Der Kampf gegen die Anonymität und The Dark Overlord

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IN KÜRZE
  • Die US-Behörden kämpfen gegen Hackergruppen.

  • Ein GB-Bürger wurde bereits verhaftet.

  • Die Anonymität im Darknet nimmt ab.

  • promo

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Die US-amerikanischen Behörden haben einen Bürger aus Großbritannien im Rahmen der Ermittlungen um die Hackergruppe „The Dark Overlord“ festgenommen. Laut den US-Behörden soll der Angeklagte sensible, personenbezogene Daten von Unternehmen gestohlen haben. Diese soll er dann auf Marktplätzen im Darknet vertrieben haben. Warum uns das interessiert? Weil es auch um Anonymität und die Bezahlung via Bitcoin geht.



Mittlerweile hat sich der Angeklagte als schuldig bekannt. Der US-Bezirksrichter Ronnie White für den östlichen Bezirk von Missouri verurteilte den 39-jährigen Nathan Wyatt zu fünf Jahren Gefängnis. Richter White forderte Wyatt außerdem auf, 1.467.048 USD an Restitution zu zahlen.

Das Ende für The Dark Overloard?

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Brian C. Rabbitt von der Criminal Division des Justizministeriums erklärte in einer Pressemitteilung:



Nathan Wyatt nutzte seine technischen Fähigkeiten, um die privaten Daten der Amerikaner zu stehlen. Und er nutzte die Sensibilität ihrer medizinischen und finanziellen Unterlagen zu seinem eigenen Vorteil.

Das heutige Schuldbekenntnis und die Verurteilung zeigen das Engagement der Abteilung, sicherzustellen, dass Hacker, die davon profitieren wollen, indem sie illegal in die Privatsphäre der Amerikaner eindringen, gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden, unabhängig davon, wo sie sich befinden.

Wyatt gab zu, dass er ab 2016 Mitglied der Hackergruppe „The Dark Overlord“ war. Diese steht in Verdacht unerlaubt auf Computernetzwerke in den USA zugegriffen zu haben.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Zu den Opfern bei dem diesmaligen Diebstahl gehörten unter anderem Gesundheitsdienstleister und Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Wyatt forderte von den Betroffenen ein Lösegeld zwischen 75.000 und 350.000 USD in Bitcoin. Er drohte damit die personenbezogenen Daten sonst freizugeben.

Special Agent Richard Quinn vom St. Louis Field Office des FBI erklärt dazu:

Cyber-Hacker glauben fälschlicherweise, dass sie sich hinter einer Tastatur verstecken können. In diesem Fall hat das FBI erneut gezeigt, dass es Cyberkriminellen Konsequenzen auferlegen wird, egal wie lange es dauert oder wo sie sich befinden.

Privatsphäre, Darknet und Anonymität

Zuletzt gelang den US-Behörden ein Schlag gegen einen Opium-Händlerring im Darknet. Die Behörden scheinen vermehrt Jagd auf im Darknet agierende Menschen zu machen.

Der User @DarkDotFail teilt seine Meinung dazu auf Twitter:

Das Darknet ist winzig. Markteinnahmen sind ein unbedeutender Rundungsfehler in der globalen Drogenwirtschaft. Warum investieren Regierungen so viel Energie in die Jagd auf Tor-Nutzer?

Darknet-Verhaftungen sind kein Krieg gegen Drogen. Dies ist der Krieg gegen die Anonymität. Lerne Kriminelle zu jagen und dann Aktivisten zu jagen.

 

Ferner suchen die Strafverfolgungsbehörden zunehmend nach Tools, um anonyme Transaktionen der auf Privatsphäre ausgelegten Kryptowährung Monero zu tracken. Natürlich zu Ermittlungszwecken.

Alle auf unserer Website enthaltenen Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Die journalistischen Beiträge dienen nur allgemeinen Informationszwecken. Jede Handlung, die der Leser aufgrund der auf unserer Website gefundenen Informationen vornimmt, geschieht ausschließlich auf eigenes Risiko.
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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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