Die American Bankers Association (ABA) hat auf einen Bericht des White House Council of Economic Advisers (CEA) reagiert und betont, dass der Bericht die echten Risiken von Renditen auf Stablecoins für kleinere Banken ignoriere.
Der CEA-Bericht kam zu dem Ergebnis, dass ein Verbot von Renditen auf Zahlungs-Stablecoins das gesamte Kreditvolumen von Banken nur um 2,1 Milliarden USD oder 0,02% aller Kredite erhöhen würde. Außerdem schätzt er, dass Verbraucher jährlich etwa 800 Millionen USD an entgangenen Erträgen verlieren würden.
ABA: Warnung vor Einlagenabzug, wenn Stablecoins wachsen
Die ABA sagte, das CEA habe „die falsche Fragestellung untersucht“. Statt die Folgen eines Verbots zu modellieren, solle laut ABA geprüft werden, was geschieht, wenn Stablecoins mit Renditen schnell wachsen.
Die Bankenvereinigung warnte, dass Stablecoins, die mit Staatsanleihen hinterlegt sind und wettbewerbsfähige Renditen bieten, günstige Einlagen von lokalen Banken abziehen könnten.
Diese Veränderung würde die Finanzierungskosten erhöhen und die Kreditvergabe an kleine Unternehmen, Landwirte und Hauskäufer verringern. Das Treasury Department hat bereits zuvor geschätzt, dass Einlagen von 6,6 Billionen USD gefährdet sein könnten.
„Durch die Fokussierung auf die Auswirkungen eines Verbots riskiert der CEA-Bericht, ein falsches Sicherheitsgefühl zu vermitteln, da das viel entscheidendere Szenario außer Acht bleibt: Zahlungs-Stablecoins mit Renditen wachsen schnell”, heißt es in einem Auszug im ABA Banking Journal.
Senat hat zwei Wochen Zeitfenster für Clarity Act
Diese Diskussion entfaltet sich, während der Senat aus der Pause zurückkehrt und nur ein schmales Zeitfenster hat, um das Gesetz zur Regulierung digitaler Vermögenswerte (Digital Asset Market Clarity Act) voranzutreiben.
Treasury Secretary Scott Bessent hat sich öffentlich für die Verabschiedung ausgesprochen, während SEC-Chef Paul Atkins und CFTC-Vorsitzender Michael Selig erklärt haben, dass ihre Behörden bereit zur sofortigen Umsetzung des Gesetzes seien.
Laut Senatorin Cynthia Lummis droht dem CLARITY Act eine Verzögerung um vier Jahre bis nach 2030, falls er jetzt nicht verabschiedet wird.
Die Frage der Rendite bei Stablecoins bleibt weiterhin der einzige Punkt, der das Gesetz blockiert. Sollte der Ausschuss für Bankangelegenheiten diese Frage nicht bis Ende April behandeln, wird das Gesetz voraussichtlich erst wieder vor den Zwischenwahlen im November aufgegriffen.





