Peter Schiff hat erneut Kritik an Strategy und deren Bitcoin-Akkumulation geübt. Seiner Ansicht nach hat der wachsende Anteil des Unternehmens am Umlaufangebot den Bitcoin-Kurs bislang nicht gestützt.
Der langjährige Gold-Befürworter meldete sich von außerhalb der Bitcoin-2026-Konferenz in Las Vegas zu Wort. Er erklärte, seine Verkaufsempfehlung aus dem vergangenen Jahr sei durch einen starken Kursrückgang bestätigt worden.
Ein Jahr Kaufen, Ein Jahr fallender Kurse
Schiff zeigte einen deutlichen Unterschied zwischen dem Akkumulationstempo von Strategy und der Entwicklung des Bitcoin-Kurses in den vergangenen zwölf Monaten auf. Das Unternehmen hielt beim Vegas-Event im Vorjahr 2,76% des gesamten Bitcoin-Umlaufangebots. Nun besitzt es 3,9%, was einer Steigerung des Marktanteils um 40% entspricht.
Diese zunehmende Dominanz konnte den Markt jedoch nicht stabilisieren. Zum Zeitpunkt der Rede von Schiff auf der Veranstaltung im Jahr 2025 lag der Bitcoin-Kurs bei etwa 110.000 USD. Seitdem ist die Kryptowährung auf etwa 76.000 USD gefallen, ein Rückgang um 30%. Der Kursverfall hat die Debatte über die sogenannte Death Spiral erneut entfacht, die Schiff seit Monaten thematisiert.
Schiff verfolgt die Bitcoin-Konferenz von zu Hause
Auffällig ist, dass der Ökonom Peter Schiff nach seinem Verkaufshinweis im Jahr 2025 dieses Jahr nicht teilnimmt. Er setzt seine Kritik am Treasury-Modell von Strategy fort, das eine zentrale Rolle bei der Rekord-Akkumulation von Bitcoin des Unternehmens spielt.
Gleichzeitig hält Bitwise-CIO Matt Hougan daran fest, dass Strategy weiterhin der wichtigste Treiber hinter der jüngsten Bitcoin-Rallye sei, und verweist dabei auf deren ehrgeizige, durch Schulden finanzierte Akkumulationsstrategie.
Schiff wies zudem auf eine Veränderung der Konferenz-Narrative hin. Im vergangenen April standen Bitcoin-Treasury-Produkte im Mittelpunkt der Diskussion, während der Kurs seinem Höchststand entgegenging. In diesem Jahr liegt der Fokus auf digitalem Kredit, der nach Einschätzung von Schiff ebenfalls zusammenbrechen werde.
Der Akkumulationswettbewerb zwischen Strategy und Konkurrenten wie Bitmine hat bisher ebenfalls keinen Kursboden bewirkt. Der Rückgang beim Bitcoin-Kurs hat den gesamten Markt belastet. Analysten haben ihre Q2-Prognose für den Coin gesenkt.
Vom Treasury-Kritiker zu Ponzi-Vorwürfen
In den vergangenen Wochen hat Schiff seine Skepsis weiter verschärft. Er bezeichnete das STRC-Vorzugsaktien-Produkt von Strategy als das weltweit größte Ponzi-System. Außerdem forderte er Michael Saylor zu einer Debatte heraus, nachdem er Bitcoin in sozialen Medien als „Shitcoin“ bezeichnet hatte.
Er stellte den Bitcoin-Haltern eine direkte Frage mit Blick auf die Tagung im kommenden Jahr.
„Wenn Strategy bis zur nächsten Konferenz 5% des Umlaufangebots besitzt, warum sollte der Bitcoin-Kurs nicht weiter fallen?“
Schiff präsentierte diese Frage als Test der Akkumulations-These. Die kommenden zwölf Monate könnten die Diskussion entscheiden. Strategy wird voraussichtlich weiter kaufen.
Ein stärkerer Kursrückgang könnte den Verschuldungsgrad von Strategy und das Treasury-Unternehmensmodell, das diesen Zyklus prägt, unter Druck setzen.





