Der japanische Finanzkonzern SBI Holdings verstärkt seine Verbindung mit dem XRP-Ökosystem durch neue, gezielte Schritte.
Diese strategischen Initiativen sollen sowohl mehr private Krypto-Nutzer anlocken als auch Unternehmen und Entwickler für sich gewinnen.
SBI bringt 64-Mio.-USD-Anleihe mit XRP-Bonus auf den Markt
Am 20. Februar kündigte SBI eine auf der Blockchain basierende Anleihe mit einem Volumen von zehn Milliarden Yen (64,5 Mio. USD) an. Als Belohnung erhalten private Anleger XRP.
Das dreijährige Wertpapier mit dem Namen SBI START Bonds wird am 10. März preislich festgelegt und ab dem 24. März ausgegeben. Anleger bekommen dabei einen jährlichen Zinssatz zwischen 1,85 Prozent und 2,45 Prozent.
„Die SBI-Gruppe glaubt, dass die Weiterentwicklung des ST-Anleihemarkts in Japan zur Belebung der Kapitalmärkte und damit zum nachhaltigen Wachstum der realen Wirtschaft beiträgt”, sagte das Unternehmen in einer Erklärung.
Die XRP-Belohnungen dienen allerdings einem größeren Zweck als nur einer Rendite-Erhöhung.
Um die Krypto-Auszahlung zu bekommen, die jedes Jahr bis 2029 verteilt wird, müssen Anleger in Japan bis zum 11. Mai ein Konto bei SBI VC Trade, einer Tochterfirma von SBI, eröffnen und es verifizieren.
Durch diese Vorgabe gewinnt SBI besonders effizient neue Kunden.
Das Unternehmen leitet so konservatives Kapital über eine sichere, regulierte Anleihe direkt auf die eigene Krypto-Plattform. Sind die Nutzer erst Teil des Ökosystems, kann SBI ihnen weitere Produkte wie Spot-Handel, Staking oder Margin-Services anbieten.
SBI startet Partnerschaft zur Förderung von XRPL-Startups
Gleichzeitig hat SBI Ripple Asia eine Absichtserklärung mit der Asia Web3 Alliance Japan (AWAJ) unterzeichnet.
Zusammen wollen sie ein spezielles Venture-Studio aufbauen, das Startups aus der Region aktiv bei Technik und Regulierung unterstützt.
„Im Rahmen dieser Initiative werden beide Unternehmen als ‚technische Support-Partner‘ arbeiten und Firmen helfen, die Finanzdienstleistungen mit Blockchain umsetzen möchten”, erklärten sie gemeinsam.
Wichtig ist, dass diese Startups ihre Finanzdienste direkt auf dem XRP Ledger (XRPL) entwickeln müssen.
Anders als Konkurrenten wie Ethereum oder Solana, die eine aktive Entwicklergemeinde und viele Smart-Contracts haben, fehlt es beim XRPL bisher an einer lebendigen DeFi-Struktur.
In letzter Zeit hat das Blockchain-Netzwerk jedoch neue Funktionen eingeführt, um mehr institutionelle Nutzer anzuziehen.
Durch die Finanzierung eines Studios, das klar an das Ledger gebunden ist, versucht SBI, die Entwicklung auf dem Netzwerk weiter anzutreiben.
SBI weiß: Solange Startups nicht aktiv auf der Chain entwickeln, bleibt das Netzwerk für komplexe Finanzanwendungen wenig genutzt.
„Mit unserer Zusammenarbeit unterstützen wir die Entwicklung von echten Anwendungsfällen für XRPL, die der Finanz- und Industriebranche helfen und weltweit nutzbare Finanzprodukte aus Japan schaffen sollen”, erklärten die Unternehmen.