Kenia kommt der offiziellen Regulierung des digitalen Asset-Sektors näher, nachdem die öffentlichen Konsultationen zu den vorgeschlagenen Regeln für Krypto-Unternehmen abgeschlossen wurden.
Am 11. April hat das Finanzministerium bekannt gegeben, dass es die Rückmeldungen der Beteiligten zum Entwurf der Virtual Asset Service Provider (VASP)-Regulierung erhalten hat. Dieser Schritt bringt das Land der Einführung des gesetzlichen Rahmens für Krypto-Geschäfte ab 2025 näher.
Kenia plant strengere Regeln für Krypto-Unternehmen
Die Regeln werden Lizenzanforderungen und aufsichtliche Standards für Unternehmen, die mit Kryptowährungen, tokenisierten Vermögenswerten und Stablecoins arbeiten, festlegen.
Das vorgeschlagene System nennt Zugangsvoraussetzungen für Betreiber, darunter Eignungstests für Eigentümer, Kapitalanforderungen und Vorgaben zur Unternehmensführung. Es regelt zudem Pflichten beim Risikomanagement und bei der Einhaltung von Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche.
Die Behörden in Kenia wollen auch den Schutz der Verbraucher verschärfen. Dazu zählen verpflichtende Offenlegungen, transparente Preisgestaltung und Schutz für Kundengelder im Kryptobereich.
Der Rahmen führt Regeln zum Marktverhalten ein, die Manipulation und Insidergeschäfte verhindern sollen. Zudem wird eine sorgfältige Prüfung bei der Listung von Vermögenswerten und die laufende Überwachung des Handels vorgeschrieben. Unternehmen müssten über regelmäßige Berichte, Prüfungen und Vorgaben zur Cybersicherheit verfügen, die eine Kontrolle sowohl vor Ort als auch aus der Ferne vorsehen.
Die Zentralbank und die Kapitalmarktbehörden sollen gemeinsam die Aufsicht über den Kryptosektor übernehmen.
Das Vorgehen Kenias zur offiziellen Kontrolle passt zu einer allgemeinen globalen Entwicklung unter Regulierungsbehörden, die branchenspezifische Regeln festlegen und gleichzeitig Raum für Innovation bewahren wollen.
Das Finanzministerium teilte mit, dass im nächsten Schritt die Rückmeldungen geprüft und der Entwurf weiter angepasst wird, bevor die endgültigen Regeln verabschiedet werden. Das Ergebnis wird maßgeblich bestimmen, wie Unternehmen in einen der reiferen Fintech-Märkte Afrikas einsteigen und dort arbeiten können.
„Kenia baut einen verlässlichen Rahmen, der Innovation und finanzielle Stabilität in Einklang bringt”, teilte die Finanzbehörde mit.
Die Konsultationen erfolgen, während die Nutzung digitaler Vermögenswerte in Afrika rasant zunimmt. Laut Ripple gibt es auf dem Kontinent hohe Transaktionskosten, Verzögerungen bei grenzüberschreitenden Überweisungen und oft keinen Zugang zu stabilen Fremdwährungen.
Deshalb greifen immer mehr Menschen in Afrika auf kryptobasierte Lösungen für Zahlungen und zum Sparen zurück.
Daher zählt das subsaharische Afrika inzwischen zu den am schnellsten wachsenden Kryptomärkten. Das Volumen der Transaktionen hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen.





