Der US-Ölpreis fiel am Montag wieder unter 100 USD pro Barrel nach einer schwankungsreichen Handelssitzung. Zuvor war der Kurs zeitweise auf über 104 USD gestiegen.
Der starke Rückgang erfolgte, nachdem Chinas Verteidigungsminister Admiral Dong Jun angedeutet hatte, dass chinesische Schiffe weiterhin gemäß bestehenden Vereinbarungen mit Iran durch die Straße von Hormus fahren werden.
China: Herausforderung für die US-Seeblockade
Admiral Dong Jun sandte eine deutliche Botschaft an die Regierung von US-Präsident Trump und die US-Marine. Er bestätigte, dass chinesische Schiffe aktiv durch die Straße von Hormus fahren. Zudem bekräftigte Peking, dass Handels- und Energie-Abkommen mit Teheran eingehalten werden.
„Iran kontrolliert die Straße von Hormus, und sie ist für uns offen”, berichtete der Hormuz Letter mit Verweis auf Admiral Dong Jun.
Diese Aussage verleiht dem Konflikt eine neue Dimension. Aus der zunächst bilateralen Konfrontation zwischen den USA und Iran wird nun eine direkte Auseinandersetzung mit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.
Analysten merken an, dass die erneute Bewertung an den Ölmärkten darauf hindeutet, dass Trader die Wirksamkeit der Blockade neu einschätzen, da nun auch China involviert ist.
Bemerkenswert ist, dass die US-Blockade Irans auch die Interessen Chinas betrifft. China stellt das wichtigste Exportziel für iranisches Öl dar.
Trump setzt neue Frist: 27. April
Aus dem Oval Office verkündete US-Präsident Trump ein neues Ultimatum von zwei Wochen an Iran. Er warnte, die Lage „wird nicht angenehm“, falls Teheran bis zum 27. April keine Einigung erzielt.
Die Frist folgt auf den Abbruch der US-Iran-Gespräche in Islamabad am 12. April. In Folge rief Washington eine vollständige Seeblockade der Meerenge aus.
Der Brent-Ölpreis war daraufhin um mehr als 8% gestiegen und lag kurzzeitig über 103 USD, bevor er sich wieder zurückbildete.
Für die Märkte ergibt sich nun eine neue Situation. Chinas Bereitschaft, die Blockade zu testen, könnte entscheiden, ob sich der Ölpreis stabilisiert oder im Vorfeld der Frist am 27. April nochmals deutlich steigt.
Allerdings berichten Quellen, dass ein für China bestimmter Öltanker unter der US-Blockade zur Umkehr gezwungen wurde.
„Ich glaube, die USA wollen diese Gelegenheit nutzen, um China unter Druck zu setzen, damit China Iran zur Einigung bewegt, auch wenn diese Maßnahme nicht explizit auf China abzielt“, kommentierte ein Nutzer.





