Während der Nikkei fällt: Kioxias Absturz nach dem Boom zeigt Risiken dieses KI-Zyklus

  • Nikkei 225 fällt am Freitag um bis zu 4,4 %, Chip-Aktien führen breiten Ausverkauf an
  • Kioxia verliert an einem Tag 16 %, aktuell 52 % unter dem Rekordhoch vom vergangenen Monat
  • Der Ausstieg von Bain Capital und die hohe Verschuldung im Einzelhandel erhöhen die Risiken für den Chip-Hersteller.
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Japans Nikkei 225 fiel am Freitag, dem 17. Juli, um bis zu 4,4%. Der Index führte damit einen massiven Ausverkauf von Tech-Aktien in Asien an. Investoren verkauften vor allem Chip-Aktien, die mit dem Boom rund um künstliche Intelligenz verbunden sind. Der Nikkei fiel auf 63.896,48 Punkte und setzte damit die Kursverluste aus der Vorwoche fort.

Der Chip-Ausrüster Advantest und der Tech-Investor SoftBank verloren jeweils rund neun Prozent. Taiwans Taiex-Index gab um vier Prozent nach, während TSMC trotz Rekordgewinn im Quartal mehr als drei Prozent verlor. Die wichtigste Entwicklung bei japanischen Aktien betrifft jedoch Kioxia.

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Kioxias Absturz

Kioxia, der Speicherchip-Hersteller, stürzte allein am Freitag um fast 16% ab. Damit erreichte der Kursrutsch einen Wertverlust von insgesamt 44% innerhalb eines Monats.

In kurzer Zeit stieg Kioxia an die Spitze des japanischen Marktes, um dann rapide wieder abzufallen.
In kurzer Zeit stieg Kioxia an die Spitze des japanischen Marktes, um dann rapide wieder abzufallen. Bildquelle: Trading View

Eine Kursrallye von mehr als 600% seit Januar katapultierte Kioxia im Juni kurzzeitig vor Toyota und machte das Unternehmen zur wertvollsten Firma Japans. Inzwischen ist Kioxia wieder auf Platz vier zurückgefallen. Die Verluste summieren sich auf etwa 30 Billionen Yen beziehungsweise 185 Milliarden USD an Börsenwert.

Yugo Tsuboi, Chefstratege bei Daiwa Securities, erklärte, dass der Chipsektor weiterhin stark durch Boom-Bust-Zyklen geprägt ist.

„Der Chipsektor ist anfällig für den sogenannten Siliziumzyklus, wir haben dieses Muster schon oft erlebt.”

Tsuboi wies zudem darauf hin, dass chinesische Speicherchip-Hersteller verstärkt überprüft werden. Außerdem gibt es Anzeichen dafür, dass die weltweiten Speicherpreise sich stabilisieren, was weitere Gewinnanhebungen erschwert.

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Risse unter der Rallye

Weitere Faktoren verstärken den Druck auf Kioxia in der kurzen Frist. In der vergangenen Woche hat Bain Capital seine gesamte Beteiligung an Kioxia verkauft. Viele Investoren werten das als Hinweis darauf, dass der Chipzyklus seinen Höhepunkt erreicht hat. Japanische Retail-Trader halten zudem stark gehebelte Positionen, dadurch ist die Aktie besonders anfällig bei stärkeren Verkäufen.

Kioxia wurde erst 2024 börsennotiert. Seitdem war die Aktie bis zur aktuellen Korrektur der Top-Performer im MSCI World Index.

Trotz des Kurseinbruchs rechnen Analysten weiterhin mit einem Kursplus von etwa 118% für Kioxia in den nächsten zwölf Monaten. Zudem sollte eine Anpassung des Topix-Index im Oktober neue Mittel von passiven Fonds in die Aktie lenken.

Warnung für den breiteren KI-Handel

Kioxias Absturz spiegelt eine umfassende Neubewertung im Sektor wider. Ein Index für Chip-Aktien an der Wall Street gab am Donnerstag um mehr als vier Prozent nach, und Sorgen um KI-Investitionen von TSMC überschatten sonst stabile Gewinnprognosen.

Trader sind in den vergangenen Monaten vorsichtiger beim KI-Handel geworden. Viele verkaufen nun hoch bewertete Chip-Aktien und schichten in andere Sektoren um, die bisher hinterherhinkten. Das Muster gleicht dem breiteren KI-Ausverkauf in Japan Anfang Juli.

Der Nikkei hat in drei Wochen mehrere Billionen Yen an Börsenwert verloren.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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