X unter 1 USD liegt, wird die das AV erhöht.

Dies wird erreicht, indem den Nutzern ein Bonus von 0,20 % auf die Ausgabe eines Seigniorage- Tokens angeboten wird, um einen Anreiz für die Bereitstellung von mehr Sicherheiten zu schaffen.

  • Ungenutzte Sicherheiten sinnvoll einsetzen

Ungenutzte Sicherheiten werden in zahlreichen Protokollen angelegt, um Zinsen/Renditen zu erwirtschaften. Die Gewinne werden in das Protokoll reinvestiert.

Was macht fraktionierte algorithmische Stablecoins so besonders?

Stablecoins sind ein sicherer Hafen in den unruhigen Gewässern des Krypto-Marktes.

Geldanlage in Stablecoins stellt eine stabile und sichere Alternative zu volatilen Kryptowährungen dar. Durch die Möglichkeit, Stablecoins in dezentralen Finanzanwendungen zu staken und damit hohe Rendite zu erwirtschaften, sind Stablecoins im Krypto-Ökosystem noch wichtiger geworden. Dieser Umstand hat bei vielen Investoren zu einem Umdenken hinsichtlich Investitionen in Kryptowährungen geführt. AMOs wirken dabei wie dezentrale Marktstabilisatoren und können die Rolle einer Algorithmus-gesteuerten Zentralbank übernehmen. Durch eine verlässliche Anpassung der Geldmenge ermöglichen sie eine komplett neue Strategie der Finanzstabilität. Nicht nur in Krypto, sondern auch in anderen Bereichen wie den Kreditmärkten, entstehen immer mehr dieser kapitaleffizienten Stabilitätsmechanismen.

Mit Stablecoins können Anleger größere Beträge halten und Gewinne generieren. Damit entziehen sie sich der Volatilität des Marktes, bleiben aber auf der Chain. Zuvor waren Anleger gezwungen, Vermögenswerte in eine FIAT-Währung zu verkaufen, um ihr Investment gegen die Volatilität des Krypto-Marktes abzusichern. Der Verbleib auf der Chain bedeutet flexiblere und schnellere Transfers, niedrigere Gebühren und geringere regulatorische Barrieren.

Dezentrale Stablecoins werden dazu beitragen, mehr Stabilität in Finanzsystemen zu schaffen. Sie sind die Antwort auf die Volatilität in Krypto-Märkten und machen sie zu einer wirklich stabilen Zahlungsmethode. Mit all den oben genannten Eigenschaften sowie mit seiner Dezentralität, seiner echten Stabilität und seiner Skalierbarkeit werden fraktionierte algorithmische Stablecoins die Zukunft des dezentralen Finanzwesens sein.

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Travis Moore ist ein Angel-Investor, Programmierer, Unternehmer und CTO von Frax, dem weltweit ersten fraktionierten algorithmischen Stablecoin, der teilweise durch Sicherheiten gedeckt und algorithmisch stabilisiert wird. Frax ist quelloffen und ohne Erlaubnis, was der Zukunft des dezentralen Finanzwesens einen wirklich vertrauenswürdigen, skalierbaren und stabilen Vermögenswert verleiht. Moore ist auch Mitbegründer der Blockchain-basierten Wissensdatenbank Everipedia. Moore hat einen Triple-Major der UCLA in Neurowissenschaften, Biochemie und Molekular-, Zell- und Entwicklungsbiologie. Seine Leidenschaften sind künstliche Intelligenz und Blockchain-Technologie, von denen er glaubt, dass sie die beiden Branchen sind, die die Welt im kommenden Jahrzehnt am stärksten beeinflussen werden.

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