Ein US-Bundesrichter hat am 28.4.2026 den Antrag von Sam Bankman-Fried auf einen neuen Prozess abgelehnt. Damit scheiterte der frühere FTX-Chef mit dem Versuch, seinen Strafprozess auf Basis angeblich neu entdeckter Beweise neu aufzurollen.
US-District-Richter Lewis Kaplan verkündete die Entscheidung in New York, wo er Bankman-Frieds Prozess im Jahr 2023 leitete. Bankman-Fried wurde wegen des Zusammenbruchs von FTX verurteilt und später zu 25 Jahren Haft verurteilt.
Der Antrag wurde auf Grundlage von Regel 33 gestellt. Diese Regel erlaubt es Angeklagten, einen neuen Prozess zu fordern, wenn es neue Beweise gibt. Bankman-Fried argumentierte, die Jury habe kein vollständiges Bild über die Finanzen von FTX erhalten. Er verwies unter anderem darauf, dass die Börse Vermögenswerte gehabt habe, mit denen Kunden zurückgezahlt werden könnten.
Außerdem meinte er, dass Beweise über die Beteiligung von Anwälten an FTX-Entscheidungen seine Aussage gestützt hätten, er habe in gutem Glauben und nicht mit krimineller Absicht gehandelt.
Trotzdem lehnte Kaplan den Antrag ab, selbst nachdem Bankman-Fried versuchte, ihn zurückzuziehen. Bankman-Fried hatte behauptet, der Richter werde die Entscheidung nicht objektiv treffen.
Damit bleibt Bankman-Fried als hauptsächlicher Weg zur Anfechtung der Verurteilung nur die umfassendere Berufung beim Second Circuit.





