Die Peer-to-Peer-Handelsplattform LocalBitcoins hat als Zeichen der Solidarität alle Gebühren für ukrainische Nutzer erlassen. Die Bürger des Landes können nun Bitcoin empfangen und in die Landeswährung umwandeln, ohne dafür Gebühren zahlen zu müssen.
LocalBitcoin, eine Peer-to-Peer-Handelsplattform, verzichtet auf alle Gebühren für ukrainische Nutzer, um der Ukraine und ihren Bürgern, die derzeit von Russland angegriffen werden, zu helfen. Am 1. März gab die Plattform auf Twitter die Entscheidung bekannt und kündigte außerdem an, dass Ukrainer im Land und im Ausland Zugang zu einer kostenlosen Bitcoin-Wallet bekommen.
In der Nachricht an das ukrainische Volk erklärte die Plattform LocalBitcoins, dass ihr “Kernziel die Freiheit ist”. Alle ukrainischen Bürger können nun kostenlos Bitcoin erhalten und ihre BTC kostenfrei in die ukrainische Hryvni umwandeln.
Die Zahl der Krypto-Spenden an die Ukraine beläuft sich mittlerweile auf über 20 Millionen US-Dollar. Das Land hat offiziell eine Bitcoin- und Ethereum-Wallet eingerichtet, an die Spender ihre Beiträge senden können. Darüber hinaus gibt es ein NFT-Projekt, bei dem für jeden ukrainischen Bürger ein NFT gemintet wurde. Die 43,2 Millionen NFTs dienen ebenfalls dazu, die ukrainischen Bürger zu unterstützen. Jedes Mal, wenn einer der NFTs verkauft wird, werden 10% des Verkaufspreises für gemeinnützige Zwecke gespendet.
Krypto-Börsen unterstützen die Ukraine
LocalBitcoins ist eine von vielen Krypto-Plattformen, die der Ukraine zu Hilfe kommt. Viele Krypto-Börsen, wie z.B. Binance, unterstützen die Ukraine und ihre Bürger bereits. Allerdings teilen nicht alle Kryptounternehmen die Positionen der westlichen Regierungen und deren Entscheidungen.
Mykhailo-Fedorov, der ukrainische, Vizepremierminister, forderte nach den Sanktionen gegen Russland Krypto-Plattformen auf, russische Adressen auszuschließen. Er und die westlichen Regierungen sind der Meinung, dass Russland und seine Bürger Krypto nutzen könnten, um Sanktionen zu umgehen. Doch viele Plattformen kritisierten daraufhin Mykhailo-Fedorov für seinen Aufruf.
So bezeichnete der Binance CEO Changpeng Zhao das Blockieren aller Russischer Adressen als “unethisch”. Binance wird jedoch die Konten derjenigen, die auf den Sanktionslisten stehen, einfrieren. Auch Jesse Powell, der CEO von Kraken, erklärte, dass es nicht richtig wäre, die Dienstleistungen für alle russischen Bürger einzustellen. Zudem argumentierte er, dass dafür auch die rechtlichen Grundlagen fehlen.
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