Strategy kauft wieder Bitcoin (BTC), doch laut Präsident und CEO Phong Le hat diese Entscheidung wenig mit dem aktuellen Bitcoin-Kurs zu tun.
Le erklärte, dass die Mathematik hinter den erneuten Käufen von Strategy vor allem auf den Kapitalkosten basiert, nicht auf dem richtigen Zeitpunkt am Markt.
Warum der Kauf von Bitcoin von Kapitalkosten abhängt
Die wieder aufgenommenen Bitcoin-Käufe von Strategy erfolgten nach einer 10-wöchigen Pause, in der das Unternehmen seine Bilanz gestärkt hat. Le verglich den Entscheidungsprozess mit der Finanzierung eines Rechenzentrums.
Er sagte, dass die Preise für Grundstücke und Energie gestiegen sind, während die Kosten für die Kapitalaufnahme niedrig geblieben sind.
„Wir treffen unsere Entscheidungen bei Bitcoin nicht wirklich in Bezug auf den Bitcoin-Kurs.”
Phong Le, Präsident und CEO, Strategy
Er erklärte, dass der Handel nur dann sinnvoll sei, wenn der Verkauf von Aktien oder Schulden günstiger ist als die erwartete Rendite von Bitcoin. Strategy belegte laut Le beim aufgenommenen Eigenkapital in diesem Jahr den vierten Platz unter börsennotierten Unternehmen, nur SpaceX, Google und Intel standen davor.
Warum Strategy gelegentlich doch verkauft
Le wies die Ansicht zurück, dass Strategy ausschließlich Bitcoin akkumuliert, und beschrieb dies als „zweiseitige Strategie”. Anfang dieses Jahres verkaufte das Unternehmen ungefähr 7.000 BTC, weniger als 1% des Bestands, um Dividenden und Rückkäufe zu finanzieren.
Er sagte, dass sowohl Gläubiger als auch Ratingagenturen erwarten, dass ein Unternehmen bereit ist, Vermögenswerte zu verkaufen, falls dies nötig ist. Ein Unternehmen, das niemals verkauft, sei laut ihm kein „voll funktionierendes” Unternehmen.
Investition auf einen nachhaltigen Bullenmarkt
Die Aussagen von Le zeigen, dass er erwartet, dass die Bitcoin-Rallye über das aktuelle Niveau hinaus anhält. Er sagte, dass Strategy weiterhin bei 80.000, 90.000 und 100.000 USD kaufen würde, sogar bei einem Allzeithoch von 130.000 USD. Er argumentierte, die heutigen Käufe würden sich auszahlen, wenn Bitcoin später auf 260.000 USD steigen sollte.
„Ich sehe nicht, dass wir Bitcoin halten, wenn wir in das eintreten, was ich als starken Bullenmarkt ansehe.”
Phong Le, Präsident und CEO, Strategy
Diese Überzeugung ist auch der Grund für Strategy’s Einsatz gegen einen Vorschlag zur MSCI-Index-Entfernung. MSCI ist ein Indexanbieter, dessen Richtlinien die Kapitalflüsse von passiven Fonds beeinflussen.
Der Vorschlag würde Unternehmen mit großen Bitcoin-Treasuries ausschließen, und Le bezeichnet dies als diskriminierend.
Er erklärt, dass Bitcoin auf der Bilanz von Strategy wie ein operativer Vermögenswert und nicht als passiver Bestand funktioniert. Diese Unterscheidung könnte entscheiden, ob Strategy nach der Entscheidung am 16. Oktober in den MSCI-Indizes bleibt.









