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Terra LUNA Opfer starten eigene Initiative, um CEO Do Kwon zu finden

2 min
Von Nicholas Pongratz
Übersetzt Nicholas Pongratz
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IN KÜRZE

  • Einige von dem TerraUSD-Zusammenbruch betroffene Krypto-Investoren schlossen sich der Fahndung nach dem Terralabs CEO, Do Kwon, an.
  • Die Mitglieder der sogenannten UST Restitution Group versuchen Kwon anhand von eigenen Datensammlungen zu finden.
  • Obgleich Kwon seine Unschuld beteuert, weigert er sich unter Berufung auf Sicherheitsbedenken, seinen Aufenthaltsort bekannt zu geben.
  • promo

Die Opfer des Terra Crashs scheinen die Geduld nun endgültig verloren zu haben. Zu Tausenden schlossen sich die betrogenen Anleger zusammen, um bei der Suche nach dem international gesuchten CEO von Terraform Labs, Do Kwon, zu helfen.

Fast 4.400 betrogene Kryptoanleger schlossen sich einer privaten Initiative, der UST Restitution Group (URG), an. Verärgert über den Zusammenbruch des TerraUSD-Stablecoins verschrieben sich diese Investoren der Suche nach Kwon – sie alle sind von seiner Schuld überzeugt. Um den Aufenthaltsort des Terra CEOs herauszufinden, teilen die Mitglieder relevante Daten in einem Discord-Kanal miteinander.

Weltweit helfen URG-Mitglieder, die möglichen Aufenthaltsorte von Kwon einzugrenzen. Dabei reichen die Ideen von Russland und Aserbaidschan bis hin zu abgelegenen Inseln, wie den Seychellen oder Mauritius. Aufgrund einer “3- bis 5-stündigen Zeitzonenverschiebung in den Daten” sind jedoch viele der Überzeugung, dass Kwon sich in Dubai aufhält.

“Dubai ist kryptofreundlich, sehr international und hat begrenzte Auslieferungsverträge”, erklärte ein URG-Mitglied. Auch die Staatsanwälte in Südkorea meinen, Kwon könnte letzten Monat von seinem letzten bekannten Aufenthaltsort Singapur nach Dubai gezogen sein.

Wütende Terra-Investoren

Die Mitglieder der URG gehören zu den zahlreichen Opfern des Terra-Zusammenbruchs, bei dem viele Menschen all ihr Vermögen verloren. Ein Mitglied kommentierte seinen Verlust von Hunderttausenden von US-Dollar. Der Stress habe nicht nur seine Lebenspläne um viele Jahre zurückgeworfen, sondern auch seine Lebenserwartung verkürzt.

Ein anderes Mitglied meinte, er habe für Terraform Labs gearbeitet und fühle sich daher verantwortlich, den Leiter des Unternehmens zur Rechenschaft zu ziehen.

Wiederum ein anderer meinte, nachdem er seine Ersparnisse für ein Haus verloren hatte, habe er eine Sammelklage gegen Kwon in Singapur organisiert – auch in den Vereinigten Staaten wurde eine solche Klage eingereicht. Ein Grund für dieses Mitglied, sich der Suche anzuschließen, ist seine Skepsis gegenüber den Bemühungen der offiziellen Behörden. Obgleich es Interpol war, die ein internationales Ersuchen (Red Notice) für Kwon herausgaben, “ist es Sache des Gastgeberlandes, zu handeln”, so das Mitglied.

Wenn Kwons Aufenthaltsort unbestimmt bleibt, dann sind die Methoden wohl unwirksam.

Jüngste Äußerungen von Do Kwon 

In einem kürzlich geführten Interview äußerte sich Do Kwon auch zu der Red Notice und meinte, es handle sich nicht um einen internationalen Haftbefehl. Er bedauerte zwar den Schaden, den der Terra-Zusammenbruch vielen Menschen zugefügt habe, bestand aber weiter darauf, nichts Falsches getan zu haben. Dennoch weigerte er sich, seinen Aufenthaltsort preiszugeben, da er sich um seine Sicherheit sorgt.

Neben der Red Notice und den Gerichtsverfahren haben die südkoreanischen Behörden Kwon auch wegen Finanzbetrugs angeklagt. Kwon erklärte, er kooperiere mit den Staatsanwälten, indem er die von ihnen angeforderten Dokumente vorlege. Jedoch versäumte Kwon es, seinen von den Behörden eingeforderten Reisepass vorzulegen. Südkorea erklärte daraufhin dessen Ungültigkeit ab dem 19. Oktober.

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Nicholas Pongratz
Nick ist Professor für Kommunikation und Spezialist für Datenwissenschaft in Budapest, Ungarn, mit einem MSc in Business Analytics. Er ist ein Neuling auf dem Gebiet der Kryptowährungen und Blockchain-Technologie, ist jedoch fasziniert vom möglichen wirtschaftlichen und politischen Nutzen.
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