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Krypto-Markt am Scheideweg: Kühlt die Inflation ab?

3 min
Von Ali Martinez
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IN KÜRZE

  • Die Januarzahlen des Verbraucherpreisindex (CPI) werden heute mit Spannung erwartet.
  • Im Monatsvergleich wird ein Anstieg des Gesamtverbraucherpreisindex um 0,5 % erwartet, während die Jahreszahl auf 6,2 % soll.
  • Für Aktien- sowie Kryptomärkte sind die heutigen Zahlen von entscheidender Bedeutung.
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Diese Woche bringt einen vollen Terminkalender mit sich, wobei für die Aktienmärkte sowie Krypto vor allem eines wichtig: die Inflationszahlen.

Die heutige Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex (CPI) der USA für Januar durch das Bureau of Labor Statistics wird mit Spannung erwartet. Besonders nachdem Jerome Powell, Vorsitzender der Federal Reserve, eine disinflationäre Phase in der US-Wirtschaft bestätigt hatte.

Inflationsdaten werden voraussichtlich Aktien- als auch Krypto beeinflussen

Ökonomen zufolge ist für Januar im Vergleich zum Vormonat mit einem Wachstum des Verbraucherpreisindex um 0,5 % zu rechnen. Gegenüber den letzten Monaten würde dies einen deutlichen Anstieg darstellen. Am vergangenen Freitag veröffentlichte das Bureau of Labor Statistics eine überarbeitete Version der saisonalen Daten. Dieser Korrektur zufolge verzeichnete die Gesamtinflation vergangenen Dezember anstelle eines monatlichen Rückgangs von – 0,1 % einen Anstieg von 0,1 %.

Den Bloomberg-Konsensschätzungen zufolge wird die jährliche Gesamtinflationsrate trotz des erwarteten monatlichen Anstiegs voraussichtlich von 6,5 % im Vormonat auf 6,2 % sinken.

Für den Kernverbraucherpreisindex (KVPI), einen der wichtigsten von der Federal Reserve beobachteten Indikatoren, wird ein Anstieg um 0,4 % im Laufe des Monats prognostiziert. Diese Rechnung klammert die volatilen Komponenten Lebensmittel und Energie aus. Auf Jahresbasis erwarten Ökonomen einen Rückgang des KVPI auf 5,5 % – etwas weniger als die 5,7 % im Dezember.

12-Monatschart VPI USA
Ein Bild von Bls.gov

Politische Entscheidungsträger konzentrieren sich stärker auf die Kerninflation, da sie einen differenzierten Blick auf wichtige Inputs, wie den Wohnungsbau, ermöglicht. Die Gesamtinflation hingegen wurde in diesem Jahr weitgehend von den volatilen Energiepreisen beeinflusst. Für den FED-Vorsitzenden Powell ist die Inflation auf dem Immobilienmarkt ein entscheidender Faktor bei der Festlegung des Zinspfades. Diese blieb im Verlauf des letzten Jahres jedoch hartnäckig hoch.

Wie Powell kürzlich in einem Interview in Washington D.C. erklärte, rechne er erst ab Mitte des Jahres mit rückläufigen Zahlen:

“Einigen Erwartungen zufolge sollte die Inflation schnell und schmerzlos verschwinden; ich denke jedoch nicht, dass dieser Fall garantiert ist. Es wird einige Zeit dauern.”

CPI, PPI und weitere Finanzberichte

Der am Mittwoch anstehende Bericht der Regierung über die Einzelhandelsumsätze wird voraussichtlich eine anhaltende Stärke der Verbraucherausgaben zeigen. Am Donnerstag wird schließlich die Wall Street mit der Veröffentlichung des Erzeugerpreisindex (PPI) auch die Inflation auf der Großhandelsebene messen können.

Nachdem der PPI im Dezember um 0,5 % zurückgegangen war, dürfte er im Januar verglichen mit dem Vormonat um 0,4 % gestiegen sein. Auf Jahresbasis erwarten die Ökonomen einen Rückgang von 6,2 % im Dezember auf 5,4 % im Januar.

Erzeugerpreisindex Monatschart USA
Ein BIld von Bls.gov

Für die Einzelhandelsumsätze wird im Januar eine Erholung um 1,9 % gegenüber dem Vormonat erwartet, nachdem sie im Dezember um 1,1 % gesunken waren.

Marktüberblick

Trotz eines starken Starts in das Jahr 2023 verzeichneten US-Aktien sowie Krypto in der vergangenen Woche die bis jetzt schlechtesten Zahlen des Jahres. Der S&P 500 schloss mit – 1,1 %, der Dow Jones Industrial mit – 0,2 %, der Nasdaq Composite mit – 2,4 % und Bitcoin mit – 5,05 %.

Die Analysten der Bespoke Investment Group stellten fest:

“Angesichts der starken Rallye zu Beginn des Jahres war eine Abkühlung des Marktes unvermeidlich, und die haben wir diese Woche bekommen.”

Die starke Erholung von Krypto und anderen Vermögenswerte im Dezember ist vor allem auf den Optimismus der Anleger zurückzuführen. Diese hofften, die Federal Reserve würde die Zinserhöhungen früher als erwartet aussetzen. Regierungsvertreter und Strategen behaupten jedoch weiterhin, dass die Aufregung um eine mögliche Zinswende verfrüht sei.

Anleger werden die VPI-Daten für Januar genau beobachten, da sie ihnen eine Idee über den Kurs der Wirtschaft geben werden. Sollten die Daten niedriger als erwartet ausfallen, könnte dies auf eine Verlangsamung der Wirtschaft hindeuten. Für Aktien und Krypto wären die Auswirkungen dementsprechend negativ. Sind die Daten hingegen besser als erwartet, könnte dies ein Zeichen für zunehmendes Wirtschaftsmomentum sein – positiv für Aktien und Kryptowährungen.

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Leonard Schellberg
Leonard Schellberg stieß im Jahr 2021 auf das Thema Kryptowährungen. Nachdem er sich ein fundiertes Wissen über den breiten Kryptomarkt angeeignet hatte, entwickelte er eine besondere Begeisterung für die Möglichkeiten der Distributed Ledger Technologie und Smart Contracts. Darüber hinaus hegt er ein großes Interesse für das globale Finanzsystem, Makroökonomie und Krypto-Trading. Noch während Leonard im Frühling 2022 seinen Bachelor in Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaften an der...
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