Wird Kasachstan zur neuen Mining-Großmacht?

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IN KÜRZE
  • Momentan hält China den größten Marktanteil an Bitcoin-Mining.

  • Nun steigt das Nachbarsland Kasachstan ganz groß ins Mining ein.

  • Denn ein Investment von 700 Millionen USD soll den Markt pushen.

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Wenn es um Mining ging, dann hatte China bisher keine großartige Konkurrenz. Doch das könnte sich nun ändern. Denn das Nachbarland Kasachstan hat sich nun ein großzügiges Investitionsziel von 700 Millionen USD gesetzt. Das Geld soll in den Ausbau des Mining-Bereichs fließen.



In den nächsten drei Jahren möchte Kasachstan also ganz intensiv den Wirtschaftsbereich Mining beim Ausbau unterstützten. Das kommt überraschend. Denn noch im Jahr 2018 plante die Zentralbank von Kasachstan ein Verbot für die Kryptowährungen. Der Verkauf, Kauf und Handel mit den virtuellen Währungen sollte mit der neuen Gesetzgebung illegal werden. Scheinbar hat sich die interne Strategie zur Herangehensweise an den Krypto-Sektor mittlerweile geändert.

Legal, illegal, 700 Millionen USD

Nachdem die Zentralbank Kasachstans die Gesetzespläne zum Verbot des Umgangs mit Kryptowährungen ausgesetzt hat, weht jetzt ein ganz neuer Wind im Land. Am 2. September teilte der Minister für Digitale Entwicklung Bagdat Mussin am Tag seiner Ernennung mit, dass in den nächsten drei Jahren die Rekordsumme von 700 Millionen Euro in den Mining-Sektor fließen soll.



Momentan sind in Kasachstan 13 Mining-Farmen aktiv. In den nächsten drei Jahren sollen beim Ausbau der Kapazitäten noch 4 weitere Mining-Farmen dazukommen. Bereits jetzt macht der Marktanteil Kasachstan 6,2 Prozent aus. Das reicht nicht ganz an die USA und Russland heran, die mit jeweils knapp 7 Prozent vertreten sind. China hält immerhin den Großteil von 65 Prozent auf seiner Seite.

EIn Bild von BeInCrypto.com.

Aber warum grade Kasachstan?

Weil Kasachstan momentan recht günstige Grundlagen für das Mining bietet. Denn Öl- und Kohlevorkommen sind hier reichlich, sodass die Energiekosten niedrig sind. Ideal, um Mining im ganz großen Stil zu betreiben. Das wissen mittlerweile auch die chinesischen Miner, die zunehmend versuchen ihre Mining Anlagen nach Kasachstan zu verlegen, um dort von den günstigen Energiekosten zu profitieren.

Ferner profitieren die Mining Unternehmen hier von der nicht vorhandenen Besteuerung. Für den Gesetzgeber ist das Mining nämlich eine technologische Aktivität und wird entsprechend nicht besteuert. Also insgesamt äußerst positive Voraussetzungen, um in Kasachstan mit dem Mining erfolgreich und gewinnbringend Geschäfte zu treiben.

Fraglich ist, wie der Mining-Ausbau in Kasachstan die Landschaft des Schöpfens der Kryptowährungen langfristig verändern wird. Möglicherweise belebt diese investmentschwere Konkurrenz den Markt. Aber auch für Kasachstan dürfte es wirtschaftliche Veränderungen geben, sobald der Ausbau des Sektors erste Gewinne abwirft. Ferner könnte der Ausbau auch ausländische Investoren anlocken, was sich wiederum positiv auf die Wirtschaft dort auswirken würde.

Wir werden in den nächsten drei Jahren also erleben, ob Kasachstan zur nächsten großen Krypto-Supermacht wird und ob sich dort interessante Investmentoptionen für Mining-Interessierte ergeben.

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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