Die thailändische Polizei hat ein Krypto-Geldwäsche-System aufgedeckt, bei dem die Wallet eines Verdächtigen mehr als 122,5 Millionen USD aus Liebesbetrügereien verarbeitet hat. Dies geschah im Rahmen einer globalen INTERPOL-Aktion.
Die internationale Polizeiorganisation führte die Operation First Light 2026 vom 15. Januar bis 30. April durch. Sie richtete sich gegen Social-Engineering-Betrügereien und die Geldwäsche, die solche Betrügereien ermöglicht.
INTERPOL: Weltweite Betrugsbekämpfung deckt 142.000 Opfer auf
Laut einer Pressemitteilung erstreckte sich die internationale Anti-Betrugs-Operation über 97 Länder und Gebiete. Dabei wurden 5.811 Verdächtige festgenommen und rund 293 Millionen USD an illegalen Erlösen gesichert.
Ermittler identifizierten mehr als 142.000 Opfer und sperrten 31.014 Bankkonten, die mit Betrug in Verbindung standen. Zudem wurden 23.715 Fälle gelöst und 99 Mitteilungen und Fahndungsaufrufe veröffentlicht.
INTERPOL erklärte, die Aktion zeige deutlich, dass Social-Engineering-Betrügereien und Finanzbetrug ein ernstzunehmendes, grenzüberschreitendes Risiko darstellen. Dadurch sind Menschen, Unternehmen und Regierungen weltweit betroffen.
„Social-Engineering-Betrügereien bleiben eine gravierende Bedrohung für unsere Gesellschaft. Kriminelle Banden nutzen menschliche Psychologie aus, um ihre Opfer zu manipulieren, und kein Land ist sicher, solange Länder nicht gemeinsam ausgerüstet und entschlossen gegen diese Taten vorgehen”, sagte Tomonobu Kaya, Direktor des INTERPOL Financial Crime and Anti-Corruption Centre, .
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Krypto-Geldwäsche im Mittelpunkt einer globalen Aktion
Die Aktion brachte zudem mehrere wichtige Fälle ans Licht. In Thailand nahm die Polizei zwei Verdächtige fest, die mit einer Krypto-Geldwäsche in Verbindung standen. Die Gelder stammten aus Liebesbetrügereien.
Die Betreiber nutzten Cross-Chain-Token-Swaps, um Spuren zwischen verschiedenen Blockchains zu verwischen. Ein Verdächtiger, 20 Jahre alt, kontrollierte eine Wallet, die in 10 Monaten mehr als 122,5 Millionen USD verarbeitete, wie Ermittler mitteilen.
In Palau rückten Beamte 22 Personen aus, die mit betrügerischen Zentren in Hotels in Verbindung standen. Hier wurden unter anderem Krypto und illegale Glücksspielseiten genutzt. Ermittlungen erstreckten sich über mehrere Länder.
In Eswatini verhaftete die Polizei 82 Personen und zerschlug ein Netzwerk, das illegales Glücksspiel, Geldwäsche und Betrug mit falscher Identität betrieb. Behörden in Singapur und Oman verhinderten mit I-GRIP eine Überweisung von 6,6 Millionen USD, die mit einer betrügerischen Geschäfts-E-Mail in Verbindung stand.
Die Fälle zeigen, dass Kryptowährungen eine immer größere Rolle in länderübergreifenden Betrugs- und Geldwäscheplänen spielen. Sie verdeutlichen auch, wie wichtig internationale Zusammenarbeit ist, um illegale Gelder aufzuspüren, kriminelle Netzwerke zerschlagen und Betrügereien zu stoppen, die sich über verschiedene Regionen erstrecken.
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