Aragon (ANT) pumpt 85 % nach Binance-Listing

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IN KÜRZE
  • Die Kotierung von ANT auf drei der wichtigsten Handelsplattformen löste einen gewaltigen Kurssprung aus.

  • Der Kursanstieg begann bereits kurz vor der offiziellen Bekanntgabe.

  • Die Bekanntmachung wurde offenbar bereits auf einer chinesischen Webseiten geleakt.

  • promo

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In der Nacht auf den heutigen Tag hat Binance die Kotierung von Aragon (ANT) bekanntgegeben. Bereits vor der Bekanntgabe verzeichnete ANT einen massiven Pump.



Bei Aragon handelt es sich um eine Plattform zur Verwaltung Dezentraler Autonomer Organisationen (DAOs). Die Plattform verwendet ANT als Governance Token. Neben Binance wurde ANT noch auf OKEx und Huobi gelistet.

Aragon: Ein Verwaltungsdienst für dezentrale Organisationen

Bei DAOs handelt es sich um Organisationen, welche sich durch eine dezentrale Governance auszeichnen. In aller Regel geben diese Organisationen einen Token an ihre Mitglieder heraus, welcher sie dazu berechtigt, an Abstimmungen innerhalb der DAO teilzunehmen.



In vielen Fällen können diese Tokens zusätzlich auf Krypto-Börsen gehandelt werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Entscheidungsträger innerhalb einer DAO finanziell von dem Erfolg ihrer Entscheidungen abhängig sind. Aragon ist selbst nach dem Vorbild einer DAO strukturiert und verwendet ANT als Governance-Token für Abstimmungen.

Der Prozess zur Erstellung einer DAO ist jedoch technisch sehr aufwendig, da für diesen Zweck meist mehrere Smart Contracts nötig sind, welche dazu Bugs enthalten und daher anfällig für Hacker sein können. Vielen steckt noch der Hack “der” DAO in Erinnerung, welche zu einer Spaltung zwischen Ethereum und Ethereum Classic führte. Selbst mit tadellos funktionierenden Smart Contracts ist die Interaktion mit DAOs für Laien sehr schwierig, sofern es keine graphischen Benutzeroberflächen dafür gibt.

Aragon verspricht in dieser Hinsicht Abhilfe, da die Plattform eine Benutzeroberfläche sowohl für die Erstellung, als auch den Umgang mit DAOs bietet. Laut der Webseite der Plattform soll es damit möglich sein, eine DAO innerhalb von nur fünf Minuten zu erstellen. Neben der graphischen Benutzeroberfläche bietet die Plattform dazu eine Vielzahl von vorgefertigten und standardisierten Modulen, welche unter Anderem auch die nötigen Smart Contracts beinhalten.

Mit dem kometenhaften Wachtum des DeFi-Sektors in den letzten Monaten ist auch das Interesse an Aragon stark angestiegen. Auf ihrem Twitter-Kanal vermeldet die Plattform kürzlich, dass ihre DAOs ein Gesamtvermögen von über 350 Mio. USD verwalten.

Der Binance-Effekt

Naturgemäß stieg der Kurs von ANT durch die Kotierung auf drei der weltweit wichtigsten Krypto-Börsen sprunghaft an. Zur Stunde steht der Kurs bei 7,77 USD, ganze 85 % höher als noch Tags zuvor.

Allzeit-Kursentwicklung von ANT/USD. Quelle: Coingecko.

Was dabei allerdings auffällt: Der Kursanstieg begann bereits vor der Bekanntgabe der Kotierung. Wie es scheint, ist dies kein Einzelfall.

Betrachtet man sich die Entwicklung der letzten 24 Stunden, stellt sich der Fall genauer dar.

ANT/USD Kursentwicklung der letzten 24 Stunden. Quelle: Coingecko.

Den Anfang machte OKEx mit der Bekanntgabe um 7:51 Uhr deutscher Zeit am gestrigen Tag. Dies löste im Nachgang bereits einen kleinen Kursanstieg aus, der allerdings organisch erscheint. In der Nacht auf den heutigen Tag gaben Binance (2:47 Uhr) und Huobi (3:21 Uhr) beinahe gleichzeitig die Kotierung von ANT bekannt. Der Preisanstieg begann allerdings bereits kurz nach zwei Uhr morgens und erreichte seinen Höchststand kurz nach Marktöffnung auf Binance (4:30 Uhr).

Handfeste Beweise um entweder Eingeweihten bei Aragon oder den Handelsplattformen Insiderhandel zu unterstellen sind dies jedoch nicht. Selbst bei höchster Geheimhaltung dringen immer Informationen nach außen. So fördert eine Google-Suche beispielsweise eine chinesische Webseite zu Tage, welche bereits Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe über die Kotierung berichtete.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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