Strategy hat den größten Bitcoin-Kauf seit über einem Jahr gemacht und 34.164 BTC für 2,54 Milliarden USD zu einem Durchschnittspreis von 74.395 USD gekauft.
Durch diesen Schritt besitzt das Unternehmen nun insgesamt 815.061 BTC und bleibt damit der größte institutionelle Bitcoin-Halter.
Executive Chairman Michael Saylor hat den Kauf einen Tag vorher wie üblich mit einem Chart-Post auf X angekündigt. Die Märkte sahen dies als erneutes Signal zur Akkumulation – und sie lagen damit richtig.
Strategy kauft nahe den Ausbruchsniveaus
Der Zeitpunkt fällt auf. Der Bitcoin-Kurs lag zuletzt nahe an Strategy’s durchschnittlichem Einstiegspreis von etwa 75.500 USD, das Unternehmen bewegt sich also fast am Break-even-Punkt.
Strategy hat ein Muster, an wichtigen Kursmarken einzusteigen, statt auf große Rücksetzer zu warten. Zudem ist dieser Zukauf auch deutlich größer als zuletzt. In der Woche davor kaufte Strategy rund 1 Milliarde USD an BTC, eine Woche zuvor etwa 330 Millionen USD.
Dieses höhere Tempo zeigt, dass die Überzeugung auf dem aktuellen Kursniveau wächst.
Eine aktuelle Analyse von Coinbase zeigt, dass große, regelmäßige Käufer wie Strategy das verfügbare Angebot an Bitcoin verringern. Coins werden vom Markt genommen und langfristig gehalten, sodass das Angebot am Markt sinkt.
Gerade wenn Bitcoin sich nahe an einem technischen Ausbruch befindet, wird dieser Effekt wichtiger. Selbst kleinere Käufe können dann den Kurs weiter nach oben treiben, was auch Momentum-Trader und systematische Fonds anzieht.
Mit dem aktuellen Kauf hat Strategy über 34.000 BTC in nur einer Woche akkumuliert. Zum Vergleich: Miner erzeugen etwa 450 BTC pro Tag. Das Unternehmen hat also in einem Schritt mehr als das Doppelte von zwei Monaten neuer Coins gekauft.
Bitcoin-Angebotsverknappung: Mit Grenzen
Dennoch ist die Wirkung nicht garantiert.
Coinbase weist darauf hin, dass der Kurseffekt durch große Käufer geringer ausfallen kann, wenn der Markt die Käufe bereits erwartet oder Nettoabflüsse bei ETFs, Derivate-Handel oder makroökonomische Faktoren stärker wirken.
Strategy verknappt das Angebot also eher im Hintergrund. Besonders stark wirkt dies, wenn die Marktbedingungen bereits bullisch sind.
Strategy finanziert die Zukäufe weiterhin über Kapitalprogramme, unter anderem mit der STRC-Vorzugsaktie. Das Unternehmen hat immer noch deutliche Möglichkeiten, Kapital zu beschaffen, und kann daher weiter akkumulieren.
Mit mehr als 815.000 BTC auf der Bilanz rückt Strategy stetig dem langfristigen Ziel von 1 Million BTC näher.





