Miko Matsumura: Kein Krypto-Wilder Westen mehr, in diesem Zyklus zahlt sich anderes Verhalten aus

  • Die Pionierphase von Krypto ist nach Erreichen zentraler Ziele vorbei, so Matsumura
  • Bärenmarkt ist willkommen, aber Memecoin-Strategien greifen in diesem Zyklus nicht
  • Chancen jetzt: In Volkswirtschaften des globalen Südens und für einzelne KI-Gründer
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Nach Ansicht von Miko Matsumura, Managing Partner bei Gumi Cryptos Capital, ist die wilde Anfangszeit von Krypto vorbei. Die Branche hat ihre wichtigsten Ziele erreicht, da sich institutionelle Strukturen etablieren.

Matsumura begrüßt den aktuellen Bärenmarkt, warnte jedoch, dass diesmal anderes Muster belohnt werden als in vorherigen Zyklen. Entwickler, die weiterhin auf das bekannte Memecoin-Prinzip setzen, werden zurückbleiben, da neues Kapital und strengere Regulierung kommen.

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Die Branche hat gewonnen: Miko Matsumura ist überzeugt

In einem Interview mit BeInCrypto auf der NBX-Konferenz in Warschau sagte Matsumura, dass Krypto bereits die strukturellen Erfolge eingefahren hat.

„Ich glaube, wir haben im Grunde gewonnen. Wir haben im Grunde alles bekommen, was wir wollten.”

Er teilte diesen Erfolg in drei Bereiche ein und verglich Krypto-Sektoren mit klassischen Aufgaben im Finanzwesen.

„Ich denke, die Notenbank ist gelöst, das ist Bitcoin. Ich denke, die Investmentbank ist gelöst, das ist Ethereum. Ich denke, die Retailbank ist gelöst.”

Für die Aufgaben der Retailbank werden voraussichtlich mehrere Blockchains zuständig sein, wobei Base und Solana um diese Schicht konkurrieren.

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Nach seiner Meinung ist die Einführung von Regulierung ein weiterer Beweis dafür, dass die Branche das Ziel erreicht hat. Jetzt geht es darum, Krypto auf das Tausendfache zu vergrößern, statt es neu zu definieren.

BeInCryptos Jakub Dziadkowiec spricht mit Miko Matsumura auf der NBX 2026 in Warschau, Polen
BeInCryptos Jakub Dziadkowiec spricht mit Miko Matsumura auf der NBX 2026 in Warschau, Polen

Dieser Bärenmarkt unterscheidet sich von den vorherigen

Miko Matsumura beschreibt sich selbst als Nettoakkumulator und begrüßt niedrigere Kurse. Allerdings betont er, dass der nächste Anstieg nicht die Taktiken von gestern belohnen wird.

„Ich glaube nicht, dass dies wie die bisherigen Bärenmärkte ist, denn wir wechseln von der Pionierphase in die traditionelle Phase. Menschen werden nicht dafür belohnt, wenn sie einfach das Gleiche machen wie beim letzten Mal.”

Er spricht offen über die Spekulation mit Memecoins als Weg zu schnellem Reichtum.

„Ich glaube nicht, dass es so läuft, dass man einfach einen neuen Memecoin aufbaut und dann reich wird. So wird es nicht mehr sein.”

Er betont außerdem, dass die tiefsten Phasen eines Bärenmarkts meist die Entwickler mit der höchsten Überzeugung belohnen. Neue Teilnehmer und schärfere Regeln werden definieren, was in diesem Zyklus als erfolgreiche Strategie gilt.

Wo die nächsten Chancen liegen

Miko Matsumura sieht zugleich in stark wachsenden Volkswirtschaften in Lateinamerika und Nigeria neue Chancen für Krypto. Einzelgründer, die KI-Tools nutzen, um ihre Kosten niedrig zu halten, stechen zudem heraus, sagt er.

„Sie müssen im Bärenmarkt weiterbauen, aber Sie müssen wirklich etwas verändern, unterschiedliche Dinge erschaffen und praktische Lösungen entwickeln, die Probleme lösen.”

Matsumura nennt Mut, Neugier und Überzeugung als Eigenschaften, die Gründer in diesem Zyklus mitbringen sollten. Der Aufbau von Anwendungen sollte wichtiger sein als das Fundament erneut zu legen, betont er.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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