Ausfälle bei Coinbase gehen mit Bitcoin-Preisbewegungen einher

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IN KÜRZE
  • Coinbase war bei einer Rally des Bitcoin am 01. Juni wieder nicht erreichbar

  • Es kam bei der amerikanischen Krypto-Börse zu 11 Ausfällen binnen eines Jahres

  • Steckt hinter den Ausfällen etwa zu geringes Kapital seitens Coinbase?

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Am 01. Juni legte der Bitcoin einen Spurt auf 10.390 USD hin. Ausgangspunkt war die Region um die 9.600 USD. Das ist eine solide Preisbewegung, die Trader auf der ganzen Welt gerne handelten. Bei Coinbase war das (wieder) nicht möglich. Denn die weltgrößte Krypto-Börse mit Sitz in den USA war (wieder) nicht erreichbar.



Alleine in den letzten drei Monaten kam es zu 4 Ausfällen bei der Handelsplattform von Coinbase. Entweder war die Plattform gar nicht erreichbar oder aber wichtige Handelsfunktionen waren vorübergehend deaktiviert. An sich wäre das keine Erwähnung wert. Technik kann versagen, auch in unserer modernen Welt. Aber diese Ausfälle passierten ausgerechnet während größerer Preisbewegungen beim Bitcoin. Spekulationen um die Hintergründe dieser Ausfälle gibt es dabei schon seit Jahren.

11 Ausfälle binnen eines Jahres bei Coinbase

Trader sind in den meisten Fällen ziemlich nervenstarke Menschen. Diese mentale Stärke zeigt sich vor allem bei starken Preisbewegungen, wo dennoch geduldig auf den perfekten Einstiegspunkt gewartet wird. Es gibt demnach nicht viel, was einen professionellen Trader während des Handels vollkommen aus der Bahn werfen kann. Solange die Erreichbarkeit und ordnungsgemäße Funktion der Handelsplattform sichergestellt ist, tut der Trader, was Trader eben so tun. Wenn die Handelsplattform aber nicht mehr erreichbar ist oder wichtige Handelsfunktionen deaktiviert sind, dann stellen diese Umstände die sonst so stabile Nervenstärke auf die Probe.



Quelle: status.coinbase.com

Für Kunden der größten Krypto-Börse der Welt, also Coinbase, wird diese Nervenstärke immer und immer wieder auf die Probe gestellt. In den letzten 12 Monaten kam es bei der amerikanischen Handelsplattform für Kryptowährungen offenbar zu 11 Ausfällen der Erreichbarkeit und/oder Funktionalität des Handels. Offizielle Statements dazu fehlen. Lediglich die Status-Webseite von Coinbase gibt vage Auskünfte. Für den 01. Juni wurde – wie so oft – lediglich “Verbindungsprobleme” angegeben.

Absichtliche Abschaltung bei größeren Preisbewegungen des Bitcoin?

Zugegeben, gerade bei explosiven Preisbewegungen des Bitcoin kann es zu immensen Ansprüchen an die Server und Systeme einer Handelsplattform kommen. Eine Krypto-Börse, die so genutzt wird wie Coinbase aber, sollte doch eigentlich in der Lage sein genug Serverkapazitäten zu gewährleisten. Da sämtliche Kommentare zu den Ausfällen seitens Coinbase fehlen, gehen die Spekulationen natürlich weiter. So kritisiert Willy Woo im Podcast “What Bitcoin Did with Peter McCormack” u.a. Coinbase und macht deutlich, dass hier ein Muster zu erkennen sei.

Auf Reddit wurde schon vor rund 2 Jahren spekuliert, warum es bei Coinbase immer wieder zu diesen Ausfällen kommt. Nutzer mutmaßen, dass Coinbase eventuell einfach das Kapital fehlt, um die Nachfrage nach Kryptowährungen zu stillen in Zeiten von starker Volatilität. Durch das Abschalten der Services hätte die Krypto-Börse dann genug Zeit die Verluste von Nutzern zu realisieren und die durch Gebühren entstandenen Gewinne in georderte Kryptowährungen zu verwandeln. Denn ja, die Reddit-User liegen in einer Sache definitiv richtig: gekaufte Coins gehören einem erst dann, wenn die Transaktion in der Blockchain festgeschrieben wurde.

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