Galaxy Digital hat rund 45.000 Ethereum (ETH) im Wert von über 100 Millionen USD auf drei Krypto-Börsen verschoben. Diese Überweisung weckt neue Bedenken wegen institutionellem Verkaufsdruck auf die zweitgrößte Kryptowährung.
Doch Daten auf der Blockchain zeichnen ein anderes Bild. Aktive Adressen, Börsenbestände und institutionelle Akkumulation zeigen strukturelle Stärke.
Hinter Galaxy Digitals 45.000-ETH-Überweisung
Laut Daten von Lookonchain haben zwei Wallets von Galaxy Digital 45.000 ETH über mehrere Überweisungen auf Binance, Bybit und OKX eingezahlt.
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Einzahlungen auf Börsen deuten normalerweise auf möglichen Verkaufsdruck hin, sie bestätigen jedoch allein keinen Verkauf. Diese Überweisungen könnten zudem auf Kundenaufträge zurückgehen und nicht unbedingt eine eigene Investition anzeigen.
Dies erfolgt zudem in einer Zeit, in der Ethereum weiteren Marktproblemen begegnet. Der Kurs ist laut BeInCrypto Markets innerhalb eines Tages um 4% gesunken, aktuell liegt ETH bei 2.288 USD.
On-Chain-Daten zeichnen ein anderes Bild
Trotz Zuflüssen und des schwächeren ETH-Kurses zeigen mehrere Indikatoren eine bullische Perspektive. Nach Zahlen von CryptoQuant liegen die ETH-Bestände auf Börsen aktuell bei etwa 14,5 Millionen Token, das ist der niedrigste Stand seit 2016. Seit dem 19. April wurden über 331.000 ETH von Börsen abgezogen, was den Galaxy-Zufluss deutlich übersteigt.
Zudem ist die Akkumulation durch institutionelle Halter stark. BitMine hat in der vergangenen Woche 101.901 ETH akkumuliert, das ist der höchste Wert in einer Woche im Jahr 2026.
US-Spot-ETH-ETFs verzeichnen laut SoSoValue drei grüne Wochen in Folge mit Zuflüssen. Die Kombination aus Fondsnachfrage und sinkendem Angebot an Börsen absorbiert weiter verfügbare Token.
Auf der Seite des Netzwerks hat ein Analyst zudem eine wachsende Diskrepanz zwischen ETH-Kurs und Netzwerkaktivität festgestellt. Der gleitende 100-Tage-Durchschnitt der aktiven Adressen liegt gerade auf einem Rekordniveau mit etwa 587.000 Adressen.
„Der stetige Anstieg des 100-Tage-SMA der aktiven Adressen ist ein klarer Hinweis auf steigende fundamentale Nachfrage, eine zunehmende Adaption der Blockchain und ein äußerst dynamisches Ökosystem”, schrieb CryptoOnchain . „Aus Sicht der On-Chain-Analyse deutet diese auffällige Abweichung darauf hin, dass Ethereum aktuell unterbewertet sein könnte.”
Abgesehen von speziellen Ethereum-Faktoren deuten übergeordnete Marktsignale darauf hin, dass Investoren langsam wieder in den Kryptomarkt einsteigen. Binance verzeichnete im März und April nahezu 6 Milliarden USD an Stablecoin-Zuflüssen.
Zudem ist der Crypto Fear and Greed Index innerhalb eines Monats von 12 auf 47 gestiegen, das spricht für ein stärkeres Markt-Sentiment.
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