Warum Intel-Aktie heute ein neues Allzeithoch erreicht

Die Intel-Aktie erreichte am 24. April ein neues Allzeithoch, da Investoren nun klar erkennen, dass das Unternehmen offenbar von der KI-Dynamik profitiert.

Die Aktie sprang um mehr als 24 % auf rund 83 USD im frühen Handel, übertraf damit ihr Dotcom-Hoch aus dem Jahr 2000 und erhöhte Intels Marktkapitalisierung auf über 416 Milliarden USD.

Der Kursanstieg erfolgte nach besser als erwarteten Quartalszahlen und einem Ausblick, der zeigt, dass die Nachfrage nach Intels Server-CPUs schneller steigt als von Analysten angenommen.

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Intel Aktienkurs-Chart (wöchentlich)
Intel Aktienkurs-Chart (wöchentlich). Quelle: Google Finance

KI-Nachfrage verschiebt sich zurück zu CPUs

Der wichtigste Treiber ist eine Veränderung bei der KI-Infrastruktur. Die erste Phase der KI-Dynamik konzentrierte sich auf GPUs und wurde von Nvidia angeführt.

Nun wechseln mehr KI-Modelle von der Trainingsphase in die Anwendung, wobei CPUs eine größere Rolle übernehmen.

Intel erklärte, dass die Nachfrage von KI-Serviceanbietern im ersten Quartal so stark war, dass das Unternehmen Chips verkaufte, die zuvor abgeschrieben wurden.

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Finanzchef David Zinsner sagte, das begrenzte Angebot habe Intel zudem ermöglicht, die Preise zu erhöhen und älteren Lagerbestand zu verkaufen, mit dessen Absatz das Unternehmen nicht gerechnet hatte.

Das veränderte die Sicht der Investoren auf Intel. Sie sehen das Unternehmen nun als direkten Profiteur von KI-Anwendungen, in denen Modelle Nutzeranfragen beantworten und komplexere Aufgaben übernehmen.

Quartalszahlen treiben die Rallye an

Intel meldete einen Umsatz von 13,58 Milliarden USD im ersten Quartal, über den Schätzungen von 12,42 Milliarden USD. Die Datenzentrum- und KI-Sparte erzielte 5,1 Milliarden USD und lag damit ebenfalls über den Erwartungen.

Der Ausblick war sogar noch wichtiger. Intel erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz zwischen 13,8 Milliarden und 14,8 Milliarden USD, während Analysten mit 13,07 Milliarden USD rechneten.

Analysten reagierten schnell: Mindestens 23 Brokerhäuser erhöhten nach Vorlage der Zahlen ihr Kursziel, wobei HSBC auf die hohe Nachfrage nach Intels Xeon-Server-CPUs hinwies.

Kann die Rallye anhalten?

Die Rallye könnte anhalten, wenn Intel nachweist, dass diese Nachfrage nachhaltig ist. Das Tesla-14A-Fertigungsabkommen und die wachsende Nachfrage nach KI-CPUs stärken das Narrativ für einen gelungenen Umschwung.

Allerdings wird die Aktie aktuell mit rund dem 90-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt und liegt damit deutlich über AMD und Nvidia. Daher besteht wenig Spielraum für Enttäuschungen.

Intel hat aktuell eine starke Dynamik. Um diese zu halten, muss das Unternehmen zeigen, dass der aktuelle Kursanstieg der Beginn eines anhaltenden KI-getriebenen Wachstums ist und nicht nur das Ergebnis eines einmaligen Lagerabbaus und steigender Preise.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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