Goldman Sachs meint, dass die weltweiten Aktienkurse auch im Jahr 2026 weiter steigen. Die Bank erwartet eine Rendite von elf Prozent in den nächsten zwölf Monaten – Dividenden sind schon dabei gerechnet. Dieser Anstieg soll durch Gewinnwachstum und ein breites Wirtschaftswachstum unterstützt werden.
Weil sich die traditionellen Märkte weiter nach oben bewegen, stellt sich eine wichtige Frage: Werden digitale Werte wie Krypto den Aktien folgen oder einen eigenen Weg gehen?
SponsoredGoldman Sachs: Weltweite Aktien – das ist die Prognose für 2026
Goldman Sachs’ Prognose für den weltweiten Aktienmarkt im Jahr 2026 zeigt, dass viele wichtige Indizes weiter steigen könnten. Im Bericht steht, dass die Weltwirtschaft im nächsten Jahr in allen Regionen wachsen soll. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte laut Schätzungen um 2,8 Prozent steigen.
Die US-Notenbank wird voraussichtlich zudem ihre Geldpolitik etwas lockern. Das schafft ein gutes Umfeld für die Wirtschaft. Peter Oppenheimer, der weltweite Aktienstratege bei Goldman Sachs Research, meint, dass ein größerer Einbruch an den Aktienmärkten eher unwahrscheinlich ist – solange es keine Rezession gibt.
„Wir denken, dass die Renditen im Jahr 2026 stärker durch tatsächliches Gewinnwachstum getrieben werden und weniger durch höhere Bewertungen. Die 12-Monats-Prognosen unserer Analysten zeigen, dass die Aktienkurse – nach Marktkapitalisierung gewichtet – um neun Prozent steigen und mit Dividenden elf Prozent Rendite bringen könnten, gemessen in USD (Stand: 6. Januar 2026). Die meisten Gewinne entstehen durch steigende Erträge”, schrieb Oppenheimer in einem Beitrag.
Allerdings meint die Bank auch, dass die Aktiengewinne im Jahr 2026 nicht so stark ausfallen wie beim deutlichen Anstieg im Jahr 2025. Das zeigt, dass das Wachstum wahrscheinlich gemächlicher ablaufen wird.
Sponsored Sponsored„Obwohl die Aktienmärkte 2025 eine starke Entwicklung zeigten, verlief der Anstieg nicht gradlinig. Anfang des Jahres hinkten die Kurse hinterher. Der S&P 500 machte zwischen Mitte Februar und April eine Korrektur von fast 20 Prozent durch, bevor er sich wieder erholte. Die starke Rallye weltweit hat dazu geführt, dass die Bewertungen in allen Regionen historisch hoch sind – nicht nur in den USA, sondern auch in Japan, Europa und den Schwellenländern”, heißt es im Bericht.
Der Bericht nennt als Ziele für die wichtigsten Indizes: 7.600 für den S&P 500 (das entspricht einer Gesamtperformance von elf Prozent), 625 für den STOXX 600 (sieben Prozent Rendite), 3.600 für den japanischen TOPIX (vier Prozent Rendite) und 825 für den MSCI Asia Pacific ex-Japan (zwölf Prozent Rendite).
Laut Analyse befinden sich Aktien derzeit in einer Phase des Optimismus im Marktzyklus. Diese begann mit dem Bärenmarkt während der Corona-Pandemie im Jahr 2020. Dieses späte Zyklusstadium ist gewöhnlich mit steigenden Bewertungen verbunden, was laut dem Team auf mögliche Chancen oberhalb der Hauptprognosen hindeutet.
Im Bericht wurde auch das wachsende Interesse an Aktien rund um künstliche Intelligenz (KI) angesprochen. Die Analysten sehen, dass die Aufmerksamkeit für KI hoch bleibt. Sie betonen aber, dass dies nicht unbedingt auf eine KI-Blase hinweist.
Sponsored SponsoredHängt der Bitcoin-Kurs Anfang 2026 noch mit dem S&P 500 zusammen?
Während sich die traditionellen Aktienmärkte auf weiteres Wachstum im Jahr 2026 vorbereiten, schauen viele jetzt darauf, wie sich der Kryptomarkt entwickeln wird. Bitcoin, die größte Kryptowährung, zeigt meist eine positive Verbindung zum S&P 500. Dennoch gab es auch Zeiten, in denen Bitcoin einen eigenen Weg ging.
Ein Blick auf die Daten des letzten Jahres zeigt, dass laut CryptoQuant die Verbindung zwischen BTC und dem S&P 500 meistens positiv blieb. Allerdings wurde die Korrelation kurz zwischen September und Oktober sowie auch im November und zweimal im Dezember negativ.
Sponsored„In der zweiten Hälfte von 2025 sank die Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 stark. Das war keine kurzfristige Abweichung, sondern die Folge von grundlegenden Veränderungen im Marktverhalten”, merkte ein Analyst an.
Der Analyst nennt dafür mehrere Gründe:
- Spot-Bitcoin-ETFs haben die Nachfrage vom kurzfristigen Handel zu strategischen Zuflüssen verlagert.
- Risiken durch zu hohe Hebel an den Derivatemärkten sind zurückgegangen, weil die BTC-besicherten Positionen gesunken sind.
- Makro-Liquidität floss in Rohstoffe und Edelmetalle statt in Krypto.
- Trader, die Aktien und Krypto kurzfristig handeln, haben den Krypto-Markt verlassen. Übrig blieben vor allem langfristige Halter.
- Der Kurs von Bitcoin wird stärker von internen Angebotsfaktoren beeinflusst als von Stimmung an den Aktienmärkten.
Laut aktuellen Daten von CryptoQuant ist die Korrelation wieder negativ und liegt bei minus 0,02 zum Zeitpunkt des Schreibens. Das bedeutet, dass Bitcoin Anfang 2026 nicht wie eine risikoreiche Aktie gehandelt wird.
Trotzdem haben sich die Zusammenhänge in früheren Zyklen immer wieder verändert. Daher ist es möglich, dass der Bitcoin-Kurs erneut enger an die Aktienmärkte gekoppelt wird. Falls es einen anhaltenden Anstieg an den Aktienmärkten gibt, könnte das auch dem Bitcoin-Kurs helfen. Dann würde ein allgemeines Interesse an risikoreichen Anlagen sich erneut positiv auf Bitcoin auswirken.