FTX entfernt Maker-Gebühren für den Rest des Jahres

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IN KÜRZE
  • Die Krypto-Börse FTX spezialisiert sich insbesondere auf den Handel mit Derivaten.

  • Die Börse hat sich in den letzten Monaten sehr stark entwickelt.

  • Nun schafft sie bis zum Ende des Jahres alle Maker-Gebühren ab.

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Die Handelsplattform FTX hat angekündigt, bis zum Ende des Jahres 2020 keine Maker-Gebühren mehr zu erheben.



FTX spezialisiert sich mit ihren Handelsmöglichkeiten auf Krypto-Derivate. In diesem Sektor ist sie eine der weltgrößten Krypto-Börsen.

FTX hat sich rasant entwickelt

In einem Twitter-Thread blickt Sam Bankman-Fried auf die jüngste Entwicklung der Börse zurück. Er lobt Verbesserungen der User Experience auf der Plattform, eine Verdoppelung der Nutzerbasis in den letzten neun Monaten, sowie die erste erfolgreiche IEO auf der Plattform.



In diesem Monat konnten die Nutzer von FTX den Token der dezentralen Handelsplattform Serum (SRM) erwerben. Der Verkaufspreis für einen Token lag bei gerade einmal 0,11 USD. Der Einstiegspreis nach der Kotierung auf FTX lag allerdings weit höher. Zur Stunde wird SRM für einen Preis von 1,52 USD gehandelt.

Allzeit-Kursverlauf von SRM. Quelle: Tradingview.

Neben SRM hat FTX in den letzten Wochen noch weitere DeFi-Tokens gelistet, unter Anderem Solana (SOL), Compound (COMP), yearn.finance (YFI), und Balancer (BAL). Die Börse listet die Tokens dabei meist zunächst nur für den Spot-Handel und fügt später weitere Handelsmöglichkeiten hinzu, wie Perpetual Contracts, Quartals-Futures und die sehr beliebten Leverage Tokens, die eine Erfindung von FTX sind.

Maker- und Taker-Gebühren erklärt

Schließlich kündigte Bankman-Fried an, dass FTX bis zum Ende des Jahres keine Maker-Gebühren mehr erheben wird.

Maker-Gebühren fallen bei Krypto-Börsen immer an, wenn ein Nutzer ein Handelsgebot erstellt, welches nicht sofort ausgeführt und daher in das Auftragsbuch der Handelsplattform eingetragen wird. Die Ersteller dieser Handelsgebote tragen damit zur Liquidität der Börse bei. Aus diesem Grund sind die Maker-Gebühren in der Regel geringer als die Taker-Gebühren, welche die Börse für Handelsgebote erhebt, welche sofort zum Marktpreis ausgeführt werden und damit die Liquidität verringert.

Bis zum Ende des Jahres wird FTX nun überhaupt keine Maker-Gebühren mehr erheben. Damit ist die Plattform allerdings keinesfalls die günstigste Börse für Derivate. Viele Handelsplattformen haben sogar negative Maker-Gebühren. Damit sollen Nutzer dazu angehalten werden, Liquidität eher bereitstellen als von der Plattform abzuziehen.

Mit der vorherigen Basisrate von 0,02 % (Maker) und 0,07 % (Taker) rangiert FTX im Vergleich mit anderen Derivat-Plattformen eher am oberen Bereich, was Gebühren angeht. Viele andere Krypto-Börsen haben negative Maker-Gebühren von bis zu -0,025 %.

Als Faustregel gilt: Je kleiner die Plattform, desto niedriger die Maker-Fees und desto höher die Taker-Fees. Allerdings sind Gebühren nicht der einzige Faktor, der bei der Auswahl von Krypto-Börsen eine Rolle spielen sollte. Gerade die kleineren Börsen sind nur wenig vertrauenswürdig.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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