Südkoreas Finanzbehörden haben seit dem Inkrafttreten des Nutzerschutzgesetzes für den Kryptomarkt im Jahr 2024 bereits 40 Fälle von Marktmanipulation untersucht und mehr als 30 davon an Ermittlungsbehörden weitergeleitet.
Der Vorsitzende der Financial Services Commission gab diese Zahlen zum zweiten Jahrestag des Gesetzes bekannt. Die Ermittlungen betrafen in zwei Jahren der Durchsetzung insgesamt 25 Verdächtige.
Südkoreas Virtuelles-Asset-Nutzerschutzgesetz: Zwei Jahre Durchsetzung
Südkorea hat das Virtuelles-Asset-Nutzerschutzgesetz am 19. Juli 2024 beschlossen. Die Regelung gab den Aufsichtsbehörden spezielle Werkzeuge, um Missbrauch auf dem Kryptomarkt zu bestrafen.
Die Financial Services Commission richtete danach eine spezialisierte Untersuchungseinheit ein. Später ergänzte sie digitale Forensik und verbesserte die Umsetzung des Systems für Strafzuschläge.
Durch diese Maßnahmen gab es rund 40 abgeschlossene Untersuchungen. Zudem wurden über 30 bestätigte Fälle für die Strafverfolgung an Ermittlungsbehörden übergeben.
„Die Finanzbehörden wollen die Anstrengungen verstärken, um unfaire Handelspraktiken auf dem Markt für virtuelle Vermögenswerte zu unterbinden, zum Beispiel durch den Einsatz von KI zur besseren Überwachung und Untersuchung des Marktes“, heißt es in der Mitteilung.
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Die durchschnittlich unrechtmäßig erzielten Gewinne lagen bei etwa 1,4 Milliarden Won pro Fall. Acht Fälle lagen zwischen 500 Millionen und 5 Milliarden Won, ein Fall überstieg 5 Milliarden Won.
Die Behörden verhängten in zwei Fällen Strafen in Höhe von 125% bis 165% der illegalen Gewinne. Nach Ansicht der Behörden ist dies eine Grundlage, um das Vertrauen in den Markt wiederherzustellen.
Allerdings betonen die Aufseher, dass die Arbeit noch lange nicht abgeschlossen ist. Künftig sollen auch Kontosperren und Zahlungen über Bankkonten eingefroren werden können, um versteckte Erlöse zu blockieren.
Ein Meldesystem mit Belohnungen für Hinweise auf unfaire Handelspraktiken ist ebenfalls für die zweite Phase der Gesetzgebung in Planung. Die Aufsichtsbehörden beabsichtigen zudem, KI-gestützte Überwachungsmaßnahmen weiter auszubauen.








