Schwerer Schlag für Bitcoin-Mining: Internetausfälle in Kasachstan

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IN KÜRZE
  • Starke Unruhen in Kasachstan aufgrund ansteigender Energiepreise.

  • Größte Telekom-Firma stellt Internetbetrieb komplett ein.

  • Bitcoin-Hashrate fiel um satte 12%.

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Am Mittwoch, dem 5. Januar 2022, kam es in Kasachstan landesweit zu schweren Unruhen. Als Reaktion stellte die größte Telekom-Firma des Landes den Internetbetrieb ein. Dies hinderte nicht nur neutrale Berichterstattungen und Pressefreiheit, sondern auch das Bitcoin-Mining war schwer davon betroffen.

Bereits seit dem Wochenende protestierte die Bevölkerung Kasachstan gegen drastisch steigende Energiepreise. Dabei artete es in Teilen des Landes nun aus: Protestanten stürmten Regierungsgebäude und nahmen Soldaten in Gefangenschaft. Darüber hinaus kam es zu Plünderungen und dutzenden toten Demonstranten. Obwohl Präsident Tokajew das Parlament auflöste, scheint die Situation von einer Lösung weit entfernt zu sein.

Berichten zufolge stellte dabei Kazakhtelecom, die größte Telekom-Firma des Landes, den Internetbetrieb komplett ein. In manchen Städten sei sogar der Zugang durch Mobiltelefone betroffen gewesen, was zu einer völligen Abkapselung der Bevölkerung führte. Offiziellen Befehl dazu gab der Präsident.

Ein Bild von BeInCrypto.com
Ein Bild von BeInCrypto.com

Bitcoin-Mining in Kasachstan – Unruhen beeinflussen die Hashrate

Kasachstan ist nicht nur für eine strenge Überwachungspolitik in Sachen Internet bekannt, sondern auch als globaler Standort für Krypto-Miner. In dem zentralasiatischen Land befinden sich mittlerweile rund 18% der gesamten Bitcoin-Hashrate. Das ist nach USA der weltweit zweitgrößte Mining-StandortDas kommt daher, dass nach dem Mining-Verbot von China viele chinesische Firmen nach Kasachstan flüchteten. Kasachstan stellte aufgrund vieler Ölreserven und günstiger Energie eine attraktive Alternative dar. 

Durch den plötzlichen Internetausfall konnten sich Bitcoin-Miner nicht mit Mining-Pools wie Antpool, F2Pool, ViaBTC oder Poolin zu verbinden. Die am stärksten betroffenen Pools waren 1THash (-82%), OKExPool (-46.3%) and KuCoinPool (-22.7%). Deshalb fiel die gesamte Bitcoin-Hashrate am 4. Januar um ~12% von 194 EH/s  auf einen Tiefstwert von 168 EH/s für einen signifakanten Zeitraum. Das war nicht ganz so stark wie bei Chinas Ankünding des Mining-Verbots, stellte aber doch einen beträchtlichen Abfall dar.

Doch kein Grund zur Sorge: Seit Mittwoch erholte sich die Hashrate bereits komplett und das Bitcoin-Netzwerk blieb unversehrt. Es bewies sich somit aufs Neue die Resilienz der größten Kryptowährung und Bitcoin-Anhänger dürfen einen weiteren Sieg des dezentralen, erlaubnisfreien und offenen Finanzsystems feiern.

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