Bitcoin und Jack Dorsey – wohin geht die Reise?

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IN KÜRZE
  • Der ehemalige Twitter-Chef Jack Dorsey hilft bei der Gründung eines neuen Fonds, der Bitcoin-Entwickler gegen Rechtsstreitigkeiten verteidigen soll.

  • Jack Dorsey's Firma Block (ehemals Square) gab letztens auf LinkedIn die Pläne der Gruppe bekannt, "die nächste Generation von Mining-ASIC" zu entwickeln und eine Hardware-Wallet für die nächsten 100 Millionen Bitcoin-Nutzer herzustellen.

  • Damals, als Block noch Square hieß, twitterte Dorsey, dass Square den Bau eines Bitcoin-Mining-Systems auf Basis von kundenspezifischem Silizium und Open Source für Privatpersonen und Unternehmen weltweit erwägt.

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Der ehemalige Twitter Chef Jack Dorsey schlägt Wellen im Bitcoin-Bereich. Seine Firma Block expandiert und fordert die Akzeptanz und die wirtschaftlichen Ermächtigung von Bitcoin. Zudem schlägt Dorsey einen gemeinnützigen Rechtsbeistandsfonds für Bitcoin-Entwickler vor. Der Bitcoin-Enthusiast macht sich durch seine Anti-Web 3.0-Äußerungen nicht nur Freunde.

Seit seinem Rücktritt als CEO von Twitter hat sich Dorsey lautstark für Bitcoin und gleichzeitig offen gegen Web3 ausgesprochen – manchmal mit unterschiedlichen Ergebnissen. Dorsey twitterte, dass Risikokapitalgeber Web3 besitzen – Marc Andreessen, CEO von Andreessen Horowitz, blockierte ihn daraufhin kurzerhand.

BeInCrypto wirft einen Blick auf Dorsey’s Bitcoin-Pläne.

Dorsey schlägt gemeinnützigen Bitcoin-Rechtsverteidigungsfonds für Developer vor

Der ehemalige Twitter-Chef Jack Dorsey hilft bei der Gründung eines neuen Fonds, der Bitcoin-Entwickler gegen Rechtsstreitigkeiten verteidigen soll. Der Hauptzweck des Fonds wird es sein, Entwickler vor Klagen bezüglich ihrer Aktivitäten im Bitcoin-Ökosystem zu schützen. Dorsey schrieb dies in einer E-Mail an die bitcoin-dev Mailingliste.

Der Gründer und CEO von Block, Jack Dorsey, schlug vor, einen Rechtsverteidigungsfonds für Bitcoin-Entwickler einzurichten, da die Gemeinschaft mit “Mehrfronten-Prozessen” und “Drohungen” konfrontiert ist, die einige ohne rechtliche Unterstützung zur “Kapitulation” gezwungen haben. Der Vorschlag wurde am 12. Januar an die bitcoin-dev Mailingliste gesendet und von Dorsey, Martin White und Chaincode-Labs Mitbegründer Alez Morcos als “Bitcoin Legal Defense Fund Board” unterzeichnet.

Der Fonds soll Entwickler verteidigen, indem er Verteidiger bereitstellt und diese verpflichtet. Zudem soll eine Strategie für Rechtsstreitigkeiten entwickelt werden und mit dem Fonds die Rechtskosten bezahlt werden können. Der vorgeschlagene Service wird für Entwickler von Bitcoin-basierten Projekten kostenlos sein – Dorsey erwähnte dabei auch das Lightning Network.

In der E-Mail heißt es weiter, dass der Fonds kostenlos ist und von jeglichen Bitcoin-Entwicklern freiwillig genutzt werden kann. Um die Rechtsberatung liefern zu können, wird ein Team von Anwälten gegründet, die sich freiwillig oder in Teilzeit um die rechtlichen Belange ihrer Klienten kümmern. Schließlich entscheidet dann der Vorstand des Fonds, welche Klagen und Angeklagten verteidigt werden. Zu diesem Zeitpunkt sind Dorsey und seine zwei Mitgründer nicht auf der Suche nach Investoren und Fremdkapital, dies könne sich aber in Zukunft ändern.

Ein Bild von BeInCrypto.com
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Ein Ausblick auf Dorsey’s Pläne mit Block

Jack Dorsey’s Firma Block (ehemals Square) gab letztens auf LinkedIn die Pläne der Gruppe bekannt, “die nächste Generation von Mining-ASIC” zu entwickeln und eine Hardware-Wallet für die nächsten 100 Millionen Bitcoin-Nutzer herzustellen. Für die Rolle des “Custom Digital Design Lead” wird der Kandidat bei der “Silizium-Validierung des ASICs und seines Prototyps” helfen. Ein ASIC ist eine kleine Maschine, die für das Bitcoin-Mining verwendet werden kann und als die beste Option für die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks gilt. Die Stellenausschreibung bestätigt, dass Block sich zum Ziel gesetzt hat, spezielle ASICs für das Bitcoin-Mining zu entwickeln.

Die zweite offene Stelle ist die des Leiters für die globale Abwicklung und Logistik der Hardware-Wallet. Die Kernaufgabe der Stelle besteht darin, einem weltweiten Publikum eine einfach zu bedienende, zuverlässige Wallet anzubieten. Im Prinzip will die Firma Block so seine Hardware-Wallets in über 100 Ländern vertreiben. Die Nachricht steht im Einklang mit Dorseys Ankündigungen aus dem Jahr 2021. Damals, als Block noch Square hieß, twitterte Dorsey, dass Square den Bau eines Bitcoin-Mining-Systems auf Basis von kundenspezifischem Silizium und Open Source für Privatpersonen und Unternehmen weltweit erwägt. Es scheint so, als dass sich die Pläne nun konkretisieren.

Was genau ist Block?

Block ist der Holdingname für Square, CashApp, Spiral, Tidal und TBD54566975 und Jack Dorsey ist seit 2010 Block’s CEO. Abgesehen vom Musikstreamingdienst Tidal widmet sich jedes Tochterunternehmen der Förderung der Bitcoin-Akzeptanz. Block expandiert: Bei allen Tochterunternehmen, die unter Block laufen, gibt es 650 freie Stellen zu besetzen. Bei Block gibt es mehrere aktuelle Stellenausschreibungen für Führungspositionen in verschiedenen Bereichen. Block gewinnt auch prominente Krzpto-Aufmerksamkeit. Beispielsweise die NBA-Champions Andre Iguodala und Klay Thompson, die einen Teil ihrer Gehälter in Bitcoin über die Cash App von Block erhalten werden.

Dorsey und das Web 3.0

Dorsey twitterte, dass nicht die Nutzer Web 3.0 besitzen, sondern Risikokapitalgeber und ihre Investoren. Dies steht im Gegensatz zum zentralen Gedanken der Web 3.0 Befürworter. Der Konsens unter ihnen lautet vielmehr, dass die Plattformen von Web 3.0 gerade deshalb besser sind als ihre Vorgänger, weil sie den Nutzern gehören könnten.

Aber es gibt auch Gegenstimmen zur Denkweise Dorseys. Ethereum-Unterstützer und Twitter User Farokh.Eth antwortete in einem vielgeteilten Tweet:

“Jack, ich verspreche dir, dass wenn du außerhalb deiner Blase von reichen Typen schaust, sehen wirst, wie viele Entwickler es im Web 3.0 eigentlich gibt. Es wird eine Revolution, eine regelrechte digitale Renaissance geben. Komm und sag hallo oder hör bei unseren Gesprächen zu, der NFT-Raum ist voller Genies.”

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Sofie Huber ist Masterstudentin am King’s College London. In ihrer Masterarbeit beschäftigt sie sich mit der Frage, welche Rolle Blockchain-Technologien und Kryptowährungen in geopolitischen Konflikten spielen. Da Sofie eine Leidenschaft für die Luftfahrt und alles, was mit Reisen zu tun hat, arbeitete sie vor ihrem Studium als Flugbegleiterin auf Lang- und Kurzstreckenflügen. In den 5 Jahren ihres Studiums der Internationalen Beziehungen in Großbritannien (und remote) ist sie durch Europa und die Welt gereist und lebt jetzt in Frankreich. Bei BeInCrypto bringt sie ihre politisch-soziale Perspektive ein und möchte andere Frauen dazu inspirieren, sich mehr mit der Kryptowelt zu beschäftigen.

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