Trump nennt Jerome Powell eine „Katastrophe“ wegen hoher Zinsen

  • Trump teilt Powell-Dumpster-Mem auf Truth Social, nennt ihn „zu spät“
  • In dem Beitrag bekräftigt er seine Forderung, dass die Federal Reserve die Zinsen senken soll.
  • Anschlag wenige Tage vor Powells voraussichtlich letzter FOMC-Sitzung als Vorsitzender
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US-Präsident Trump hat auf Truth Social ein Meme gepostet, das den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, zeigt, wie er in einen Müllcontainer fällt. Damit erneuert er seine Kritik am Zentralbankchef wegen der Zinsen.

Der Beitrag wurde wenige Tage vor Powells voraussichtlich letzter Sitzung des Federal Open Market Committee als Vorsitzender veröffentlicht.

Die Bildunterschrift lautet: „Zu spät ist eine KATASTROPHE für Amerika. Die Zinsen sind zu hoch!”

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Trumps „Zu spät”-Kritik mit neuem Bildmaterial zurück

Trump nennt Powell seit Jahren „Zu spät”. Er meint, der Vorsitzende habe zu lange gewartet, die Zinsen zu senken, und handle auch jetzt zu langsam. Nun nutzt Trump erstmals direkte Bildsatire für seinen Angriff.

Das Meme zeigt Powell, wie er mitten im Fall in einen offenen Müllcontainer voller Papier stürzt. Der Präsident fordert seit Langem deutlich niedrigere Kreditkosten. Aus seiner Sicht würden geringere Zinsen den Druck auf Verbraucher senken und das Wachstum beschleunigen.

Trumps Beitrag auf Truth Social: Meme von Jerome Powell im Müllcontainer
Trumps Beitrag. Quelle: Truth Social

Powell lässt die Zinsen angesichts der Inflation längere Zeit hoch. Trump drohte bereits zuvor, Powell aus dem Amt zu entlassen. Juristische Berater warteten aber, dass dieser Schritt vor Gericht Probleme bereiten würde. Inzwischen geht die Neuausrichtung der Führung der US-Notenbank über bloße Worte hinaus.

Die Regierung besetzt derzeit offene Sitze im Fed Governing Board mit Verbündeten. Diese Personen teilen die Zinssenkungsstrategie des Weißen Hauses.

Märkte bereiten sich auf Powells letztes FOMC vor

Die erneute Kritik erfolgt, während Krypto-Trader sich auf Powells letzte FOMC-Sitzung einstellen. Bitcoin (BTC) und große Altcoins zeigen erste Zeichen der Risiko-Reduzierung. Trader senken den Einsatz von Hebeln und reduzieren Positionen in risikoreichen Vermögenswerten. Daten zum Open Interest deuten außerdem auf eine insgesamt vorsichtigere Haltung hin.

Unabhängig von der Geldpolitik ist das Weiße Haus in den vergangenen Wochen auf mehreren Ebenen aktiv gewesen. Jüngste Maßnahmen betreffen unter anderem neue Zölle auf Fahrzeuge aus Europa sowie zusätzliche Maßnahmen gegen Iran.

Auch die Kontrolle im Bereich der Künstlichen Intelligenz wurde verschärft. Künftig unterliegen neue KI-Modelle einer Bundesprüfung, bevor sie veröffentlicht werden. Die Kombination aus Veränderungen in Geldpolitik, Handels- und Technologiepolitik sorgt weiterhin für erhöhte Volatilität an den Märkten.

Die nächste Entscheidung der Fed steht nun im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Trader. Während Powells Amtszeit als Vorsitzender endet, verstärkt das Meme den bereits öffentlichen Konflikt zwischen Weißem Haus und Fed.

Ob der nächste Vorsitzende eine deutlich andere Zinspolitik verfolgt, könnte die Positionierung bei risikobehafteten Vermögenswerten für den Rest des Jahres beeinflussen. Aktuell achten Trader gespannt auf jedes Signal sowohl aus dem Weißen Haus als auch von der Federal Reserve in Washington.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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