The Dark Overlord: Lohnt sich das Geschäft?

Artikel teilen
IN KÜRZE
  • The Dark Overlord erpresst Neftlix.

  • Und Schulen.

  • Das erste TDO-Mitglied ist nun in Haft.

  • promo

    Weitere Nachrichten und Updates teilen wir in unserer Telegram Gruppe. Trete uns bei und erhalte täglich Handelsideen und Analysen zu Kryptowährungen!

Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Das Internet und das dazugehörige Darknet sind voller Kuriositäten. Vor allem Hackergruppen machen immer wieder mit bahnbrechenden Aktionen auf sich aufmerksam. Zu den Negativbeispielen gehört sicherlich die Hackergruppe The Dark Overlord.



Nathan Wyatt, ein Mitglied der Hacking-Gruppe The Dark Overlord, wurde im Dezember 2019 aus Großbritannien in die USA ausgeliefert. Wyatt wurde vorgeworfen sensible Daten geklaut und Lösegeld für die Nichtveröffentlichung der Daten erpresst zu haben.

The Dark Overlord Schluss mit der Übeltäterei?

The Dark Overlord, auch als TDO bekannt, ist eine internationale Hacker-Organisation. Ziel der Hacker ist es durch Erpressung Lösegeldforderungen durchzusetzen. Der Gegenstand der Erpressung sind dabei fast immer vertrauliche Informationen, die die Hacker durch das Eindringen in interne Netzwerke erlangt haben.



Für Wyatt hat das Spiel mit den Daten ein jähes Ende gefunden, denn die nächsten fünf Jahre wird er im Gefängnis verbringen. Allerdings dürfte damit das Schaffen von The Dark Overlord nicht zu Ende sein, denn unklar ist, wie viele Mitglieder die Gruppe hat. Klar ist aber, dass sich alle auf freiem Fuß befinden.

Wyatt hat sich mittlerweile ein Schuldgeständnis abgelegt, entschuldigte sich und sagte angeblich, dass er für den Rest seines Lebens keinen Computer mehr sehen wolle.

Von Streaming bis Mord ist alles dabei

Bekanntheit erlangte die Hackergruppe erstmals mit dem Verkauf gestohlener Krankenakten auf dem Darknet-Marktplatz TheRealDeal. Aber auch Netflix gehört zu den Opfern und musste gegen die unautorisierte Prerelease von „Orange is the new Black“.

Streaming ist aber nicht alles, wofür TDO sich interessiert. Denn auf der To Do-Liste stehen auch Morddrohungen. Im Jahr 2017 schickte die Hackergruppe Morddrohungen an Eltern und Schüler im Schulbezirk Columbia Falls in Montana. Daraufhin wurden mehr als 30 Schulen in mehreren Bezirken geschlossen und 15.000 Schüler warteten zu Hause auf grünes Licht.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Steemit als Kommunikationsmittel

Die TDO-Gruppe zeigt großes Interesse am Dienst Steemit. Denn auf der Plattform wollte die Hackergruppe Daten veröffentlichen, falls die Lösegelder nicht eingehen. Auf den Plattformen Twitter, Reddit, Pastebin und auch Steemit ist The Dark Overlord mittlerweile verboten.

Die BTC-Adresse von der räuberischen Cybertruppe ist noch via Ecency Hive-Interface einsehbar: 192ZobzfZxAkacLGmg9oY4M9y8MVTPxh7U.

Am 12. Januar 2019 gab der Bitcoin-Blockchain-Explorer bekannt, dass Lösegeld an die TDO-Wallet gezahlt wurde. Damals ging es um die Erpressung der „9/11 Papers“ von Lloyd’s of London and Silverstein Properties. The Dark Overlord forderte 2.000.000 USD in BTC, erhielt allerdings lediglich 1 % der geforderten Summe. Wer die BTC-Zahlung veranlasste, ist unklar.

Ein Blick auf blockchain.com verrät, dass die Wallet 12.56744113 BTC in 34 Transaktionen erhalten hat, mittlerweile aber leergeräumt ist. Fraglich ist, ob sich das Geschäft mit den Daten langfristig für die Gruppe lohnt.

 

Haftungsausschluss

Alle auf unserer Website enthaltenen Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Die journalistischen Beiträge dienen nur allgemeinen Informationszwecken. Jede Handlung, die der Leser aufgrund der auf unserer Website gefundenen Informationen vornimmt, geschieht ausschließlich auf eigenes Risiko.
Share Article

Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

MEHR ÜBER DEN AUTOR