Kanadische Bank beschlagnahmt 3.000 USD von Scam-Opfer

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IN KÜRZE
  • Dem in Toronto ansässigen Justin Smith wurden von seiner Bank ohne seine Zustimmung 3.000 USD von einem seiner Konten abgebucht.

  • Das „Right of Setoff“ ist ein nahezu unbekannte Bankprinzip der Scotiabank, das der Bank das Eigentumsrecht an allen Geldern der Einleger überträgt.

  • Mit Hilfe dieser Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank ist die Bank in der Lage, alle ihr Schulden legal einzuziehen.

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Die kanadische Scotiabank hat sich selbst zu 3.000 USD von einem ihrer Kundenkonten verholfen, nachdem er einem „Stellenvermittlungsbetrug“ zum Opfer gefallen war.



Justin Smith aus Toronto, ein langjähriger Kunde von Tangerine, der Online-Tochtergesellschaft der Scotiabank, hat über seine Tortur mit der Bank in einer Story gesprochen, die einer der Gefahren des Fiat-Banking im Vergleich zu Kryptowährungen veranschaulicht.

CBC News berichtete, dass Smith kürzlich einem raffinierten Rekrutierungsbetrug zum Opfer fiel, bei dem er versehentlich einen gefälschten Scheck im Wert von 3.000 USD einzahlte.



Als Smith erkannte, dass er betrogen worden war und die Bank über die Angelegenheit informierte, berief sich die Bank auf eine wenig bekannte Klausel in ihren Geschäftsbedingungen, um den Betrag von einem separaten Konto Smiths abzuziehen.

CBC Marketplace erklärt:

Ein Mann aus Toronto fiel einem Scam zum Opfer, war aber noch schockierter, als seine Bank, Tangerine, etwa 3000 USD von seinem Konto abhob, um den Verlust der Scammer auszugleichen.

Smiths Betrugsalptraum

Der Ärger begann, als Smith von Scammern kontaktiert wurde. Die Betrüger überzeugten Smith davon, dass er eine Stelle für die Dateneingabe von zu Hause aus bei dem Einzelhandelsunternehmen Sobey’s bekommen hätte.

Er erhielt einen überzeugend aussehenden Arbeitsvertrag zusammen mit einem ungedeckten Scheck über 3.495 Kanadische Dollar und der Anweisung, eine Zahlung an eine Firma namens Tech Insight Services zu leisten, die angeblich die Ausrüstung liefern sollte.

Als Smith den Scheck einreichte, sah er echt genug aus, um sogar die Bank zu täuschen, die den Betrag seinem Konto gutschrieb. Smith schickte dann die angeforderte Zahlung von 3.000 USD an die Betrüger. Dann erhielt er eine weitere Zahlungsanforderung über 3.500 USD, was erste Zweifel bei ihm aufkommen ließ. Er setzte sich mit der Bank in Verbindung, um sie über seinen Verdacht zu informieren, aber zu diesem Zeitpunkt war es bereits zu spät. Die Bank konnte die Überweisung in Höhe von 3.000 USD nicht mehr rückgängig machen.

Zu diesem Zeitpunkt, so Smith, habe Tangerine ihn dann gebeten, die 3000 USD mit Geld von seinen anderen Konten bei der Bank zu decken. Er weigerte sich, dies zu tun, und dann nahm die Bank griff trotzdem einfach auf das Geld zu und belastete sein steuerfreies Konto mit 3.000 USD ohne seine Zustimmung.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Betrügerische Fiat-Einlagen gehören der Bank

Smiths Albtraum-Geschichte ist allerdings nicht nur ein Sinnbild für Benachteiligung der Kunden im traditionellen Bankwesen, sondern auch keineswegs selten. In seinem Fall wird die Klausel in den Geschäftsbedingungen seines Kontos, die es der Bank diese Handhabung erlaubte, „Right of Setoff” genannt.

Dabei handelt es sich um ein Prinzip, das besagt, dass Kundengelder auf einem Bankkonto in Wahrheit der Bank gehören und der Kunde in Wirklichkeit ein Gläubiger der Bank ist. Dies bedeutet dann, dass die Bank im Falle einer Schuld gegenüber der Bank diese Schuld mit den Geldern des Kunden, die bei ihr hinterlegt sind, verrechnen kann.

Das „Recht auf Verrechnung“ und die damit verbundenen Verletzungen der Kundenprivatsphäre stehen in scharfem Kontrast zur Realität der Verwahrung von Kryptowährungen, bei der niemand außer dem Walletbesitzer Zugriff zu den Geldern auf dem Wallet hat, solange er die kryptographischen Schlüssel sicher aufbewahrt. 

Auf Englisch geschrieben von David Hundeyin, übersetzt von Maximilian Mußner.

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