Der schwache US-Arbeitsmarkt entwickelt sich als großes Risiko für Krypto im Dezember und Anfang 2026. Steigende Entlassungen, langsameres Einstellen und schwächelndes Verbrauchervertrauen verstärken die Erwartungen auf eine Zinssenkung der Federal Reserve.
Diese Veränderung könnte Bitcoin und Ethereum stärker beeinflussen als Aktien, da die Liquidität in digitalen Vermögenswerten fragil ist.
Arbeitsmarkt-Stress erhöht Druck auf die Fed
Entlassungsankündigungen erreichten im Oktober ihren höchsten Stand seit 2003. Mehrere große Arbeitgeber entließen Mitarbeiter oder stoppten Neueinstellungen, was Zolllasten, KI-Umstrukturierungen und Unsicherheiten nach der Wiedereröffnung widerspiegelt.
SponsoredDas Verbrauchervertrauen sank im November ebenfalls, da die Arbeitsplatzunsicherheit zunahm.
Trotz dieser Herausforderungen bleiben die wöchentlichen Arbeitslosenanträge niedrig. Märkte deuten dieses gemischte Bild als Zeichen, dass sich die Wirtschaft abschwächt, aber nicht einbricht.
Infolgedessen erwarten Händler nun eine Zinssenkung um 25 Basispunkte bei der Dezembersitzung. Die Futures-Märkte preisen eine signifikante Lockerung für 2026 ein.
Eine Zinssenkung im Dezember würde eine scharfe Kehrtwende von der vorherigen „höher-auf-länger“-Haltung der Fed markieren. Es würde auch signalisieren, dass die Zentralbank auf die Schwäche am Arbeitsmarkt reagiert, bevor weitere Schäden sich ausbreiten.
Krypto-Märkte reagieren extrem sensibel auf Liquidität
Infolge des Liquidationsschocks am 10. Oktober operieren Bitcoin und Ethereum auf sehr dünnen Büchern. Market-Maker reduzierten ihre Risikoinventare, was die Tiefe der Orderbücher verringerte.
Sponsored SponsoredTom Lee beschrieb den Markt als “humpelnd” über sechs Wochen aufgrund der beschädigten Liquiditätskapazität.
Diese Bedingungen verstärken den Einfluss makroökonomischer Veränderungen. Wenn die Liquidität dünn ist, bewegen sich Änderungen der Zinserwartungen normalerweise schneller in Krypto als in Aktien.
Diese Dynamik war im November deutlich, als ETF-Abflüsse und Verkaufsdruck Bitcoin um fast 30 Prozent von seinem Oktoberhoch drückten.
On-Chain-Metriken zeigen nun Anzeichen von Stabilisierung. Der 90-Tage-Taker-CVD ist von anhaltendem Verkauf zu neutral gewechselt, was eine Erschöpfung der Verkäufer anzeigt.
Gleichzeitig leihen Nutzer gegen Bitcoin, anstatt es zu verkaufen, was sofortigen Angebotsdruck reduziert, aber das latente Liquidationsrisiko erhöht.
Dezember-Rallye: Spannung pur, aber keine Garantie
Eine Zinssenkung im Dezember würde die Realrenditen senken und Liquidität in Risikoanlagen bringen. Bitcoin steigt historisch in solchen Bedingungen, besonders nach starken Rückgängen.
SponsoredMehrere Metriken deuten bereits auf eine verbesserte Dynamik hin. Der Fear and Greed Index stieg von 11 auf 22. Der durchschnittliche Krypto-RSI stieg in Richtung 60, nachdem er Anfang des Monats überverkaufte Niveaus erreichte. Auch der MACD wurde positiv.
Allerdings bleiben die ETF-Flussdaten unsicher. Im November gab es starke Abflüsse, obwohl in den letzten Tagen vorsichtige Zuflüsse zu verzeichnen waren.
Wenn die ETF-Nachfrage zurückkehrt, könnte die dünne Liquidität Aufwärtsbewegungen verstärken. Wenn Abflüsse wieder aufgenommen werden, könnte der Markt die kürzlich erreichten Tiefstände erneut testen.
Makrosignale werden daher Krypto bis zum Jahresende dominieren. Eine dovische Haltung der Fed könnte eine Rallye ähnlich wie 2023 auslösen.
Ein hawkischer Ton könnte die aktuelle Erholung untergraben und den im November beobachteten bärischen Trend verstärken.
Sponsored SponsoredJanuar 2026: Mehr Risiken für Krypto durch Volatilität
Auch wenn Krypto im Dezember ansteigt, bleibt der Januar unsicher. Der kombinierte Oktober-November-Arbeitsmarktbericht erscheint am 16. Dezember. Die Veröffentlichung könnte tiefere Arbeitsmarktschwierigkeiten bestätigen, die in den wöchentlichen Daten noch nicht erfasst sind.
Wenn die Entlassungen bis Januar zunehmen, könnten Risikoanlagen schwächer werden. Märkte könnten die Verschlechterung des Arbeitsmarkts als Zeichen einer Rezession deuten.
In diesem Szenario könnten Zinssenkungen die breite Risikoaversion nicht ausgleichen. Bitcoin reagiert oft zuerst in solchen Bedingungen aufgrund seines Liquiditätsprofils.
Alternativ, wenn der Bericht eine moderate Abschwächung mit stabilem Lohnwachstum zeigt, könnten Märkte eine kontrollierte Verlangsamung einpreisen.
Dies würde eine Fortsetzung jeglicher Dezember-Rallye bis Anfang 2026 unterstützen. In beiden Fällen werden die Liquiditätsbedingungen das Ausmaß der Kursschwankungen bestimmen.
Mit verbesserter Dynamik und noch immer dünner Liquidität bleibt der Markt bereit für eine signifikante Bewegung. Die Richtung wird davon abhängen, wie die Federal Reserve auf den wachsenden Druck auf den Arbeitsmarkt reagiert und wie Investoren das umfassendere wirtschaftliche Signal in den kommenden Wochen interpretieren.