Der „Trump Trade“ steht unter intensiver Beobachtung, während die Kurse von Bitcoin(BTC), Tesla (TSLA) und US-Dollar erhebliche Rückschläge einstecken.
Die anfängliche Begeisterung für Präsident Donald Trumps wachstumsfreundliche Politik hat nachgelassen, was zu Enttäuschungen an den Finanzmärkten führt.
Verursacht Trump die Kursrückgänge bei Bitcoin, Tesla und US-Dollar?
Infolge des erfolgreichen Wahlsieges von Donald Trump stieg Bitcoin im Dezember über die 100.000-USD-Marke, hält sich jetzt jedoch bei nur noch etwa 85.300 USD. Marktanalysen weisen auf einen Mangel an solider Unterstützung zwischen der 90.000- und 70.000-USD-Spanne hin, was Bedenken über weitere Rückgänge aufwirft.
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Dieser starke Rückgang könnte als Reaktion von Händlern auf Trumps fehlende konkrete Maßnahmen zur Lockerung der Krypto-Regulierungen zurückzuführen sein. Dies hatte er immerhin noch vor seinem Wahlsieg versprochen. Krypto-Analyst und Influencer Crypto Rover fasste die Enttäuschung in den sozialen Medien zusammen:
„Trump hat uns eine strategische Bitcoin-Reserve versprochen. Stattdessen hat er uns einen Handelskrieg gegeben“, schrieb Rover.
Tesla, oft als Barometer des sogenannten „Trump Trade“ gesehen, hat einen starken Rückgang erlebt. Seine Aktie, TSLA, ist seit ihrem Höchststand nach Trumps Wahlsieg um fast 40 Prozent gefallen. Der Elektrofahrzeugriese fiel allein am 26. Februar um fast 4 Prozent. Dieser Abwärtstrend verlängerte eine Verlustserie, die seine Aktie im Jahr um 24 Prozent sinken ließ.
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Investoren sind zunehmend besorgt, dass Tesla von CEO Elon Musks Fokus auf Bundesreformen in den Hintergrund gedrängt wird. Darüber hinaus hat Musks polarisierende politische Haltung Teslas Leistung in Europa geschadet, wo die Verkäufe im Januar um 45 Prozent zurückgingen, trotz des allgemeinen Anstiegs der Elektrofahrzeugverkäufe in der Region um 37 Prozent.
Ähnlich sind der US-Dollar und die Treasury-Renditen, die zunächst gestärkt wurden durch die Erwartungen an Trumps Wirtschaftspolitik, nun im Rückgang. Analysten führen Ängste an, dass Trumps aggressive Handelspolitik – insbesondere seine neu angekündigten Zölle – zu einem Wiederaufleben der Inflation führen könnte, während gleichzeitig das Wirtschaftswachstum verlangsamt wird.
Die Auswirkungen von Trumps Handelskrieg
The Kobeissi Letter, ein bekanntes Finanzanalyse-Outlet, hob die weitreichenden Auswirkungen von Trumps aggressiver Handelsposition hervor. Der Präsident kündigte kürzlich umfassende Zölle an, darunter 25 Prozent auf Kanada und Mexiko, 25 Prozent auf die Europäische Union, 10 Prozent auf China und einen potenziellen 100 Prozent-Zoll auf BRICS-Nationen.
Diese Zölle werden voraussichtlich die Kosten für Waren in den USA erhöhen, wobei die Inflationserwartungen steigen und Analysten warnen, dass sie sich von ihren jüngsten Tiefstständen verdoppeln könnte.
„Die Märkte preisen nun einen Anstieg der Inflation ein, da die Preise für viele Waren voraussichtlich steigen werden“, beobachtete The Kobeissi Letter.
Inmitten der Marktturbulenzen ist einer der auffälligsten Trends die scharfe Divergenz zwischen Bitcoin und Gold. Während Gold kürzlich um 10 Prozent gestiegen ist, verzeichnete Bitcoin einen Kursrückgang um 10 Prozent, obwohl es historisch als Absicherung gegen wirtschaftliche Unsicherheit angesehen wird.
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Inmitten der Marktturbulenzen deutet eine neue Studie von Dancing Numbers darauf hin, dass Trumps Zollplan den Amerikanern erhebliche Steuererleichterungen bieten könnte. Die Studie ergab, dass der Ersatz von Einkommensteuern durch Zölle auf Importe dem durchschnittlichen Amerikaner bis zu 325.561 USD an lebenslangen Steuern sparen könnte.
Wenn Trumps Zollplan die Bundessteuern abschafft, könnten Einwohner von New Jersey, Connecticut und New York 146.160 USD, 149.535 USD und 136.215 USD über ihr Leben hinweg sparen.
Da viele Amerikaner unter hohen Steuerlasten leiden, könnte Trumps Vorschlag eine tektonische Verschiebung im Finanzbereich des Landes darstellen. Skeptiker befürchten jedoch, dass das ausschließliche Vertrauen auf Zölle die Inflation erhöhen und neue wirtschaftliche Herausforderungen schaffen könnte.
„Das könnte die globalen Märkte erschüttern! Volatilität ist das neue Normal, und die Inflation in den USA könnte hoch bleiben—Zinssenkungen? Nicht so bald“, äußerte Jagadish, ein Nutzer auf X, ausdrücklich.
Investoren bleiben vorsichtig gegenüber weiterer Volatilität, da sich die Märkte an Trumps Politik anpassen. Der „Trump Trade“ steht vor seiner größten Prüfung, mit zunehmenden Inflationssorgen und schwächelnden Schlüsselwerten.
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