Nach Krypto-Crash: SEC-Chef Gary Gensler startet Untersuchung gegen FTX

IN KÜRZE
  • Der Vorsitzende der US-Börsenaufsichtsbehörde Gary Gensler erklärte gegenüber Squawk Box, der aktuelle Zusammenbruch von FTX folge einem typischen Muster.
  • Laut Gensler nehmen Krypto-Unternehmen immer wieder Kredite von Kundengeldern auf, um weiter zu investieren, ohne dies ordnungsgemäß offenzulegen.
  • Der SEC-Vorsitzende erläuterte drei Wege, die die Regulierungsbehörde einschlägt, um die Verbraucher vor den mit Krypto-Unternehmen verbundenen Risiken zu schützen.
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Gary Gensler, der Vorsitzende der US-amerikanischen Wertpapieraufsichtsbehörde SEC, warnte vor der Krypto-Branche mit den Worten: “Wir müssen die Krypto-Investoren schützen. Die Zeit wird knapp!”

Gensler konnte sich bisher nicht konkret zu den Ermittlungen bezüglich des Crashs der Krypto-Börse FTX äußern. Allerdings folgt der Zusammenbruch laut Gensler dem gleichen Muster wie der Crash vieler anderer Krypto-Plattformen. Er sagte, dass diese Plattformen Kundengelder verwenden, um Kredite aufzunehmen und mit diesen dann weitere Investitionen tätigen, ohne dabei korrekte Angaben über die Transaktionen zu veröffentlichen:

“Wenn man ein Bündel von Kundengeldern zusammenmischt und dafür Kredite aufnimmt, werden die Anleger geschädigt.”

Nachdem Binance seine Pläne zur Übernahme des angeschlagenen Krypto-Unternehmens von Sam Bankman-Fried aufgegeben hat, steht FTX kurz vor dem Zusammenbruch. Laut einigen mit der Angelegenheit vertrauten Personen teilte Sam Bankman-Fried Investoren mit, dass FTX aufgrund von Abhebungen mit einer Liquiditätslücke in Höhe von 8 Milliarden US-Dollar konfrontiert sei und eine Notfinanzierung benötige.

Wie das Wall Street Journal berichtet, interviewte Andrew Sorkin von CNBC Gensler und fragte ihn, ob die SEC eine Untersuchung gegen FTX einleiten wolle. Dieser bejahte die Frage von Sorkin.

Nach FTX-Crash: Wie geht die SEC gegen Krypto-Unternehmen vor?

Als Reaktion auf die Kritik, die SEC habe nicht genug getan, um die durch den FTX-Eklat geschädigten Anleger zu schützen, erklärte Gensler, es gäbe zwar klare Vorschriften, aber die Krypto-Börsen hielten sich weitgehend nicht daran.

Gensler zufolge gibt es drei Wege, die die SEC beschreiten kann, um Anleger vor den mit Krypto-Unternehmen verbundenen Risiken zu schützen:

“Ein Weg ist die Zusammenarbeit mit Krypto-Börsen: sie ordnungsgemäß zu registrieren, damit die Öffentlichkeit geschützt ist. (…) Doch es gibt noch einen anderen Weg: Gesetzesvollzug.”

Gensler nannte dann den jüngsten Fall der Kryptowährung LBRY als Beispiel für den zweiten Fall. Die Behörde klagte den Emittenten der Kryptowährung wegen des Verkaufs nicht-registrierter Token an. Ein weiteres Beispiel ist der aktuelle Fall mit Ripple, bei dem die SEC auf die gleiche Art und Weise argumentiert.

Gensler nannte dann den dritten Weg. Die Aufklärung der Investoren.

“Es ist eine sehr vernetzte Welt in der Krypto-Branche, mit ein paar Spielern, auf die sich ein Großteil der Vermögenswerte konzentriert. Als sich die Märkte gegen die Spieler wandten, haben viele Kunden Geld verloren.”

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